Neues zum Blog – mehr Downloads

Man kann (und ich will auch nicht) immer nur über die gefakte Pandemie schreiben, deshalb ein paar Neuigkeiten vom Blog. Der Downloadbereich gehört für mich zu den Highlights hier und wird von den Lesern auch recht gern genutzt. In den vergangenen Monaten habe ich die Themen ein wenig vernachlässigt, insbesondere den am stärksten frequentierten Bereich, „Computer-Tutorials“. Im wesentlichen sind dort ja computerbezogene Artikel vom Blog als PDF-Dateien zum Download bereit gestellt. Heute habe ich 2 dieser Artikel hinzugefügt: einmal „Grundlagen – User in Linux umbenennen“ und „Nextcloud – Datenverzeichnis verschieben„. Diese beiden (und noch einige andere) Artikel gehören zu den am häufigsten aufgerufenen hier auf der Webseite.

Eine weitere Dienstvorschrift aus der Geschichte der Grenztruppen steht seit heute ebenfalls zum Downlad bereit: die „DV III/3 über die Organisation der Grenzsicherung in der Grenzkompanie“ von 1958 – damit natürlich zur Grenzpolizei gehörend und folgerichtig vom Innenminister Maron bestätigt. Mein ursprüngliches Anliegen – Dokumentation der Schußwaffengebrauchsbestimmungen in der Geschichte der Grenzpolizei/Grenztruppen – spielt hier weniger eine Rolle (weil einfach nicht thematisiert in der Dienstvorschrift). Aus „historischen“ Gründen stellte ich sie trotzdem in den Downloadbereich ein (unter Geschichte/Grenztruppen der DDR).

Wegen Corona-Müdigkeit und Zeitmangel werden in den nächsten Tagen und Wochen weitere Artikel (bzw. externe Dokumente) im Bereich Computer, Geschichte und Militärgeschichte folgen. Lediglich die Weiterführung der Geschichte des „Salzwedeler“ Kürassier-Regiments Nr. 7 dauert noch. Wie bereits hier im Blog erwähnt – die Fülle an Dokumenten und mein Hang zur Genauigkeit führt zu immer weiterführenden „Studien“ …

Ulrich Christoph von Stille

Ulrich Christoph von Stille wurde am 15.10.1654 in Salzwedel geboren. So findet er Eingang in meine kleine Reihe altmärkischer Generäle. Sein Vater Christian war „fürstlich- mecklenburgischer Kammerrat“ und ehemaliger Ober-Ziesenmeister der Altmark (also oberster Steuereintreiber). Seine Mutter Margarethe war eine geborene von Karstedt, wobei mir nicht klar ist ob das mecklenburgische oder brandenburgische Karstädt gemient ist …

Bild aus der alten Kommandantur Magdeburg

 

  • 1671 als Pikenier der Leibwache von Kurfürst Friedrich Wilhelm beigetreten
  • 1672/74 Teilnahme am Feldzug, Einnahme von Graves (verwundet)
  • 1675 Lieutenant bei der Leibwache des Kurfürsten
  • 1675/79 Teilnahme am Feldzug gegen Schweden (Schlacht von Fehrbellin, Belagerungen von Stralsund und Stettin), Feldzug in Preußen
  • 1680 mit dem Regiment „Kurfürstin“ nach Magdeburg in Garnison
  • 1680 Kapitän und Kompaniechef
  • 1686 Feldzug gegen die Türken, Belagerung von Ofen, durch einen giftigen Pfeil verwundet, besonders ausgezeichnet
  • 1689 Major
  • 1691 Oberstleutnant
  • 1693/97 Teilnahme am Feldzug, Schlacht bei Neerwinden (besonders ausgezeichnet), in Piermont Belagerung von Eberburg
  • 1694 Oberst und Kommandeur des Regiments „Markgraf Christian Ludwig“
  • 1698/99 mit einem Bataillon in Pommern zum Schutz gegen Polen
  • 1701/06 Teilnahme am Feldzug in Deutschland und Italien: Belagerung von Kaiserswerth (Schuß ins Bein), Belagerungen von Geldern und Landau, Schlacht von Höchstädt, Übergang über den Gardasee, Schlachten bei Montedina, Cassano und Turin (linke Hand zerschossen)
  • 1704 Brigadier
  • 1705 Generalmajor
  • 1707 wegen Verwundungen nach Deutschland zürück
  • 1708 wieder nach Italien
  • 1711 Chef eines Infanterie-Regiments (später Nr. 20) und Kommandant von Magdeburg
  • 1715 Generalleutnant
  • 08.12.1728 in Magdeburg gestorben

Quelle: "Soldatisches Führertum", Kurt v. Priesdorff, Band 1, S.82, Nr. 136)

Dienstvorschrift der Grenzpolizei – DV III/2 von 1956

Wenn ich mich recht erinnere hatte ich diese Dienstvorschrift schon einmal bereit gestellt, allerdings muss sie bei dem einen oder anderen Serverupdate verlustig gegangen sein. Neu im Downloadbereich im Bereich Grenztruppen der DDR nunmehr die DV III/2 „Dienstvorschrift für den Dienst der Grenzposten“ vom 12. September 1956. Erlassen vom Innenminister, bis 1961 unterstand ihm ja die Grenzpolizei.

Interessanterweise finden sich auf den Webseiten des BStU einige Dienstvorschriften der Grenzpolizei bzw. den Grenztruppen. Wer mit dem Wesen solcher Dokumente vertraut ist und sich die Mühe macht diese zu lesen, erkennt schnell, dass auch 1956 die enthaltenen Schußwaffengebrauchsbestimmungen alles Andere als ein „Schießbefehl“ waren. Deshalb die gummiartige Formulierung, dass die Dienstvorschriften durch „nachfolgende Befehle“ außer Kraft gesetzt wurden. Ein Ding der (militärischen) Unmöglichkeit, wie ich meine.

Auch dieses Projekt – Veröffentlichung von Dienstvorschriften der Grenzpolizei/Grenztruppen – werde ich zu gegebener Zeit fortsetzen.