Artikel von Wladimir Putin zum Beginn des 2. Weltkrieges

Ich möchte den heutigen Tag zum Anlass nehmen (heute vor 79 Jahren überfiel Deutschland die Sowjetunion), auf einen Artikel zum 2. Weltkrieg zu verweisen. Geschrieben hat ihn Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation. Bereits im November 2019 angekündigt, wurde er am 19. Juni auf der Webseite des russischen Präsidenten veröffentlicht, sowohl in (natürlich) russisch als auch in englisch. Torsten Röper steuert in seinem Internetauftritt eine deutsche Übersetzung bei.

Ich halte den Artikel für sehr wichtig, zeigt er doch die Positionen Putins v.a. auch zur Geschichte des Beginns dieses Krieges, die Rolle der Westmächte und Polens zu Beginn des Krieges. Dem Versuch Geschichte „umzuschreiben“ – wie es in den vergangenen Jahren immer wieder versucht wird – tritt er damit entgegen. Insbesondere Polen tritt dabei in den vergangenen Monaten stark hervor.

Bereits in der Benennung der Ursachen des Krieges nennt Putin einen gewichtigen Grund:

Die Ursachen des Zweiten Weltkriegs sind größtenteils auf die Entscheidungen zurückzuführen, die nach dem Ersten Weltkrieg getroffen wurden. Der Versailler Vertrag ist für Deutschland zu einem Symbol tiefer Ungerechtigkeit geworden. De facto ging es darum, das Land auszurauben, das den westlichen Verbündeten enorme Reparationen zahlen musste, was seine Wirtschaft vollkommen erschöpft hat. Der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte, der französische Marschall Foche, hat Versailles prophetisch charakterisiert: „Das ist kein Frieden, das ist ein Waffenstillstand für zwanzig Jahre.“

Es war die nationale Demütigung, die den Nährboden für radikale und revanchistische Gefühle in Deutschland geschaffen hat. Die Nazis haben geschickt mit diesen Gefühlen gespielt, haben ihre Propaganda darauf aufgebaut und sie versprachen, Deutschland vom „Erbe von Versailles“ zu befreien, seine frühere Macht wiederherzustellen, damit haben sie das deutsche Volk in einen neuen Krieg getrieben. Es ist paradox, aber westliche Staaten, insbesondere das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten, haben das direkt oder indirekt ermöglicht. Ihre Finanz- und Industriekreise haben sehr aktiv in deutsche Fabriken investiert, die militärisches Material hergestellt haben. Und unter der Aristokratie und dem politischen Establishment im Westen gab es viele Anhänger radikaler, rechtsextremer, nationalistischer Bewegungen, die damals in Deutschland und Europa an Zulauf gewannen.

Aus dem Artikel

Nicht alles im Artikel halte ich für richtig und wichtig, allerdings werden durch Putin eine Reihe historischer Fakten genannt, die – trotz Propagandagetöse – unbestritten sind.

Ich möchte hier auf den gesamten Text auf der Webseite Thomas Röpers verweisen, stelle den gesamten Text aber auch als Download in der Rubrik Geschichte/2. Weltkrieg zum Download bereit.

Update 24.06.: Auf der Seite der russischen Botschaft in Deutschland findet sich nunmehr auch eine offizielle Übersetzung.

Corona 7 – Genauigkeit der PCR-Tests

Eigentlich nicht mein Thema, aber Corona beschäftigt natürlich trotzdem. Hinter dem Pandemie-Wahnsinn werden so viele politische Schweinereien versteckt bzw. damit begründet, dass man am Thema einfach nicht vorbei kommt. Der Widerspruch wächst, aber die Panikmache geht ungebremst weiter. Dieses mal ist es nicht einmal in erster Linie die Presse die Verantwortung trägt – nein dieses Mal ist es die Regierung die Panik und Angst unter den Menschen verbreitet.

Zuerst einmal die aktuellen Zahlen vom RKI von heute: 187.184 positiv Getestete, 8.830 an Covid-19 Verstorbene und 173.600 „Genesene“, das heißt im Moment sind 4.754 Menschen in Deutschland positiv auf den Virus getestet bzw. infiziert. Bei 81,5 Millionen Einwohnern ist das ein Prozentsatz von 0,0058%. Ich mag ahnungslos und natürlich bar jeden medizinischen Fachwissens, allerdings scheint mir diese „Durchseuchung“ nicht wirklich hoch zu sein.

