Android File Transfer

Es ärgert mich immer wieder: regelmäßig treten beim Filetransfer zwischen Android und meinem Linux Probleme auf. Entweder wird das Galaxy Note 8 gar nicht erkannt, kein Zugriff auf die Speichermedien ist möglich oder Nautilus meldet einen „unbekannten Fehler“. Da ich zum fotografieren inzwischen ausschließlich das Note benutze, ist die Möglichkeit des Filetransfers zwar nicht lebenswichtig aber doch eine recht wichtige Funktion für mich geworden.

Gestern wurde ich auf eine kleine aber feine App aufmerksam: Android File Transfer for Linux. Ursprünglich für die Mitbewerber mit dem angebissenen Apfel entwickelt, wurde sie nunmehr auf Qt portiert und steht nunmehr auch für KDE zur Verfügung. Die aufgeführten Eigenschaften klangen überzeugend:

  • einfache Benutzeroberfläche
  • Drag&Drop vom Linux zum Telefon
  • Batch-Download (Telefon zum Linux)
  • Fortschritsanzeige der Übertragung
  • keine Dateigrößenbeschränkungen

Für Ubuntu-Systeme (also auch für mein KDE Neon) existiert eine ppa die auf gewohnten Wege die Einbindung der Quelle ermöglicht.

sudo add-apt-repository ppa: samoilov-lex / aftl-stabil

Danach Update der Softwarequellen und Installation des Programms:

sudo apt-get update && sudo apt install android-file-transfer

Das kleine aber feine Programm findet sich danach im KDE-Menu unter dem Punkt Dienstprogramme.

Nach dem Start öffnet sich die versprochene übersichtliche Benutzeroberfläche.

Mit einem Rechtsklick auf das/die Verzeichnis/se oder Datei(en) können die gewählten Inhalte auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden. Funktionierte auf Anhieb und problemlos. Es gilt nur zu beachten, das der Androide nicht bereits im System gemountet ist (z.B. in Nautilus)

Urlaub – Norwegen mit der AIDA

Ja ich kann es auch kaum glauben – in diesem Jahr also die erste Kreuzfahrt auf einer AIDA. Nach Norwegen. Der Albtraum schlechthin. Allerdings: alle meine Befürchtungen hinsichtlich Kreuzfahrt traten nicht ein. Weder Käptn’s Dinner noch Dresscode spielten irgendeine Rolle bei unserer Reise. Die Aidasol war mehr oder weniger lediglich ein schwimmendes Hotel und als solches nicht besser oder schlechter als die Hotels, die ich im Laufe der Jahre besucht habe. Der entscheidende Vorteil liegt in der Mobilität des „Hotels“ und die sich daraus ergebende Möglichkeit, jeden Tag an einem anderen Ort zu sein. Gut – all das habe ich auf einer Moppedtour auch (und für mich auch viel angenehmer 😉 ), aber erstmal ging es um meine Befürchtungen und Ängste.

Die Reise selbst war begeisternd. Weniger wegen der AIDA, da war alles ok – Grund war das Ziel unserer Reise: Norwegen. Wettertechnisch hatten wir großes Glück mit viel Sonnenschein und ohne Regen, so zeigte sich die Landschaft Norwegens von der besten Seite. Ein paar Impressionen findet ihr in der Galerie unten.

Fazit: ein paar schöne Tage auf einem netten Schiff, herrlichem Wetter und einer bombastischen Landschaft.

Gundermann – Lieder einer Zeit

Heute vor 20 Jahren starb Gerhard Gundermann, 42 wurde er. Ich entdeckte ihn erst nach dem Ende unseres Heimatlandes. Vieles was er in den 90ern besang sprach – und spricht – mir aus der Seele. In einem seiner letzten Lieder (Nach Norden) fragt Gundermann:

Und ich frag mich, was ich bin, was ich war
in der Suppe das Salz oder das Haar
ich schwimme mittendrin in meinem alten Hemd
gehöre noch dazu und bin schon ziemlich fremd

In Erinnerung an „Gundi“ eines seiner besten Lieder: Hier bin geboren.

 

 

hier bin ich geborn
wo die Kühe mager sind wie das Glück
hier hab ich meine Liebe verlorn
und hier krieg ich sie wieder zurück

hier liegt mein Vater unter Erde
meine Mutter liegt aufm Balkon
hier frisst mir eine Kinderherde
die letzten Haare vom Ballon
hier sind wir alle Brüder und Schwestern
hier sind die Nullen ganz unter sich
hier isses heute nicht besser als gestern
und ein Morgen gibt es hier nicht

hier hab ich meine letzten Freunde beleidigt
harte herzen zu butter getanzt
hier hab ich junge Pioniere vereidigt
und Weihnachtsbäume gepflanzt
hier habe ich meine Leichen im Keller
wir spielen ‚Mensch ärger dich nicht‘
hier krieg ich immer nur einen halbvollen Teller
an einem runden Tisch

hier gab es billigen Fusel auf Marken
und genauso sehn wir heute auch aus
hier lässt man Fremde nicht gerne parken
es sei denn, sie geben einen aus
hier drehe ich meine Kreise
wie ein fest verankertes Schiff
hier führt mich meine Reise
nicht weit aber tief

hier bin ich geborn
so wie ins Wasser fiel der Stein
hier hat mich mein Gott verloren
und hier holt er mich wieder ein