Trouble mit Strato

Na ja, weniger mit Strato, mehr mit meinem Virtual Server beim genannten Provider. Irgendwie aber auch mit Strato …

Vor einigen Tagen stellte ich fest, dass mir der Zugriff auf Webmail meines Servers nicht mehr möglich war. Als ich per Plesk (Verwaltungsprogramm für den Server) auf Ursachenforschung gehen wollte, stand ich vor demselben Problem: kein Zugriff möglich. Auch per Putty oder FTP – meine Loginversuche waren erfolglos. Verwundert prüfte ich Accounts und Passwörter – alles ok.

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Service bei Strato waren an sich positiv, also wandte ich mich hoffnungsvoll an die Hotline. Der fröhliche Kollege der Hotline fand die Ursache meine Probleme schnell – die notwendigen Ports waren gesperrt. Als Ursache vermutete er grinsend (genau danach hörte sich das an, sehen konnte ich es natürlich nicht), dass sich „wohl ein Besucher“ meines Servers bemächtigt hätte. Meine schockierte Nachfrage quittierte er mit einem leichtem „müssen sie die Ports halt wieder frei geben“.

Ein wenig überrascht war ich ob dieser flapsigen Aussage schon. Natürlich bin ich beim vorliegenden Vertrag mit Strato selbst verantwortlich für Sicherheit, Updates usw. meines Servers, aber einen Hinweis hatte ich schon erwartet.

Nun ja, nach einigen kurzen Versuchen mit den Strato eigenen Tools entschloss ich mich zur Radikalkur: Neuinstallation des Servers. Allerdings wollte ich meine Daten hier auf dem Blog nicht verlieren (und hatte ja schon Erfahrungen mit Neuinstallationen gemacht).

Am Ende suchte ich dieses Mal nach einer besseren Variante als lediglich den Ex- bzw. Import von Beiträgen und Kommentaren durch WordPress. Anwendung der Wahl war das in der Grundversion freie Tool BackupWP, dass ein komplettes Backup der WordPress-Instanz und der zugehörigen SQL-Datenbank ermöglicht. Das funktionierte und nach Neuinstallation des Servers gelang auch ein kompletter Restore. Es waren ein paar kleine Handstände nötig (wann aber sind die nicht nötig 😉 ) und nun ist alles wieder im grünen Bereich. Seit heute Nachmittag habe ich wieder Zugriff auf alle gewünschten Dienste und Konfigurationsprogramme.

WordPress 5 ist da

Nach mehreren Verschiebungen wurde am Donnerstag, als Präsent zum Nikolaus sozusagen, WordPress 5 veröffentlicht. Hier auf meinem Blog ist das automatische Update aktiviert, soll heißen die notwendigen Updates werden ohne mein aktives Eingreifen vollzogen, aber dieses Mal verhinderte WordPress diese Automatik. Grund dafür scheint der neue Editor zu sein, Gutenberg löst den altbekannten TinyMCE ab. Nun sind Neuerungen ja immer etwas schwierig unter das Volk zu bringen, deshalb aber eine solche Diskussion vom Zaun zu brechen wie in der Community geführt wurde, halte ich für überzogen. Nun, WordPress hat auf die Kritik reagiert und das „Downgrade“ zum alten Editor per Plugin integriert.

Ihr findet den „klassischen Editor“ unter Plugins und könnt ihn dort installieren und aktivieren, mehr ist nicht nötig um zum alten Look-and-Feel zurückzukehren. WordPress verspricht Support bis 2021.

Das ist nunmehr mein 2. Beitrag den ich mit dem neuen „blockbasierten“ Editor erstelle und für mich ist der Widerstand gegen das Konzept nicht nachvollziehbar. Es mag sein, dass es für professionelle oder mit individuellen Plugins versehene Umgebungen schwierig ist umzustellen, für den normalen Gebrauch sollte es – nach kurzer Gewöhnung versteht sich – kein Problem darstellen.

Weniger schön – oder gut – finde ich das neue Standardthema 2019. Man versucht wohl immer wieder die eierlegende Wollmichsau zu kreieren und das geht mMn auch immer wieder schief. Ich werde vorläufig beim verwendeten Theme bleiben (Standard 2017) auch wenn ich nicht alle meine „Design“-Vorstellungen damit umsetzen kann. Allerdings gehören umfangreiche Änderungen auch nicht zu meinen Prioritäten.

Umfangreichere Informationen findet ihr auf der Webseite von WordPress.

WordPress 5 „Bebo“ trägt seinen Namen zu Ehren des kubanischen Jazz-Pianisten Bebo Valdez.

WordPress Desktopanwendung

Ich stiess nur per Zufall auf die Desktopanwendung von WordPress. Inhaltlich ist es die Umsetzung der Android-App auf den PC. Überraschend war lediglich, dass WordPress die Bedürfnisse der Linux-Jünger berücksichtigte: es existiert ein Paket als Tar-Archiv und das überraschenste ein fertiges Deb-Paket! Natürlich neben den Anwendungen für Windows und Mac …

Um die Anwendung nutzen zu können ist ein WordPress-Account notwendig, aber den werden die meisten WordPress-Nutzer (gibt es WordPress-Blogger die Jetpack nicht nutzen?) ohnehin haben.

Die Funktionen will ich lediglich kurz aufführen:

  • Blog-Client. Erstellen von Beiträgen Seiten usw.
  • Personalisieren. Änderung der Themen, Menus usw. Für selbstgehostete Blogs wie dem meinen können allerdings nur die Themes angepasst werden. Halte ich für verschmerzbar, Menus ändere ich selten bis nie …
  • Einstellungen für Benutzer und Plugins. Insbesondere das in Verbindung mit Jetpack die Automatisierung der Updates für Plugins konfiguriert werden kann, ist eines der Highlights der Anwendung

Alles in allem eine feine Sache für den Gelegenheitsblogger!

Die Anwendung kann bei WordPress direkt heruntergeladen werden