Nextcloud-Client AppImage 2.3.3

Bereits im Mai berichtete ich vom Projekt, den Nextcloud-Client als AppImage zur Verfügung zu stellen. Für die Entwickler hat diese Art der Bereitstellung den Vorteil, dass nicht für die jeweiligen Linux-„Hauptströmungen“ (also basierend auf Debian oder Redhat oder …) separate Installationspaket erstellt werden müssen. