Informationsquellen

Im Moment fällt es mir schwer zu all den aktuellen Themen Stellung zu nehmen – zu undurchsichtig und vernebelt erscheinen die Informationen, zu klar das Ziel der öffentlichen Informationsquellen. So hat sich ein regelrechter Stau an Themen angesammelt, den abzuarbeiten ich mich außerstande sehe. Natürlich interessieren mich diese Themen, natürlich setze ich mich mit Vielem auseinander, aber Wertung und dann noch öffentlich – im Moment von meiner Seite nicht möglich. Zu gering sind die historischen Kenntnisse, zu nebulös die öffentlich zur Verfügung gestellten Informationen. Nur eines ist klar – die Interessen der hinter den Massenmedien stehenden Gruppierungen.

Interessant dagegen finde ich, welche Möglichkeiten dennoch bestehen, sich zu informieren. Ja natürlich meine ich damit die sogenannten neuen Medien, vor allem das Internet. „Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst“ heißt ein gerade erschienenes Buch von Albrecht Müller (einer der Macher der Nachdenkseiten) und diesem Credo fühle ich mich durchaus verpflichtet.

Um einen kleinen Anstoß zum Hinterfragen und Denken zu geben, möchte ich hier eine kleine Auswahl von mir genutzter Informationsquellen bereit stellen, die Wiederbelebung einer Blogroll hier auf der Seite erwäge ich noch.

  1. Anti-Spiegel. Autor Thomas Röper bietet auf seiner Seite (neben der namensgebenden Auseinandersetzung mit dem „Spiegel“) vor allem interessante Übersetzungen offizieller und medialer Stellungnahmen zum Tagesgeschehen aus Russland.
  2. Antikrieg. Klaus Madersbacher bietet deutsche Übersetzungen der Seite antiwar.com, um auch im deutschsprachigen Raum „seriöse Informationen“ zu verbreiten.
  3. Analitik. Hier im Blog schon mehrfach erwähnt
  4. Nachdenkseiten. Sie dürfen hier nicht fehlen. Neben dem internationalen Geschehen auch breite Information über die deutsche Politik.
  5. Opablog. Dr. Klaus-Peter Kurch betreibt einen privaten Blog. Vielseitig interessiert bieten seine Wortmeldungen immer wieder interessante Denkansätze und Links zu weiterführenden Inhalten.
  6. RT. Blick auf das Weltgeschehen aus russischer Sicht. Bietet auch deutschen Autoren Raum zur Diskussion.
  7. Infosperber
  8. Southfront

Quo vadis, Greta?

Die Hype um Greta Thunberg erreicht hysterische Ausmaße. Die Mächtigen dieser Erde empfangen sie und lassen sich gehörig den Kopf waschen, lauschen inbrünstig ihren Reden und überschütten die 16jährige mit Preisen. Bei mir persönlich ruft all das vor allem Eines aus – Unbehagen. Und Misstrauen.

Es ist kaum möglich sich den medialen Darstellungen zu entziehen und obwohl ich der Show bisher weitgehend ausweichen konnte, wurde ich mit dem bisherigen Meisterstück der kleinen Schwedin doch konfrontiert. Der Auftritt vor der UN versetzte mich in Erstaunen, denn was Greta dort präsentierte war Meilen entfernt von dem, was ich von einer 16jährigen erwartet hatte. Perfekt vorbereitet, jede Interpunktion genauestens gesetzt (und eingesetzt). Eine perfekte Rede. Für mich wirkte das alles zu glatt, zu perfekt.

Die Apologeten des Klimawandels werden mir hier wohl Oberflächlichkeit und einer Diskussion ad hominem vorwerfen, doch mir geht es bei diesem Auftritt ähnlich wie beim Mädchen aus Aleppo, die in perfektem Englisch aus der umkämpften Stadt twitterte: Zweifel an der Authentizität sind das stärkste der Gefühle, die sich da entwickeln.

Eine inhaltliche Auseinandersetzung will (und kann) ich hier nicht führen. Das machen andere besser und mit fundierterem Wissen. Ich empfehle z. B. den Vortrag des emirierten Professors Kirstein.

Interessant u.a. die vorgenommene Unterscheidung zwischen Klimatologen und „Klimawissenschaftlern“ …

Die Rede Greta Thunbergs bei der UN veranlasste Frank W. Haubold dazu, einen offenen Brief an die Schwedin zu veröffentlichen, der mich zu dem vorliegenden Artikel inspirierte.

Du hast erst dieser Tage in New York eine Rede gehalten, die man wohlwollend als „sehr emotional“ oder weniger freundlich als „hysterisch und anmaßend“ beschreiben könnte. Ich weiß nicht, ob Du den Text selbst entworfen hast, aber das spielt letztlich auch keine Rolle, denn indem Du ihn vorgetragen hast, ist er untrennbar mit Deinem Namen und Deiner Person verbunden. Du sagtest eingangs: „Das hier ist alles falsch, ich sollte hier nicht sein, ich sollte zurück in der Schule sein auf der anderen Seite des Ozeans…“.

Das ist richtig, aber aus ganz anderen Gründen, als Du sie benennst, denn Du solltest tatsächlich besser wieder zur Schule gehen, nicht nur wegen des dort vermittelten Wissens, sondern auch um nicht noch tiefer in den Abgrund aus falschen Gewissheiten, Zwangsvorstellungen, Selbstüberhöhung und Sendungsbewusstsein zu geraten, der dich anderenfalls nie wieder freigeben wird.

Zitat aus dem Brief

Der ganze Brief findet sich bei Geolitico, eine der Webseiten die abseits des Mainstream versuchen zu informieren.

Musik-Tipp – Lacky

Reinhard Lakomy, oder Lacky wie in jeder genannt hat, gehörte zu den ganz Großen der DDR-Musikszene. Von Pop und Rock bis Jazz und Schlager bewegte er sich und schrieb mit seinem Kinder-Musical „Der Taumzauberbaum“ Musikgeschichte. Das er auch eine „Wende-CD“ für Erwachsene veröffentlichte, war mir bisher unbekannt.

Lacky ließ sich nicht verbiegen, zeigte Haltung. Einen der schönsten Titel der 1993 erschienenen Produktion „Die 6-Uhr-13-Bahn“ ist für mich der feinsinnige Titel „Alles Stasi ausser Mutti“:

Auf einmal kommen sie daher,
so neugeborn und zeitenleer,
und wohnten doch im selben Haus,
warn Mauerstein des selben Baus.
Heut scheißen sie ins alte Nest,
und nehmen ihm den letzten Rest,
der Weg nach oben ist das wert,
erlaubt ist, was den Mann ernährt.Und alles warn nur die andern,
und das Leben ist jetzt tutti,
tittentutti, tittenfrutti,
alles Stasi, außer Mutti,
selber war man nur der Karren,
niemals war man Pferd,
so bleibt man stets unversehrt.
Und alles warn nur die andern,
und das Leben ist jetzt tutti,
tittentutti, tittenfrutti,
alles Stasi, außer Mutti,
selber war man immer nur,
der Zukunft zugewandt,
Deutschland, einig Vaterland.Sie sind so krumm, wie opportun,
sie spiegeln sich in ihren Schuhn,
so stehn sie vor der neuen Tür
und zeigen ihre alte Kür:
Die Klinke greift man tief gebückt,
auf Knien wird sie herabgedrückt,
und auf dem Bauch zur Tür hinein,
tritt ein, tritt ein, bring Glück herein.Quelle: Musixmatch