NextCloud Client 1.3.0 mit DAVdroid

davdroid_logo_2Vor wenigen Tagen wurde Client 1.3.0 von Nextcloud für Android veröffentlicht. Eine genauere Beschreibung der enthaltenen Funktionen findet ihr auf der News-Seite von nextcloud.com .

Mich persönlich interessierte zunächst lediglich die beschriebene Einbindung der Kalender- und Kontaktsynchronisation über den Nextcloud-Client. Bisher benutzte ich dafür Caldavsync und Carddavsyn von Marten Gajda. Die Sache funktionierte an sich problemlos, aber die Integration direkt in den Client klang auf jeden Fall sehr interessant. Allerdings kann man dem Artikel ein kleines Manko entnehmen: die Synchronisation der Kalender- und Kontaktdaten läuft nicht direkt über den Nextcloud-Client selbst, sondern über eine zusätzliche App namens DAVdroid.

DAVdroid ist nicht kostenlos, sondern es ist einmalig ein Obulus von 3,57€ zu entrichten. Neben Kalender- und Kontaktsynchronisation bietet DAVdroid ein weiteres Feature – auch Aufgaben, ToDos, Tasks werden mit dem Droiden abgeglichen.

Für mich ausreichend als Argument, da für DAVdroid lediglich ein Konto verwendet und alle Synchronisationen in einem Schritt erledigt werden.

Einziger Stolperstein bei der Einrichtung der App, ist der gegenüber Caldav/Cardavsync veränderte Serverpfad. Davdroid benötigt beim Einstellen der URL zum Server folgenden Eintrag:

https:// server.-Adresse/nextcloud/remote.php/dav/

Nach Einrichtung des Kontos, Vergabe der entsprechenden Rechte für die App und Auswahl der zu synchronisierenden Daten konnte ich die von den bisherigen Synchronisierungs-Applikationen verwendeten Konten deaktivieren und die Apps löschen. Alles funktionierte einwandfrei …

Stalinismus

 

StalinDer Stalinismus ist das große Argument gegen weitere „sozialistische Experimente“. Stalin wird im Mainstream als der große Verbrecher des 20. Jahrhunderts dargestellt, auf eine Stufe mit Hitler stehend. Diese Grundhaltung ist Konsens unter den „Demokraten“ aller Coleur …

Neben all dem gibt es Historiker, die diesem allgemein gültigen Bild widersprechen. Kurt Gossweiler – ein bekannter DDR-Faschismusforscher – geht in sogar soweit, dass er die Überzeugung ist:

Der Anti-Stalinismus ist heute tatsächlich das größte Hindernis für den Zusammenschluss der Kommunisten, wie er gestern der Hauptfaktor der Zerstörung der kommunistischen Parteien und der sozialistischen Staaten war.

Vortrag am 01.05.1994 in Brüssel, zu finden auf seiner Webseite.

Auch in den Schriften von Doktor Klaus Hesse zur Geschichte der Sowjetunion und der KPdSU finden sich andere Sichtweisen, andere Standpunkte.

Ich halte die Sichtweise insbesondere Kurt Gossweilers für sehr interessant. Es ist schwer für meine Generation den Weg zu finden aus dem Bild, dass uns auch in der DDR vermittelt wurde. Eine Anregung sich mit der landläufigen Meinung zu Stalin auseinander zu setzen, sind die angeführten Schriften allemal …

Man muss schon blind oder desinteressiert durch die Welt gehen, um die zahlreichen Lügen nicht wenigstens zu erahnen, die um den Themenkomplex Stalinismus gesponnen werden. Das Aufweichen marxistischer Positionen zur leninschen Imperialismustheorie von Chrustschow bis Gorbatschow sieht Gossweiler als Hauptgrund für den Untergang des Sozialismus in Europa.

Die Richtigkeit der Theorien Lenins kann man an der Realität in der Welt, auch in Deutschland erkennen: der Imperialismus ist entfesselt, der Gegenspieler fehlt. Sozialabbau und Krieg werden zur Profitmaximierung genutzt. Der Tod von unzähligen Menschen wird dabei „billigend in Kauf genommen“. Zynisch werden „Demokratie und Menschenrechte“ als Gründe für „humanitäre Militäreinsätze“, durch die Menschen sterben, ihrer Lebnsgrundlage beraubt, zur Flucht getrieben werden. Eine Welt im Chaos, beherrscht von einem Imperium, dessen Ansprüche soweit gehen, „Gottes eigenes Land“ zu sein. Von einer Ideologie beherrscht, die sich menschenverachtend und mörderisch über jedes Recht erhaben fühlt und die Interessen von Milliarden Menschen mit Füßen tritt.

Das Geschwafel von Freiheit und Demokratie konterkariert sich zunehmend selbst. Der tiefe Widerspruch wird von immer Menschen wenn nicht erkannt, so doch erahnt. Noch führt diese Ahnung zu selten zur Aktion, Gleichgültigkeit und Agonie sind weit verbreitet.

Wie tief verwurzelt Propaganda und Lüge auch in mir selbst sind, zeigt sich immer wieder. Ein breites Feld gilt es zu bearbeiten, Historie auszugraben und in Zusammenhang zu bringen …

 

Debian 8.6 Jessie

Am Wochenende wurde das nächste „Punktrelease“ für Debian 8 frei gegeben. Diese in relativ regelmäßigen Abständen gelieferten Updates dienen vor allem dazu, die seit der letzten Version aufgelaufenen „Debian Security Advisories“ (Sicherheitshinweise) oder DSA zu verarbeiten und entsprechende Updates vorzunehmen.

In der Version 8.6 wurden 92 solcher DSAs zusammengefasst. Die wichtigsten Änderungen sind wohl:

  • Kernelversion 3.16.36 (mit ein paar Updates)
  • Änderungen am Debian-Installer und Apache 2
  • Iceweasel verschwindet, dafür kommt der Firefox (man hatte sich ja mit Mozilla darauf geeinigt, wieder den Originalnamen des Browsers zu verwenden)
  • Intel Microcode und MariaDB in neuen Versionen

Auf meinem kleinen Debianserver waren es dann 137 Pakete die aktualisiert wurden, allerdings sind in dieser Zahl auch andere Updates wie z.B. der Plexmediaserver enthalten. Hier gab es dann ein kleines Problem: der Dienst startete nicht korrekt und meine Sammlung wurde nicht gefunden. Ein manueller Neustart brachte dann Erleichterung – alles wieder in Ordnung …

Debian empfiehlt allen Nutzern die Installation des neuen Release.