Nextcloud 21 installiert

Das Thema Nextcloud hat nicht mehr die höchste Priorität auf dem Blog. Es ist bereits mehr als ein Jahr her, dass ich über die Wolke schrieb. Die Versionen 19 und 20 inklusive der Upgrades fanden hier überhaupt nicht statt. Der Hintergrund ist leicht erklärt: es läuft einfach. Es gab keine Schwierigkeiten oder Probleme, vielmehr mach meine Instanz was sie soll – im Schwerpunkt Dateisynchronisation mit meinen Endgeräten. Die (wieder einmal sehr vollmundigen) Ankündigungen für Nextcloud 21 weckten dann aber doch meine Neugier. So wird immerhin eine Reduzierung der Serverlast um 90% sowohl am Webinterface als auch bei den Desktop-Clients angekündigt! Im Blog findet ihr die entsprechenden Aussagen … Grund genug für mich, das Upgrade in Angriff zu nehmen. Die angekündigten Verbesserungen bei den kollaborativen Funktionen interessieren mich schon deutlich weniger.

Obwohl am 22.02. freigegeben, bot mir mein Upgrade-Manager keine Aktualisierung auf dem stabilen Kanal an, erst die Umstellung auf den Beta-Kanal machte eine Aktualisierung auf Nextcloud 21 möglich. Die Prozedur über den grafischen Updater verlief unspektakulär, lediglich der Download brach 2 mal ab, konnte aber wiederholt und schließlich erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einer solchen Aktion ist ja der Blick auf die „Sicherheits- und Einrichtungswarnungen“ immer ganz interessant und tatsächlich fanden sich wie gewohnt diverse Einträge …

Wieder einmal etwas länger die Liste

Die gewohnten Einträge wegen der Webdav-Schnittstellen überraschten nicht, treten sie doch regelmäßig bei jedem (?) Upgrade auf (warum eigentlich?). Ihnen war wie gewohnt mit dem entsprechend Eintrag in der .htaccess beizukommen. Dieses Mal tatsächlich im Hauptverzeichnis meiner Nextcloud-Instanz (bei mir in \var\www\nextcloud ). Auch die monierten fehlenden Indizes der Datenbank haben ja keinen Neuheitswert und sind auf bekanntem Weg zu beheben – per Konsole ins Hauptverzeichnis von Nextcloud wechseln und mit folgendem Befehl die Indizes neu aufbauen:

Brav werden die Indizes neu aufgebaut

Das Problem der fehlenden SVG-Unterstützung von Imagemagick war nicht wirklich wichtig für mich, allerdings wollte ich eine „saubere“ Installation haben und suchte nach Lösung. Bei Github wurde ich schließlich fündig: mit der Installation des Pakets libmagickcore-6.q16-3-extra wurde dieses Problem gelöst, allerdings überraschten mich die zusätzlichen 23 Pakete und 14,5 MB doch ein wenig …

Die letzte Meldung überraschte dann aber doch:

Für Deine Installation ist keine Standardtelefonregion festgelegt. Dies ist erforderlich, um Telefonnummern in den Profileinstellungen ohne Ländercode überprüfen zu können. Um Nummern ohne Ländercode zuzulassen, füge bitte „default_phone_region“ mit dem entsprechenden ISO 3166-1-Code der gewünschten Region hinzu.

