Aussenseiter

Ich bin ja so der Aussenseiter, in fast jeder Lebenslage. Beim Betriebssystem meiner Wahl wird es wohl am deutlichsten, neben meiner verqueren politischen Ansichten natürlich. Es ist nicht so, dass ich völlig allein stehe – bei weitem nicht. Aber exotisch, ungewöhnlich, auffallend trotzdem. Malcolm.Z schreibt dazu in seiner Flaschenpost:

Die derart Gestrandeten haben keinerlei Hoffnung auf Rettung! Das soll so. Diese kann also nicht das Motiv sein. Nicht einmal darauf, verstanden zu werden. Nicht von den Zeitgenossen, nicht von den Nachbarn, nicht von ehemaligen Kollegen, nicht von den Weibern, nicht von den Kerlen, schon gar nicht von Kindern und Enkeln. Auch das soll genau so. Denn Verstehen ist auch eine gesellschaftliche Vereinbarung. Eine Gesellschaft, der man verbietet, sich zu vereinbaren, kann sich nicht mehr verstehen. Menschen, die sich nicht mehr verstehen können sollen, verunmöglicht man, sich zu vereinbaren. Man muß nicht immer, nicht alles, nicht unbedingt verbieten: Man diktiert ihnen Vereinbarungen, die Vernünftige gar nicht verstehen können: Grundgesetz, BGB, Bibel, Blöd, super-blödu, Präambel provunG mitsamt Amtseidsschlußsatz, § 176 StGB, Gauck-Reden, verkehrsrandalierende Suff-Bischöfinnen und Zwangsprosituierte mißbrauchende Koksdealer als Staats- und TV-Obermoralisten und den Jesus-Schnulzen-Sänger Xavier Naidoo.

Die eigene Unzulänglichkeit, der Kampf gegen tief injizierte Vorurteile die es zu durchdringen gilt – was aber aufgrund der eigenen Unduldsamkeit und des Mangels an Wissen und Feinfühligkeit – nicht gelingt. Das macht zum Aussenseiter. Erstaunt, überrascht zur Kenntnis genommen. Bestenfalls.

Im Freundeskreis akzeptiert, aber Meinungen, Haltungen unverstanden und nicht in der Lage eigene Meinungen gegen den Druck des übermächtigen Mainstreams verständlich, nachvollziehbar zu machen.

„Er ist immer noch nicht angekommen!“ war das freundlichste, dass ich in den letzten Wochen zu hören bekam. Nicht einmal in der Lage klar zu machen, dass ich gar nicht ankommen will – das macht den Aussenseiter …

Nextcloud 17.0.1 – Neues von der Wolke

Bereits am 09.11. hat Nextcloud ein Minor-Release veröffentlicht. Laut dem Blogbeitrag wurden mehr als 50 Verbesserungen implementiert. Schwerpunkt bildete wie immer Fehlerbeseitigung und Performanceverbesserung. Der Changelog ist beeindruckend lang. Die Aktualisierung meiner Serverinstanz ging ohne Probleme über die Bühne.

Eine der wichtigsten Änderungen im Major-Release 17.0 ist für mich Remote Wipe. Mithilfe dieser Funktion kann einem Gerät die Berechtigung des Zugriffs auf die entsprechende Nextcloud-Instanz entzogen werden. Ein mögliches Szenario wäre der Verlust eines Gerätes durch Diebstahl oder simples Verbummeln. Die notwendige Prozedur zum Entfernen eines beliebigen Gerätes ist relativ simpel.

Im Webfrontend findet man unter Einstellungen einen Punkt Sicherheit. Nach Auswahl findet sich u.a. eine Auflistung „Geräte & Sitzungen“. Hier finden sich alle Geräte die mit Nextclout verbunden sind oder es einmal waren. Ein Kontextmenu neben dem entsprechenden Gerät bietet nunmehr auch den Punkt „Gerät löschen“. Damit wird das entsprechende Gerät für die Löschung markiert und sobald der entprechende Client sich wieder mit dem Server verbindet, werden die Zugangsinformationen gelöscht und die Verbindung aufgehoben. In einem kleinen Video erläutern die Entwickler die Prozedur:

Der Test den ich mich mit einem meiner Clients durchführte funktionierte sehr gut, allerdings verbleiben die bereits synchronisierten Dateien auf dem Client. Hier würde ich mir wünschen, dass auch diese durch Remote Wipe entfernt werde. Ist sicherlich nicht so einfach zu realsieren, halte ich allerdings für das professionelle Umfeld für unabdingbar.

Screenshot von meiner Umgebung

Nextcloud 17 veröffentlicht

Bereits am 30.09. wurde Nextcloud 17 freigegeben, ich habe es zeitnah installiert, aber auch dieses Thema steht seit einiger Zeit in der Pipeline …

Nextcloud macht vor allem auf einige Änderungen aufmerksam:

  • Remote Wipe, also „entferntes Löschen“
    Sicherlich interessant für Administratoren, können doch so Dateien von verlorenen oder gestohlenen Geräten entfernt werden.
  • Nextcloud Text, ein neuer Texteditor. der nunmehr nicht nur erweiterte Bearbeitungsfunktionen bietet, sondern auch die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer ermöglicht
  • Secure View. Möglichkeiten um Downloads zu verhindern, Dokumente mit Wasserzeichen zu versehen usw.
  • Zweifaktor-Authentifizierung wurde deutlich ausgebaut und um einige Authentifizierungsmethoden erweitert
  • Secure Mailbox für Outlook
  • Nextcloud Talk in neuer Version

Außerdem versprechen die Entwickler „reaktionsschnelleres Webinterface und verringerte Serverlast“. Zumindest diese Verbesserungen habe ich an meiner Installation deutlich gemerkt. Bei allen anderen Änderungen geht es mir wie fast immer – interessante, vor allem auf den professionellen Einsatz zielende Anwendungen. Für mich eher uninteressant.

Auf der Seite von Nextcloud findet ihr ausführlichere Erläuterungen, teilweise mit erklärenden Videos versehen.