Friedrich von Egeln

Egeln als Generalmajor 1720 (ehemals Stadtschloß Potsdam)

Eine weitere Biographie, allerdings war der hier vorgestellte Friedrich von Egeln weder Chef der Salzwedeler Kürassiere, noch stammt er aus der Altmark. Seine jahrelange Zugehörigkeit zum interessierenden Regiment, sein Aufstieg vom Reiter zum Generalleutnant und seine Nobilitierung sind für mich Grund genug, ihn hier aufzuführen. Die mir vermittelte Meinung „in Preußens Armee konnten nur Adlige Offizier werden“ spielt wohl eine Rolle bei meinem Entschluß  …

 

  • geb. 18.06.1654 in Tilsit, Vater der Kaufmann Friedrich Egeln
  • 1673 Eintritt als Reiter beim Regiment Derfflinger zu Pferde
  • Feldzug gegen Schweden 1672/79 mit Auszeichnung, insbesondere in der Schlacht von Fehrbellin und beim Übergang nach Rügen
  • 1682 Lieutenant
  • 1689/97 Feldzug gegen Frankreich, Belagerung von Bonn, Schlachten bei Fleutus und Neerwinden
  • 13.02.1692 Rittmeister beim Dragoner-Regiment Sonsfeld
  • 28.01.1703 Major
  • 09.06.1705 Obristlieutenant
  • 1702/13 Feldzug gegen Frankreich; Schlachten Ramilies, Oudenarde und Malpaquet
  • 23.11.1709 Oberst und Kommandeur des Dragoner-Regiments Albe
  • 1715 Feldzug gegen Schweden
  • 1716 mit dem Regiment in Halberstadt
  • 1717 in Ostpreußen und vom König mit der Besichtigung der dortigen Kavallerieregimenter beauftragt, mit dem Regiment in Lyck
  • 27.11.1717 Kommandeur des Grenadier-Regiments zu Pferde Derfflinger
  • 01.10.1718 Kommandeur des Regiments Katte zu Pferde
  • 28.01.1720 Generalmajor
  • 15.04.1723 Chef eines Kürassier-Regiments
  • 06.07.1724 Generallieutenant
  • 18.06.1727 Amtshauptmann von Oletzko
  • 15.10.1734 mit Pension dimittiert
  • 03.08.1735 gestorben in Fischhausen

Aus einfachen Verhältnissen stammend, hatte Egeln eine steile Karriere. Die hohe Meinung die Friedrich Wilhelm I. von ihm hatte, zeigt der schnelle Aufstieg Egelns zwischen 1717 und 1724.

 

Quelle: Kurt v. Priesdorff "Soldatisches Führertum", Band 1 Nr.199, S.122

Neue Literatur – Adolf Menzel und sein Armeewerk

Im Moment scheine ich ein glückliches Händchen zu haben, was das Aufinden von Quellen zu meinen „historischen Sudien“ betrifft: habe ich erst letzte Woche das Buch vom Deutschen Historischen Museum erworben, konnte ich jetzt sogar einen Faksimile-Druck  des „Armeewerks“ von Menzel für relativ bescheidenes Geld erwerben. Neben den Farbtafeln über die Uniformierung der Salzwedeler Kürassiere stehen mir nunmehr also Bilder über die Uniformen aller Regimenter der friderizanischen Armee zur Verfügung. Die Qualität ist hervorragend und so habe ich sehr gute Voraussetzungen meinem Hobby zu fröhnen.

Interessant auch die Geschichte, wie die qualitativ hochwertige Arbeit entstand. Einer der Verlagsbesitzer schilderte mir das so:

Ein Mitglied der „Gesellschaft für Uniform- und Heereskunde“ besaß den Band 1 und vermittelte mich an den Eigentümer eines Schlosses in der Schweiz, der die Bände 2 und 3 sein Eigen nannte.
Seine Sekretärin stellte mich telefonisch jedes Mal mit dem Hinweis „Da ist wieder der Herr Krise . . .“ zu ihrem Chef durch. Ihm fehlte Band 1 und die höchstens 16 Grad kühlen und feuchten Bibliothek seines Schlosses gefährdeten die Farben der Blätter seiner Bände 2 und 3. 
Auf der Rückreise von einem Skiurlaub händigte er mir verabredungsgemäß seine beiden Bände 2 und 3 erstaunlicherweise ohne große Formalitäten zum mehrmonatigen Verbleib in Hamburg aus.
Er verlangte nicht mehr als 4 komplette gedruckte Exemplare „für seine Schlösser“!
 
Geschichten die das Leben schreibt! Auf jeden Fall haben die Herren vom LTR-Verlag ganze Arbeit geleistet und so Menzels Armeewerk für die interessierte Gemeinschaft zugänglich gemacht! Vielen Dank noch einmal von meiner Seite!
 
 
 
 

Kürassiere in Salzwedel – Teil IV zum Download

Nun hat es tatsächlich mehr als 3 Jahre gedauert, dass ich den nächsten Abschnitt zur Geschichte der „Salzwedeler“ Kürassiere fertig und zum Download bereit gestellt habe. Allerdings bediene ich mich eines kleinen Tricks und schildere lediglich einen Teil des 2 Schlesischen Krieges, nämlich nur bis zur Schlacht von Hohenfriedeberg …

Ich hatte ja schon beschrieben wie schwer mir die Arbeit hier fällt, denn die inzwischen sehr gute Quellenlage verführt dazu zu detailgenau zu werden und führt daher zu einer Zersplitterung während der Recherchen. Eines der neu erworbenen Bücher möchte ich an dieser Stellen noch erwähnen: seit Freitag bin ich stolzer Besitzer des vom Deutschen Historischen Museum in Berlin herausgegebenen Buches (eigentlich 2 Bände) „Friedrich der Große und die Uniformierung der preußischen Armee von 1740 bis 1786“, eine wirklich hervorragende Arbeit.

 

In der Detailbeschreibung bei Amazon heisst es:

 Erstmalig werden alle über 200 friderizianischen Uniformstücke aus der Sammlung des Berliner Zeughauses, die heute noch im Deutschen Historischen Museum erhalten sind, in erstklassigen, detailgenauen Farbfotografien gezeigt und mit genauesten Maßangaben und Beschreibungen einzeln vorgestellt. Viele dieser Originale waren bisher gar nicht oder nur durch Zeichnungen oder alte Aufnahmen geringer Qualität bekannt. Ergänzend werden altpreußische Realien aus weiteren europäischen Sammlungen publiziert. Rund 1500 Fotos der fast vollständigen Reihe von Grenadier- und Füsiliermützen, viele Uniformröcke sowie einer Fülle weiterer Stücke wie Kürassier-Kollets und Husaren-Dolmane, Säbeltaschen, Schabracken, Patronentaschen und Hüte führen dem Leser die Uniformierung zur Zeit Friedrichs des Großen vor Augen.