Videodownload youtube-dl

Zeit ein weiteres kleines aber feines Tool vorzustellen, heute youtube-dl.

Schon vor etwas längerer Zeit wurde ich mit dem Problem Videodownload von Portalen wie Youtube konfrontiert. Nicht für den privaten Konsum, sondern hier in der Firma. Hersteller stellen häufig Beschreibungen bzw. praktische Anleitungen auf Videoportalen bereit, was aber wenn keine Internetverbindung am Tag oder Lokation der Präsentation zur Verfügung steht? Dann wäre es schön wenn das Video lokal zur Verfügung stünde. Allerdings stehen dem einige rechtliche Probleme im Weg, denn z.B. Youtube schreibt in seinen Nutzungsbedingungen eindeutig fest, dass Nutzer die bereit gestellten Videos lediglich in Echtzeit ansehen dürfen. In unserem Fall handelte es sich nicht um Youtube-Videos, der Lieferant nutzte andere Video-Portale, die mit dem Download bereit gestellter Videos keine Probleme haben.

Man findet einige praktikable Lösungen für Linux-Distributionen, mein Favorit seit langem ist das schlanke Konsolenprogramm youtube-dl. Der Name deutet auf das ursprüngliche Ziel der Entwickler hin, aber inzwischen unterstützt das Programm mehr als 300 verschiedene Videoportale bis hin zu den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Propagandaschleudern und lässt kaum einen Wunsch offen. Selbst Livestreams lassen sich mit youtube-dl mitschneiden. Das Programm der Wahl ist gefunden, nun geht es an die Installation. In meinem KDE NEON erfolgt die Installation auf der Konsole, mit folgendem Befehl:

sudo wget https://yt-dl.org/downloads/latest/youtube-dl -O /usr/local/bin/youtube-dl

Nach der Installation muss youtube-dl noch ausführbar gemacht werden, in unserem Fall für alle:

sudo chmod a+x /usr/local/bin/youtube-dl

Vor dem ersten Start nach eventuell vorhandenen Updates suchen und diese installieren:

sudo youtube-dl -U

Jetzt benötigen wir lediglich noch die Internetadresse des Videos unserer Wahl und geben an der Konsole lediglich ein:

youtube-dl <Webadresse des Videos>

Mehr ist tatsächlich nicht nötig. Das Video wird in dem Ordner abgelegt, in dem wir uns aktuell befinden, im Standard also im Homeverzeichnis des aktuelle Nutzers. Wen es interessiert: mit

youtube-dl --list-extractors

kann man sich die lange Liste der unterstützten Videoportale ansehen.

Natürlich gibt es auch eine GUI für das Programm, eine Erläuterung für Ubuntu/Debianbasierte Derivate findet ihr z.B. im Wiki der Ubuntu-Community.

Fenster der graphischen Oberfläche

Fazit: eine eierlegende Wollmichsau für den Videodownload unter Linux findet ihr in youtube-dl. Klein, handlich, schnell, auf Wunsch sogar mit graphischer Oberfläche.

Struktur – ein weiterer Versuch mit Tellico

Wieder musste ich feststellen, dass ich selbst – vielmehr meine „Arbeitsweise“ – das größte Hemmnis bei der Verwirklichung meiner Projekte ist. Die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nutzend, von der Deutschen Digitalen Bibliothek bis hin zum Google- Books-Projekt finden sich nunmehr Unmengen an interessanten und interessierenden PDF-Dokumenten auf meinen Rechnern. Allein es fehlt Struktur, Übersicht, Zugriff. Nextcloud ermöglicht zwar auf allen Rechnern Zugriff auf die digitale Sammlung zu haben, aber die Übersicht fehlt eben. Um diese Übersicht zu erhalten soll wieder einmal Tellico, der „KDE-Collection-Manager“ dienen.

Zwischen Weihnachten und Silvester habe ich es immerhin erreicht, dass die Dateistruktur auf den verschiedenen Geräten einheitlich ist und damit die Voraussetzung geschaffen, dass nunmehr Verlinkungen auf allen relevanten Endgeräten gleich und damit abrufbar sind. Damit wird es möglich die Dateien in Tellico versehen mit Schlüsselwörtern, Kategorien, Inhaltsangaben usw. direkt zu verlinken, im besten Fall überhaupt zu finden. Natürlich gilt es diese neue Struktur jetzt auch mit Leben zu füllen. Der Anfang dafür ist jedenfalls getan.

Nebenher fiel mir auf, dass auch meine Bücher (also auch die „normalen“) lediglich fragmentarisch erfasst sind, nicht einmal die Neuerwerbungen finden Platz in der Datenbank. Auch hier gilt es wohl ein wenig disziplinierter vorzugehen. Also doch gute Vorsätze? Nee nicht wirklich 😉 – am Ende ist das alles nur Freizeitbeschäftigung, Hobby. Also Druck ist nicht erforderlich, überflüssig.

Trotzdem: eine vorgegebene Struktur des Handelns (so von „Klarmachen der Aufgabe“ bis „Organisation des Zusammenwirkens“) hatte durchaus Vorteile …

Android File Transfer

Es ärgert mich immer wieder: regelmäßig treten beim Filetransfer zwischen Android und meinem Linux Probleme auf. Entweder wird das Galaxy Note 8 gar nicht erkannt, kein Zugriff auf die Speichermedien ist möglich oder Nautilus meldet einen „unbekannten Fehler“. Da ich zum fotografieren inzwischen ausschließlich das Note benutze, ist die Möglichkeit des Filetransfers zwar nicht lebenswichtig aber doch eine recht wichtige Funktion für mich geworden.

Gestern wurde ich auf eine kleine aber feine App aufmerksam: Android File Transfer for Linux. Ursprünglich für die Mitbewerber mit dem angebissenen Apfel entwickelt, wurde sie nunmehr auf Qt portiert und steht nunmehr auch für KDE zur Verfügung. Die aufgeführten Eigenschaften klangen überzeugend:

  • einfache Benutzeroberfläche
  • Drag&Drop vom Linux zum Telefon
  • Batch-Download (Telefon zum Linux)
  • Fortschritsanzeige der Übertragung
  • keine Dateigrößenbeschränkungen

Für Ubuntu-Systeme (also auch für mein KDE Neon) existiert eine ppa die auf gewohnten Wege die Einbindung der Quelle ermöglicht.

sudo add-apt-repository ppa: samoilov-lex / aftl-stabil

Danach Update der Softwarequellen und Installation des Programms:

sudo apt-get update && sudo apt install android-file-transfer

Das kleine aber feine Programm findet sich danach im KDE-Menu unter dem Punkt Dienstprogramme.

Nach dem Start öffnet sich die versprochene übersichtliche Benutzeroberfläche.

Mit einem Rechtsklick auf das/die Verzeichnis/se oder Datei(en) können die gewählten Inhalte auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden. Funktionierte auf Anhieb und problemlos. Es gilt nur zu beachten, das der Androide nicht bereits im System gemountet ist (z.B. in Nautilus)