Vor ein 1-2 Tagen stieß ich auf die Information, das Gesundheitsminister Spahn in einem Interview folgendes äußerte:

Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht nachher durch zu umfangreiches Testen – klingt jetzt total … da muss man erstmal um zwei Ecken denken – durch zu umfangreiches Testen zu viele falsch Positive haben. Weil die Tests ja nicht 100 Prozent genau sind, sondern auch eine kleine, aber eben auch eine Fehlerquote haben. Und wenn sozusagen insgesamt das Infektionsgeschehen immer weiter runtergeht, und Sie gleichzeitig das Testen auf Millionen ausweiten, dann haben Sie auf einmal viel mehr falsch Positive. Das sind so die Dinge, mit denen man sozusagen erst konfrontiert wird in der weiteren Folge, und die Erkenntnisse. Und deswegen macht es schon auch noch Sinn: Wir machen das Angebot, mehr zu testen, das geht jetzt auch. Aber nicht einfach nur wild jeden Tag zu testen, sondern wenn, dann schon auch mit einem gewissen Ziel.

Da ich weder in den Druckmedien noch in der ARD-Mediathek einen Link zum Thema fand, hier der Mittschnitt auf Youtube.

Diese Aussage überraschte mich und ich setzte mich intensiver mit dem Thema auseinander. Insbesondere die Begriffe „Spezifität“ und „Sensitivität“ in Bezug auf die Tests scheinen ja eine enorm wichtige Rolle zu spielen. Die Informationen im folgenden Video erklären sehr genau die Auswirkungen bzw. die Wechselwirkungen zwischen Anzahl der Tests, Durchseuchung, Spezifität und Sensitivität.

Einfach kaum zu glauben

Samuel Eckert sagt es in seinem Video sehr deutlich: das ist keine Raketenwissenschaft! Das wissen auch Drosten, Wieler, Merkel und (wie das oben verlinkte Video beweist) Spahn.

Tag der Befreiung

Gedenken an den Großen Vaterländischen Krieg in Coronazeiten: Anlässlich der landesweiten Kampagne »Fenster des Sieges« dekoriert ein Moskauer Kind die Wohnung (4. Mai 2020) Bild Junge Welt

Auch in diesem Jahr möchte ich dieses Tages gedenken, auch (nicht nur) weil wir in diesem Jahr den 75. Jahrestag des Tages der Befreiung begehen. Ich fand heute in der Jungen Welt einen sehr guten Artikel zum Thema, deshalb verzichte ich in diesem Jahr auf eine persönliche Stellungnahme.

Heute vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der faschistischen Führung in Berlin. Das Morden hatte am 1. September 1939 mit dem Angriff der Naziwehrmacht auf den Nachbarstaat Polen begonnen, es wuchs sich binnen weniger Tage zu einem europäischen Krieg und 1941 zu einem Weltbrand aus. Allein in der UdSSR kostete der deutsche Überfall 27 Millionen Sowjetbürger das Leben. Sechs
Millionen Juden wurden in den Konzentrationslagern der Nazis ermordet, Tausende Städte und Ortschaften verwüstet.
Das unermessliche Leid, mit dem das Hitlerregime den Erdball überzog, droht heute der Vergessenheit anheimzufallen oder von Geschichtsfälschern relativiert zu werden. Seit Jahren fordern dagegen Initiativen und Einzelpersonen, den Tag der Befreiung bundesweit als gesetzlichen Feiertag einzuführen. Bei der offiziellen Politik stoßen sie damit auf taube Ohren.
Wenig erstaunlich: Auch AfD-Fraktionschef Alexander Gauland weist das Begehren mit der Begründung zurück, der 8. Mai sei für Deutschland ein »Tag der absoluten Niederlage«.
Klar ist: Wer diesen Tag nicht feiert, hat verloren. In Russland, das im Zweiten Weltkrieg den größten Blutzoll zu entrichten hatte, wird wie in jedem Jahr der 9. Mai als »Tag des Sieges« gefeiert. Bittere Ironie: Nur dem Coronavirus ist es zu verdanken, dass an diesem Datum nicht wieder deutsches Militär – diesmal im Rahmen des NATO-Manövers »Defender 2020« – an der russischen Grenze operiert. Die Geschichte von 1933 bis 1945 lehrt: Die Pest imperialistischer
Kriege wütet mitunter schlimmer als jede Pandemie.