Das Pfefferminz- Experiment – Westernhagen

Westernhagen reiht sich ein in die Reihe „alter Helden“. Sie sind auch so ziemlich ein Alter und haben die 70 mehr oder weniger würdevoll erreicht. Lindenberg, Springsteen und eben auch Westernhagen.

Nach Springsteens „Western Star“ ist „Das Pfefferminz-Experiment“ die 2. Überraschung für mich in diesem Jahr. Allerdings geht Marius Müller-Westernhagen einen anderen Weg: statt neuer Titel überarbeitet und interpretiert er seine 1978er Erfolgsplatte „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ neu. Das Ergebnis ist zwiespältig. Statt Bluesrock jetzt irgendetwas zwischen Blues und Country. Einige Titel verlieren für mich deutlich an Kraft (z.B. „Margarethe“), andere klingen interessant. Besser finde ich nicht einen.

Reinen Blues hätte ich wohl besser gefunden, wenn schon „entschleunigt“ werden muss. Mir persönlich ist das Album zu „amerikanisiert“. Allerdings stelle ich (gerade bei „Mit 18“) eine Gewöhnung an den Sound fest. Muss mir die Platte wohl noch einige Male anhören. Im Moment verlangt es mich sehr nach den Original-Titeln …

Musiktipp – Eizbrand

Die lange Ruhe auf dem Blog hatte wieder mal verschiedene Gründe und doch begegnete mir wieder Vergnügliches 😉 . Eine dieser Neuheiten will ich heute vorstellen – Eizbrand. Die Jungs kommen aus dem Ruhrpott und vom „linken Niederrhein“ wie auf ihrer Webseite bekanntgegeben wird. Sie stehen ebenso wie Unantastbar beim Label „Rookies and Kings“ unter Vertrag und durch das Label wurde ich auch auf die Platte von Eizbrand aufmerksam gemacht. Dieses Mal war ich mit der Empfehlung sehr zufrieden (Bands wie Artefuckt und Freiwild sind eher nicht so mein Ding) und das „Hineinhören“ führte zum Kauf der ganzen Platte.

Unverbrauchter, vielseitiger deutscher Rock – von der Hymne bis zur Ballade – das Debutalbum „Feuertaufe“ bietet alles. Für mich natürlich wichtig fehlt auch das Quentchen Pathos nicht. Von mir eine glatte Kaufempfehlung …

Das „offizielle Karaoke-Video“ hat den Vorteil, dass ich nicht mühselig den Text tippen oder suchen muss. Wobei ich ernsthaft Zweifel daran habe, dass Eizbrand die Karaoke-Bars im deutschsprachigen Raum erobert.

Springsteen zum 70.

Bild von Intvglobal.com

Bruce Springsteen – „The Boss“ – wird heute 70 Jahre alt. Trotz seiner großen Erfolge gehört er nicht zum Mainstream, geht seinen eigenen Weg, macht seine eigene Musik. Wer ihn einmal im Konzert erlebt hat, wird meine Begeisterung teilen. Springsteen zelebriert seinen Stil, seine Musik und schont weder sich noch seine Musiker. Das Publikum schon gar nicht … Und die Flamme springt über zum Publikum.

So erging es mir jedenfalls. Das Konzert 2013 in Leipzig war eine Offenbarung für mich. Natürlich kannte ich vorher Bruce Springsteen, mochte seine Musik und hörte sie. Ab und an … Aber ein derartiges Konzert hatte ich vorher noch nicht erlebt. Authentisch, ehrlich, energiegeladen.

Seine akuelle Platte – „Western Stars“ – aus diesem Jahr ist das 19. Studioalbum Springsteens. Und wieder einmal bietet der Boss eine neue Facette an. Mir selbst gefallen die rockigeren, härteren Alben besser.

Ich wünsche dem Boss noch viele Jahre und hoffe noch einmal ein Springsteen-Konzert erleben zu dürfen. Nur nicht unbedingt im Berliner Olympiastadion …

Im Feuilleton der heutigen „Jungen Welt“ findet ihr einen ausführlichen Artikel zum 70. Geburtstag Springsteens …