Wieso Telefonieregion und wo zum Teufel soll ich das Eintragen? Nach einigem Greln entschied ich mich für die config.php in /var/www/nextcloud/config und lag richtig. Die Position des Eintrages in der config.php scheinr relativ egal zu sein.

default_phone_region Deutschland

Ich vermute dieser Eintrag wird für Talk o.ä. gebraucht, also für mich eigentlich völlig überflüssig. Da die Administratoren aber mit solchen Meldungen behelligt werden, wäre eine etwas bessere Dokumentation wohl erwartbar. Mich ärgert das ähnlich wie die wiederkehrenden webdav-Meldungen. Von wegen mein „Web-server ist nicht richtig eingerichtet“ …

Nach etwa einer halben Stunde Arbeit zeigte die finale Überprüfung von Nextcloud  nunmehr das gewünschte Ergebnis …

 

Joachim Christoph Friedrich von Jeetze

Bild war in der Kriegsschule zu Potsdam

Preußischer Generalfeldmarschall

In der Reihe über die Generäle aus der Altmark darf die Familie Jeetze nicht fehlen. Bereits der erste General erreichte den höchsten möglichen Dienstgrad – Generalfeldmarschall.

Joachim Christoph Friedrich von Jeetze wurde am 17.09.1663 in Hohenwulsch, Krs. Stendal geboren. Sein Vater war Joachim Parum, Herr auf Hohenwulsch, Mutter Dorothea Elisabeth geb. von Pinzelberg.

  • 1686 Page beim Großen Kurfürsten
  • 1688 Freiwilliger beim Infanterieregiment Markgraf (Nr. 12)
  • 1689 Fähnrich
  • 1689/97 Feldzug gegen Frankreich: Belagerung von Rheinbergen, Bonn und Kaiserswerth
  • 1695 Sekondelieutenant
  • 1697 Premierlieutenant
  • 1702/13 Feldzug gegen Frankreich: Belagerungen von Kaiserswerth, Roeremonde, Geldern, Venloo, Toulon. Schlachten bei Höchstädt (schwer verwundet), Cassano und Turin. Einnahme vonErile und Fennestrelles
  • 15.09.1708 Kapitän und Kompaniechef
  • 22.02.1712 Major
  • 06.10.1713 Oberstlieutenant
  • 02.09.1722 Oberst
  • 26.08.1725 Kommandeur des Infanterieregiments Graf von Lottum (Nr. 14)
  • 29.12.1727 Kommandeur des Infanterieregiments Graf von Finckenstein (Nr. 14)
  • 10.02.1735 Chef des Infanterieregiments von Thile (Nr. 30)
    „Ich bin versichert, daß Ihr das Regiment nicht allein im Stande erhalten, sondern auch immer mehr und mehr verbessern werdet.“
  • 02.02.1734 mit seinem Regiment zur Teilnahme am Feldzug am Rhein befohlen
  • 15.07.1737 Generalmajor mit Patent vom 17.01.1737
  • 1740/42 1. Schlesischer Krieg: Schlacht von Mollwitz (befehligte die Infanterie des ersten Treffens des linken Flügels, hervorragend ausgezeichnet); Schlacht von Chotusitz (befehligte den linken Flügel, Pferd wird ihm unter dem Leib erschossen); Besetzung von Zuckmantel, Belagerung von Brieg, Sturm auf Glogau
  • 04.06.1741 Generalleutnant mit Patent vom 05.06.1741 und Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler als Auszeichnung für Mollwitz
  • 04.07.1741 Amtshauptmann von Wolmirstedt
  • 03.11.1741 Gouverneur von Peitz
  • 1744/45 2. Schlesischer Krieg: Belagerung von Prag; Gefecht bei Habelsichwendt,; Schlachten von Hohenfriedeberg und Soor (besonders ausgezeichnet)
  • 16.01.1745 General der Infanterie mit Patent vom 19.01.1745
  • 21.05.1746 Erlaubnis seines hohen Alters wegen seine „übrige Lebenszeit“ auf seinen Gütern zu verbringen, behält aber sein Regiment
  • 26.05.1747 Generalfeldmarschall
  • gestorben 11.09.1752 zu Potsdam, beigesetzt in Hohenwulsch
  • verheiratet seit dem 13.05.1708 mit Dorethea Sophie von Bostell, 5 Kinder

Generalfeldmarschall von Jeetze war ein vorbildlicher Soldat und Führer. Bekannt für seine persönliche Tapferkeit und vorbildlichen Dienst in der Truppe. So blieb er trotz schwerer Krankheit im 2. Schlesischen Krieg bei der Truppe, bat nur darum „jedesmal sein Quartier in einem nahe gelegenen Haus zu nehmen“ (statt im Zelt zu campieren). Er besaß das Vertrauen der ersten 3 preußischen Könige.

