Kürassiere in Salzwedel – Teil IV zum Download

Nun hat es tatsächlich mehr als 3 Jahre gedauert, dass ich den nächsten Abschnitt zur Geschichte der „Salzwedeler“ Kürassiere fertig und zum Download bereit gestellt habe. Allerdings bediene ich mich eines kleinen Tricks und schildere lediglich einen Teil des 2 Schlesischen Krieges, nämlich nur bis zur Schlacht von Hohenfriedeberg …

Ich hatte ja schon beschrieben wie schwer mir die Arbeit hier fällt, denn die inzwischen sehr gute Quellenlage verführt dazu zu detailgenau zu werden und führt daher zu einer Zersplitterung während der Recherchen. Eines der neu erworbenen Bücher möchte ich an dieser Stellen noch erwähnen: seit Freitag bin ich stolzer Besitzer des vom Deutschen Historischen Museum in Berlin herausgegebenen Buches (eigentlich 2 Bände) „Friedrich der Große und die Uniformierung der preußischen Armee von 1740 bis 1786“, eine wirklich hervorragende Arbeit.

 

In der Detailbeschreibung bei Amazon heisst es:

 Erstmalig werden alle über 200 friderizianischen Uniformstücke aus der Sammlung des Berliner Zeughauses, die heute noch im Deutschen Historischen Museum erhalten sind, in erstklassigen, detailgenauen Farbfotografien gezeigt und mit genauesten Maßangaben und Beschreibungen einzeln vorgestellt. Viele dieser Originale waren bisher gar nicht oder nur durch Zeichnungen oder alte Aufnahmen geringer Qualität bekannt. Ergänzend werden altpreußische Realien aus weiteren europäischen Sammlungen publiziert. Rund 1500 Fotos der fast vollständigen Reihe von Grenadier- und Füsiliermützen, viele Uniformröcke sowie einer Fülle weiterer Stücke wie Kürassier-Kollets und Husaren-Dolmane, Säbeltaschen, Schabracken, Patronentaschen und Hüte führen dem Leser die Uniformierung zur Zeit Friedrichs des Großen vor Augen.

Garnisonsgeschichte Salzwedel – neue Literatur

Seit einigen Tagen hat meine Literatursammlung zur Garnisonsgeschichte Salzwedels Zuwachs erhalten. Für relativ bescheidenes Geld konnte ich ein Standardwerk zur preußischen Militärgeschichte erwerben: “ Die Kampfhandlungen der brandenburgisch-preussischen Armee 1626-1807. Ein Quellenhandbuch“. Das Buch erschien 1964 und entstand in der Reihe „Veröffentlichungen der historischen Kommission zu Berlin beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin“.

Ich war schon vor Jahren beim Stöbern auf diese Publikation gestoßen, habe auch einige Informationen übernommen, kannte aber nur Fragmente – eben das was Google-Books als Leseprobe zur Verfügung stellte. Der behandelte Zeitraum und die Vielfalt der Informationen allerdings reizte sehr, der Preis der für das Buch aufgerufen wird – zwischen 250 – 300 € – schreckte ab. So war es ein glücklicher Zufall, dass ich vor einer Woche auf ein wesentlich moderateres Angebot stieß und sofort bestellte. Zwischen Bestellung und Lieferung vergingen dann noch 4 Tage und seit vergangener Woche befindet sich das beschriebene Quellenhandbuch in meinem Besitz.

Der Autor Dr. Günther Gieraths war zwischen 1936 bis Ende des II. Weltkrieges Direktor der Deutschen Heeresbücherei und hatte als solcher Zugriff auf Quellenmaterial, dass durch den Krieg zerstört wurde. Gewisse Parallelen zu Priesdorff sind sichtbar …

Für die Militärgeschichte Salzwedels ergeben sich auf den ersten Blick einige weiterführende Informationen. Die Stadt diente mehr Truppenteilen als Garnison, als mir bisher bekannt war.

  • 1691 Kür.-Reg. 9
  • 1713 – 1731 Kür.-Reg. 3
  • 1714 Inf.-Reg. 20
  • 1727 – 1806 Kür.-Reg. 7
  • 1742 Kür.-Reg. 8

Natürlich waren meist nicht die vollständigen Regimenter in Salzwedel stationiert, sondern nur Teile, einzelne Eskadronen oder Kompanien etwa. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass tatsächlich alle Garnisonsorte aufgeführt sind, also auch kleinere altmärkische Städte wie Arendsee und Werben, neben den „großen“ Städten Salzwedel, Gardelegen oder Stendal. Es eröffnen sich weitere Möglichkeiten für die Fortführung meiner „Studien“ …

Geschichte des Kürassier-Regiments 7 Teil III

Standarte des Kürassier-Regiments Nr. 7

Es war merklich ruhig hier auf dem Blog. Einer der Gründe dafür war – wenn auch bei Weitem nicht der einzige – die Arbeit am Teil III der Geschichte des in Salzwedel stationierten Kürassier-Regiments 7. Sicher nicht der einzige Grund, aber die Arbeit gestaltete sich aufgrund der inzwischen reichlich vorhandenen Quellen als sehr schwierig. So sehe ich das vorliegende Traktat durchaus nicht als abgeschlossen, aber es drängte nun doch nach „Veröffentlichung“.

Das Ergebnis ist das bisher längste Dokument zum Thema, obwohl hier lediglich 2 Jahre „behandelt“ werden. So lang, dass ich auf eine Veröffentlichung als Blogbeitrag vorläufig verzichten möchte. Stattdessen steht ein PDF zum Download bereit und ich bitte davon reichlich Gebrauch zu machen. Mir ist bekannt, dass einige Interessierte vorhanden sind. Ich bitte auch um Kritik, Verbesserungen, Korrekturen soweit notwendig.

Eingebunden habe ich hier noch einmal die Abhandlung über den altmärkischen Generalleutnant Adolph Friedrich Graf von der Schulenburg. Ich bin der Meinung, dass dieser General im gewählten Kontext eingebunden werden muss um mehr über die Zeit und ihre Gepflogenheiten zu erfahren.