Corona und die Freiheit

Kein Kommentar, schon gar kein medizinischer, meinerseits zur „Pandemie Corona“ die Deutschland und die EU im Griff hat. In der vergangenen Woche im Job sehr damit beschäftigt „Home-Office“ für die jungen Mütter der Firma zu ermöglichen. Erstaunen ob der Möglichkeiten auf Seiten der Mädels. Meinerseits die Erkenntnis, dass gerade die zu Hause bleiben müssen, für die Möglichkeiten des Remote-Zugriffs auf Netzwerk und Server nicht vorgesehen sind …

Gespräche im Umfeld, u.a. mit Medizinern (nach eigener Aussage keine „richtigen Ärzte, sondern lediglich Orthopäde“ bzw. Chirurg) bestätigen mein laienhaftes Erstaunen über die Panik die durch Politik und Medien verbreitet wird. Der Gedanke, dass mit großem Brimborium Rechte eingeschränkt werden, um zu testen wie weit ohne Widerstand gegangen werden kann, verstärkt sich. Corona als Testfeld der Politik, Begründung für Notstandsgesetze und Ausgangssperren. In wenigen Tagen vermute ich Militär auf den Straßen, Voraussetzungen wurden in den vergangenen Jahren geschaffen.

Ulrich Gellermann bringt es auf seiner Rationalgalerie auf den Punkt:

Im Namen der Gesundheit wird die Freiheit abgeschafft. Und die Verschwörung kommt nicht düster, sondern klinisch weiß daher: Je mehr Verbote desto gesünder ist das Land. Wer sich an die Spitze der Verbote setzt, kann die nächste Wahl gewinnen. In dieser Konkurrenz liegt die sächsische AfD ganz vorn, es sei „perfide, angesichts der Corona-Pandemie Tausende Bürger weiter in ihren Betrieben arbeiten zu lassen und gesundheitlichen Gefahren auszusetzen“. Nicht weit davon entfernt der grüne Ministerpräsident in Baden-Württemberg: „Wir müssen unser Land jetzt herunterfahren – bis fast auf Null“. Bis auf Null die Strom – und Wasserwerke? Auf Null die Busse und Bahnen? Auf Null das Grundgesetz, denn Freiheit geht nur durch Zwang, sagt die neue Dialektik.

Wenzel in Salzwedel

Ich glaube 1982 hörte ich ihn das erste Mal – Hans Eckard Wenzel. Damals noch zusammen mit Steffen Mensching unter dem Namen „Karls Enkel“. Schon erfrischend, nicht stromlinienförmig, aber streitbar und „links“. Aber nicht „1989-revolutionär“. Er findet seit 1990 immer wieder seinen Weg ins Salzwedeler Kulturzentrum Hanseat (ein überlebender Jugendklub aus dunkelsten DDR-Zeiten).

Heute war Wenzel mit Band wieder einmal hier in der Hansestadt und das Konzert übertraf wieder einmal alle Erwartungen. Okay, der Altersdurchschnitt lag irgendwo zwischen 40 und 60 – neben den obligatorischen „alternativen“ Wendlandbewohnern – war vorrangig die ältere Salzwedeler Generation vertreten. Trotz allem boten Wenzel und Band ein furioses, alle Bandbreiten abdeckendes Konzert.

Beispiel? Ja natürlich! „Wenn nur diese Fratzen nicht wär’n“. Text von mir selbst „abgehört“, deshalb vielleicht nicht fehlerfrei.

 

Der Abend liegt sanft vor den Füßen
komm lass uns ein Stückchen noch gehen.
Den Mond und die Sterne zu grüssen,
ich muss heut was Schönes noch sehn.
Verblüht sind Akazien und Flieder
und der Himmel strahlt nah überm Dach.
Dort wohnen die alten Lieder
von Goethe und Heine und Bach.
Und doch bin ich Flämmchen, erschrocken und fern
wenn nur diese Fratzen nicht wär‘n.

