Nextcloud 15.0.7 und Fehlermeldungen

Auf meinen letzten Beitrag – v. a. mein Unverständnis bezüglich Emojis in Dateinamen rief wohl diese Reaktion hervor – machte mich ein Kommentar auf die Begründung für die Unterstützung von 4-Byte-Zeichen aufmerksam. Nun bin ich ja durchaus ein Freund von Standards und mich nervt es ungemein, wenn dieselben – ob bei OpenSource oder auch durch Hersteller proprietärer Software – nicht oder nur „angepasst“ umgesetzt werden. Aus diesem Grund setzte ich mich etwas tiefer mit der Materie auseinander und setzt die Empfehlungen der Nextcloud-Foundation um.

Wider Erwarten führten die empfohlenen Schritte aus dem Administratorhandbuch zum Erfolg: mein Nextcloud „spricht“ jetzt richtiges utf8 . Bei der Gelegenheit wandte ich mich auch den weiteren Fehlermeldungen zu. Seit Nextcloud 15.02 tauchte ja die ominöse Fehlermeldung wieder auf, dass mein Server die webdav-Pfade nicht richtig auflösen könne. Änderungen an der .htaccess brachten dieses Mal keinen Erfol. Da aber Kontakt- und Kalendersynchronisation mit den Endgeräten klaglos erfolgte, ignorierte ich die Meldung einfach.

Meine „Lieblingsmeldung“

Gestern aber packte mich der Ehrgeiz und ich wühlte mich durch diverse Foren um das Problem endgültig zu klären. Die Vielfältigkeit der möglichen Konfigurationen machen die Fehlersuche manchmal etwas schwierig, denn dieselben rühren ja eigentlich auch daher. Der verwendete Webserver oder vom Standard abweichende Konfigurationen bei Nextcloud, das Betriebssystem, auf dem Nextcloud läuft – all das hat Auswirkungen auf das System und eben auch auf die Fehlermeldungen bei der Systemüberprüfung.

Bei github fand ich dann schließlich die (vorläufige?) Lösung für das Ende dieser lästigen Meldung: in meiner Konfiguration (Debian 10, Apache, PHP 7.3) muss der entsprechende Redirect-Eintrag nicht wie oft propagiert in der .htaccess gesetzt werden, sondern in der nextcloud.conf (/etc/apache2/conf-available)! In meinem Fall genügte es tatsächlich, der nextcloud.conf folgenden Abschnitt hinzuzufügen:

Nunmehr zeigt sich mein System wieder zufrieden:

Alles im „grünen Bereich“

Das angezeigte Update auf Version 15.0.7 konnte per Webupdater ohne Probleme installiert werden. Die „Sicherheits- und Einrichtungswarnungen“ blieben weiterhin jungfräulich. Allerdings existiert auch hier kein Changelog bei nextcloud.com – die bald zu erwartende Einführung von Nextcloud 16 wirft offensichtlich seinen Schatten voraus …

Nextcloud 15.0.6

Kurz vor Veröffentlichung des neuen Major-Releases Nextcloud 16 – der RC 1 wurde gerade bereit gestellt – habe ich heute meine Instanz auf Version 15.0.6 aktualisiert. Mit jetzigem Stand liefert die Changelog von Nextcloud keine Informationen über den Inhalt des Updates.

Aktualisierungsmeldung

Das Update verlief ohne Probleme, allerdings generierte Sicherheits- und Einstellungsprüfung einen mir bis Dato unbekannten Fehler (an die Fehlermeldungen bezüglich Webdav habe ich mich nunmehr gewöhnt und habe kein Bedürfnis, nach jedem Update in einer wahren Flut von Dateieditierungen zu versinken):

MySQL unterstütz keine 4-Byte-Zeichen, aha …

Bisher habe ich die Untersützung von 4-Byte-Zeichen durch MySQL nicht vermisst, dem Link folgend erfuhr ich dann wozu dieselbe benötigt wird:

Um Emojis (textbasierte Smilies) auf Ihrem Nextcloud-Server mit einer MySQL-Datenbank verwenden zu können, muss die Installation etwas angepasst werden.

Kann ich der Überlegung noch halbwegs folgen Emojis in „Kalenderereignissen“ und „Kommentaren“ zu verwenden wie es im Text heißt, finde ich den Verweis auf Dateinamen geradezu als anstößig. Leute macht nicht so einen Blödsinn – quält eure Dateisysteme bitte nicht mit „4-Byte-Zeichen“. Ich sehe es förmlich vor mir:

😉 Besprechung 28.04.2019 mit dem Chef.pdf

🙁 Abgelehnter Urlaubsantrag.doc

Schlußfolgernd aus diesen Visionen werde ich diese neue „Fehlermeldung“ erst einmal ignorieren. Manchmal kann ich den Trends tatsächlich nicht mehr folgen – ich glaube, ich werde alt …

Back to Speed Triple

Seit gestern ist sie da, meine neue Speed Triple. Es dauerte seine Zeit, „Miss Sophie“ musste verkauft werden, ein passendes Angebot als Ersatz musste gefunden werden – kurzum es musste passen. Wie es der Zufall wollte, fand ich am Montag – gerade alles klar gemacht mit meinem ungarischen Käufer – ein ansprechendes Angebot auf Mobile.de: 2018er Speed Triple RS (!), wenig Kilometer, ordentlicher Preis, ansprechende Zusatzausstattung.

Sie macht kein Geheimnis aus ihrem Status – Lenkerbrücke der Speed Triple RS

Die Farbe ist nicht ganz so mein Geschmack, aber schwarz immer noch ansehnlicher als weiß – finde ich jedenfalls. Zwei, drei Telefonate mit dem Anbieter und der Besichtigungstermin wurde auf Samstag den 30.03. festgelegt.

Gestern war ja ideales Motorradwetter – Temperaturen um die 18°, Sonne und kein Regen. Gegen 14.00 Uhr kamen wir an, kurze Probefahrt – ich fühlte mich sofort zu Hause auf der Speed Triple – auf der empfohlenen kurvenreichen Teststrecke, ein paar Formalitäten, finanzielle Transaktionen und sie gehörte mir.

Auf der Fahrt nach Hause, 314km, davon 200 auf Autobahnen, brannte ein breites Grinsen in mein Gesicht. Phänomenal Anzug und Beschleunigung, komfortabel trotz Sportlichkeit, geile Optik – alles passte zusammen. Die Tour war trotz Autobahn wirklich schön.

Noch ohne Soziusfußrasten und mit Abdeckung

Heute erfolgte dann die „Zivilisierung“ meiner Speedy: die Soziusrasten wurden wieder angebaut, die Abdeckung durch den Soziussitz ersetzt. Der Optik tut das meiner Meinung nach keinen Abbruch, aber die Möglichkeit der Mitnahme eines Sozius besteht dann eben doch. Nebenher Erprobung der Gimmicks und Eigenschaften: vom Quickshifter über Kettenöler und Heizgriffen ist alles an Bord.

Morgen ist die Ummeldung geplant. Nur eines fehlt noch: einen Namen habe ich für die Speed Triple RS noch nicht …