Es ist an der Zeit – Wader und Freunde

Dieses Lied prägte mich, selbst in meiner „uniformierten Zeit“ sah ich keinen Widerspruch zwischen Wader und mir. Schließlich trug ich die Uniform um zu verhindern, dass wieder junge Menschen sinnlos auf den Schlachtfeldern dieser Welt verbluten. Und ehrlich – auch heute sehe ich keinen Widerspruch in meinem damaligen Tun und dem Lied.

Das allerdings der Titel eine Steigerung erfahren kann in Intensität und Aussage hätte ich nicht erwartet. Hannes Wader zusammen mit Reinhard Mey und Konstatin Wecker bei der Interpretation – eine kaum erwartete Steigerung der Intensität, der Emotionalität zeigt sich. Jedenfalls bei mir …

 

Songs an einem Sommerabend 2014 beim BR

Bereits 2015 habe ich das Original hier im Blog vorgestellt, trotzdem hier noch einmal der Text:

Weit in der Champagne im Mittsommergrün
Dort wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blüh’n
Da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht
Im Wind, der sanft über das Gräberfeld streicht
Auf deinem Kreuz finde ich toter Soldat
Deinen Namen nicht, nur Ziffern und jemand hat
Die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt
Und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt

Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben

Hast du, toter Soldat, mal ein Mädchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt
Können Zärtlichkeit und Vertrauen gedeih’n
Warst Soldat, um zu sterben, nicht um jung zu sein
Vielleicht dachtest du Dir, ich falle schon bald
Nehme mir mein Vergnügen, wie es kommt, mit Gewalt
Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann
vor dir selber geschämt und es doch nie getan

Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben

Soldat, gingst du gläubig und gern in des Tod?
Oder hast zu verzweifelt, verbittert, verroht
deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluß?
Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuß.
Oder hat ein Geschoß Dir die Glieder zerfetzt
hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt
bist Du auf Deinen Beinstümpfen weitergerannt
und dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand?

Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben

Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur
Von deinem Leben, doch hör‘ meinen Schwur
Für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein:
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein
Dann kann es gescheh’n, daß bald niemand mehr lebt
Niemand, der die Milliarden von Toten begräbt
Doch finden sich mehr und mehr Menschen bereit
Diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit

Intermezzo – zum Blog

 

Es ist ruhig geworden auf meinem Blog. Das ist nicht ungewöhnlich wie die Handvoll treuer Leser weiss, ungewöhnlich sind dieses Mal vielleicht die Umstände, die zur Blockade führten. Hauptgrund ist tatsächlich Corona! Nicht die krampfhaften Versuche die Pandemiesimulation aufrecht zu erhalten, nicht einmal die persönliche Frustration wegen der Maßnahmen und Einschränkungen …

Ich bin seit nunmehr fast 27 Jahren als Systemadministrator tätig, eine Arbeit, die zum Beruf gemachtes Hobby für mich ist. Mich verbindet eine tatsächliche Leidenschaft mit dieser Tätigkeit. Das geht soweit, dass täglich der Rechner auch nach Feierabend in Betrieb ist, ich mich auch in meiner Freizeit mit der bunten Welt der IT beschäftige. Es ist oftmals eine Symbiose zwischen Freizeit und Broterwerb – beide Seiten profitieren von der jeweils anderen. Corona (oder vielmehr die Maßnahmen der Bundesregierung und das Echo in meinem konkreten Arbeitsumfeld) hat dies geändert. Die Anforderungen zur Realisierung des allerneuesten Trends „Homeoffice“ hat pandemische Ausmaße erreicht. Bewegte sich die Zahl meiner Telefonate vor Dezember 2020 bereits in einem hohen Bereich (so um die 20 täglich, immer verbunden mit aktiven Handlungen per Remotezugriff auf die entsprechenden Computer), bin ich jetzt an meiner persönlichen Grenze angekommen. Jeden Tag um die 30 Anrufe zu realisieren, verbunden mit diversen Hilfestellungen und Problemlösungen, bringt mich an den Rand meiner Leistungsfähigkeit. So ist es ein früher für mich unvorstellbarer Fakt in dieser Woche eingetreten: nicht ein einziges Mal habe ich in dieser Woche einen Rechner gestartet, um meine Freizeit zu gestalten!

Hinzu kamen Enttäuschungen in der engsten Familie, kleine Verrätereien, Feigheiten und Enttäuschungen – Sachen die mich im Normalfall nicht allzu lange beschäftigt hätten. Die Kombination aus beidem und das wohl seit Monaten relativ hohe Stresslevel im Job hinterliessen dann doch Spuren. Ich danke meinem Schöpfer (und meinen Ausbildern an der Offiziersschule 😉 ) für die natürliche und antrainierte Resistenz gegen Überlastung!.

Ja es wird hier weiter gehen, ich werde mich wieder interessierenden Themen zuwenden, meine Meinung formulieren und Downloads zur Verfügung stellen. Apropos: im vergangenen Jahr wurden durch euch ca. 4.000 Dokumente von dieser Seite herunter geladen (genauer in etwa 9 Monaten, zwischen dem 20.03. und dem 25.12.1010).

 

Guten Rutsch und ein glücklich(er)es 2021

Bild von Fotocommunity

und ein glücklicheres Jahr 2021, ohne Pandemiepanik, im Kreise der Familien und Freunde. Die Härten des Jahres 2020, massive Eingriffe der Politik (des Staates) in das persönliche Leben und der Beginn des Zusammenbruchs der Fassadendemokratie brachten mMn zu wenige Menschen zum Nachdenken, zu wenige zum Aufwachen.

Ich für meinen Teil möchte für euch folgenden Wunsch zum Ausdruck bringen: ICH WÜNSCHE EUCH

Für das neue Jahr soviel Glück wie Wassertropfen im Meer, soviel Liebe wie Sterne am Himmel und Gesundheit an jedem Tag! (irgendwo gelesen).

Damit ist alles gesagt und wir hoffen, dass 2021 diese Wünsche erfüllt …