Die Not liegt in noblen Hemden
und der Neid ist als Kühnheit geschlüpft.
Im Selbsthass hasst man die Fremden.
Unterdrückt weil man selbst unterdrückt.
Die Straßen erschrecken die harten
Gesänge von Not und Dummheit.
Und die Heilsverkündenden warten
auf ihre Gelegenheit.
Was machen die nur mit diesem Stern
wenn nur diese Fratzen nicht wär‘n.

Die Welt ist ein Meer voller Wunder
und Sehnsucht ihr schönstes Gedicht.
Und man stellt sie voll mit Dreck und Plunder
zerkratzt mit Kriegen ihr Gesicht.
Die einen stehn stur an Gewehren
und die andern zähl‘n lässig das Geld.
Und die Mächtigen reden und schwören
als wär es nur ihre Welt.
Dann seh ich sie grienen von hoch und so fern.
Wenn nur diese Fratzen nicht wär‘n.

Der Abend liegt sanft vor den Füßen
komm lass uns ein Stückchen noch gehen.
Den Mond und die Sterne zu grüssen,
ich muss heut was Schönes noch sehn.
Verblüht sind Akazien und Flieder
und der Himmel strahlt nah überm Dach.
Dort wohnen die alten Lieder
von Goethe und Heine und Bach.
Was machen die nur mit diesem Stern
wenn nur diese Fratzen nicht wär‘n.

Frei.Wild – Corona Weltuntergang!

Ich höre sie nicht sehr oft, aber sie haben viel zu sagen in ihren Texten. Frei.Wild stammt wie Unantastbar aus Brixen in Südtirol und macht deutschen Punkrock. Nicht die wieder einmal nachgesagte „rechte Gesinnung“ ist es die mich bei Frei.Wild abschreckt, eher die etwas zu weit gehende Rotzigkeit.

Heute aber ein ganz aktuelle Titel der Band mit dem Titel „Corona Weltuntergang!“. Der  Medienhysterie wird sehr deutlich der Spiegel vorgehalten. Danke Frei.Wild!

 

Die ganze weite Welt
Ja ,die ganze weite Welt
Macht wieder mit
Der Tod reitet voraus 
Doch die Angst will schneller sein
Und sie hält Schritt
 
Ob Schweine- oder Vogelgrippe
SARS- oder einfach Rinderwahn 
Wenn die Angst erst durch die Köpfe rauscht 
Dann lacht der Tod über den Weltuntergang 
 
Alles schnappt nach Luft
Und die Gesunden
Werden jetzt durch Sorge krank
Der Tod wetzt seine Sense
Doch fast immer, schont er sie im Schrank
Denn die Angst mäht alles nieder
Bis dann irgendwann 
Alles unten liegt
Bis die Lust auf Nächste 
Über das was jetzt herrscht
Endlich wieder siegt
 
Doch alles hat ein Ende 
Alles wird wieder gut
Dann liegen 10 Milliarden Masken 
Wieder im Meer in der Flut
Alles hat ein Ende 
Wird wieder gut
Dann holen wir sie uns zurück
Die alten Sorgen in unser Boot
Alles hat ein Ende 
Wird wieder gut
Dann verschließen wir die Augen
Vor all den Menschen in echter Not
Alles hat Ende 
Wird wieder gut
Corona Weltuntergang
Oder, wir klagen was anderes an
 
Man hört nichts mehr vom Klimawahn
Und Angie und auch Greta schweigen sich an 
Und Tausende stehen vor der Grenze, frieren 
Und wieder will sie niemand haben
 
Jetzt heißt es nur Corona 
Es ist schlimm, doch es könnte noch schlimmer sein
Denn über zig Millionen Menschen 
Die sonst sterben
Spricht sonst auch nie ein Schwein 
 
Kein Co2, kein Waldbrand mehr
Die Friday for Future Plätze leer
Kein „Me To“ und kein Plagiatsskandal 
Kein Best of the Thüringenwahl
Kein Kassenbon, kein Brexit mehr
Mal schauen, was als nächtest vor uns liegt 
Denn auch Angst sie macht mal Urlaub 
Dann kommt Freude auf 
Und die Angst ist kurz besiegt