Nextcloud 18 RC2

Es ist ja eigentlich nicht meine Art Releasecandidates zu installieren, bei Nextcloud 18 machte ich wieder einmal eine Ausnahme. Dieses mal hatte es sogar einen gewichtigen Grund: meine Wolke stellte von jetzt auf gleich seine Arbeit ein. Jedenfalls schien es mir so. Das Webfrontend meldete einen Error 500, die Clients konnten sich am System nicht anmelden. Eine kurze Recherche und ein occ-Check der Installation auf meinem Server brachte die Ursache ans Licht; die installierte Nextcloud 17 unterstützt die taufrische Version von PHP nicht. Allerdings wurde das Upgrade bereits Mitte Dezember veröffentlicht und ich hatte wohl Ende Dezember aktualisiert. So erschließt sich mir nicht wirklich, warum meine Wolke nun ausgerechnet gestern den Betrieb einstellte.

Es war ein weiter Weg zur Lösung und es gab (und gibt) mehrere Lösungsansätze. Einige findet man in den Foren bei Nextcloud, eine schön beschriebene Anleitung fand ich dann bei Bitblokes. Allerdings war das alles nicht wirklich zufriedenstellend für mich (aus dem einen oder anderen Grund). Und so entschloss ich mich zur Radikalkur. Da der RC2 im allgemeinen der letzte vor dem offiziellen Release ist, installierte ich kurzerhand den. Soweit lief alles glatt und bis auf 3 Apps (siehe Bild unten) – bis auf die QOwnNotesAPI nicht wirklich relevant – läuft alles ohne Probleme. Ich vertraue darauf, dass die API für meine Notizverwaltung bald aktualisiert wird und ich das wirklich sehr gute Tool QOwnNotes auf meinen Desktops bald wieder verwenden kann.

Homeserver 2. Teil

Er ist fertig. Alle Dienste, Programme, Filesysteme sind (hoffentlich) sauber konfiguriert und es ist viel Platz auf meinem Homeserver. Es war ein nicht so weiter aber doch beschwerlicher Weg um alles wieder so zu installieren und zu konfigurieren, dass ich mich am Ende wohl fühlte mit dem Ergebnis. Irgendwie stehe ich mir in solchen Angelegenheiten zunehmend selbst im Weg, verkomplizierend und „um die Ecke“ denkend meist. Am Ende halfen meine selbst verfassten „Tutorials“ zuverlässig und beruhigend. Fast ein Selbstfindungsprozeß war es dieses Mal …

Was war nach meinem letzten Fazit auf dem Homeserver noch zu tun?

  • Zugriff per HTTPS auf meine Nextcloud-Instanz. Ein wenig Zeit war erforderlich bis ich erkannte, dass ich den virtuellen Host im Apache hoffnungslos „verkonfiguriert“ hatte und mich zu einem beherzten Löschen entschloss und die Konfiguration für Port 443 neu erstellte
  • bei Nextcloud war das leidige Weiterleitungsproblem der WebDAV-Schnittstellen zu beheben. Dieses Mal half der entsprechende Eintrag in der Nextcloud-Konfiguration direkt im Apachen
  • Einrichtung einer Samba-Freigabe auf mein Datenverzeichnis
  • Einbindung des Backupmediums – also meiner betagten Synology Diskstatin 211 – per NFS und der Mount des entfernten Dateisystems
  • Erstellung des Backupauftrages zur Sicherung von Nextcloud (Verzeichnisse Daten und Config) und die tägliche Durchführung

Eigentlich alles Dinge die ich hier im Blog lang und breit erklärt und damit recht lückenlos dokumentiert (zum Glück!) habe, aber eben vor 5 Jahren. Seitdem lief der Homeserver klaglos und die entsprechenden Arbeitsschritte wurden in der Erinnerung immer weiter nach hinten geschoben. Bis zum Crash …
Jetzt geniesse ich die wiedergefundenen Funktionen des Systems und nehme mir vor, desöfteren Konfigurationen zu prüfen …

Neues von der IT – Homeserver

Ich hatte es ja schon kurz angedeutet – seit Mitte Juni lief mein Homeserver nicht mehr. Das System-Laufwerk lief aus für mich unerfindlichen Gründen voll und ich bekam es nicht hin, den Fehler zu beseitigen, ja nicht einmal genau zu lokalisieren. Am Wochenende fand ich nun die Zeit mich um das Problem zu kümmern. Am Ende schien mir nichts anderes zu helfen, als die komplette Neuinstallation des Systems. War die eigentliche Installation von Debian 10 kein Problem, gestaltete sich die Einrichtung meiner „must have“-Software deutlich schwieriger. Im wesentlichen handelt es sich dabei um (natürlich) Nextcloud und um den Plexmediaserver für die MP3-Sammlung und Bilder.

Ich musste erfahren, dass ein laufendes System dazu führt, dass man sich nicht mehr oder nicht mehr ausreichend mit den Grundlagen beschäftigt. Das führte zu großen Schwierigkeiten bei der Einrichtung der für Nextcloud erforderlichen Datenbank per MariaDB und zu einigen anderen kleinen Nicklichkeiten, die mir das Leben schwer machten. Nun was solls: mein Homeserver läuft im Wesentlichen wieder, noch nicht ganz so wie ich mir das vorstelle, aber er läuft. Bei vielen Problemen half mir auch mein Blog, dokumentierte ich doch in der Vergangenheit Schritt für Schritt die Einrichtung meines Systems.

Der Plexmediaserver machte weniger Probleme, lediglich die Einbindung der Quellen unter Debian 10 funktionierte nicht. Am Ende blieb lediglich der Download des Debianpakets auf den Homeserver und die Installtion per dpkg. Das ging allerdings ohne Probleme und innerhalb kurzer Zeit begann das Einlesen der eingebundenen Mediatheken. Schon erstaunlich was sich in den vergangenen Jahren an MP3s und Fotos so angesammelt hat …

Einige Kleinigkeiten stehen mir noch bevor, aber ich bin schon ein wenig beruhigt, dass die in Nextcloud enthaltenen Büchersammlungen wieder verfügbar sind auf allen relevanten Systemen.