1752 hatte der König ihn nach Potsdam eingeladen. Während dieses Aufenthalts erlitt er einen Schlaganfall und verstarb.

 

Quelle: Kurt von Priesdorff "Soldatisches Führertum", S. 180f, Nr. 250

Die Salami-Kanzlerin – Merkel und Corona

Obwohl ermüdet und angwidert von der Diskussion und der massiven Propagandawelle schreibe ich wieder zur „Pandemie“. Inhaltliche Auseinandersetzungen, Zahlen und Alternativen scheinen fehl am Platze, bewegt sich die Diskussion ohnehin nicht mehr im Rationalem, seit Monaten bereits handelt es sich eher um einen Religionskrieg. Die Kanzlerin mittendrin und führend bei der Auffindung immer neuer Kriterien und Bedingungen für die „Lockerung des Lockdowns“. Waren es zu Beginn der angeordneten Pandemie noch absolute Zahlen und die Befürchtung „das Gesundheitssystem zu überlasten“, war es wenig später der R-Wert, dann stand als Bedingung das Vorhandensein eines Impfstoffs, so sind wir inzwischen beim „Inzidenzwert“ angekommen. Das scheint nunmehr das Meisterwerk von Kanzlerin Merkel und ihrer Helferlein zu sein – lässt sich diese Zahl doch immer weiter verringern: wenn die Inzidenz unter Zahl X fällt, dann ja dann können wir endlich lockern …

Auf diese Art und Weise hält man uns schon seit Monaten hin, verspricht wenig, realisiert noch weniger und das Highlight des letzten „Gipfels“ ist die Öffnung der Frisörgeschäfte zum 01.03. Wäre es nicht so bitter müsste man laut auflachen. Unsere Kanzlerin beweist wieder einmal ihre Meisterschaft bei der Ausübung der im Volksmund Salami-Taktik genannten Handlungsrichtlinie. Warum auch nicht – scheint ja zu funktionieren. Der deutsche Michel lässt sich verängstigen und frisst brav jedes kleine Scheibchen Wurst, dass ihm dargeboten wird. Man muss nur immer wieder neue Gespenster aufbauen. Das neueste Corona-Gespenst ist eine noch nicht genau zu bestimmende Anzahl von „Mutanten“ des alles beherrschenden Viruses, deren Gefährlichkeit niemand bestimmen kann, aber „Vorsicht“ ist geboten!

Die sogenannte 4. Gewalt im Staate ist längst auf Linie gebracht und die aufmüpfigen Corona-Leugner und Covidioten werden tot geschwiegen. Der Todesstoß wird Kritikern der „Maßnahmen“ mit Hilfe der altbewährten Nazikeule versetzt: von „rechtsoffen“ und antisemitisch bis Reichsbürger und Neonazi wird das ganze Repertoire verwendet. Eine politische Opposition scheint nicht zu existieren, lediglich die neoliberale FDP und die faschistoide AfD keifen leise vor sich hin. Die Verfassungsrichter greifen nicht ein, obwohl ein nicht durch das Grundgesetz legitimiertes „Organ“ – der sogenannte Kanzlergipfel – die Macht im Land übernommen hat.

Versagen auf ganzer Linie: die „Sturmgeschütze der Demokratie“ haben die Seite gewechselt, politische Parteien beteiligen sich am Tun der Regierung, die Judikative schweigt und die Legislative schaut ihrer Entmachtung schweigend zu.

Bleibt mir am Ende nur wieder Heinrich Heine zu zitieren:

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!“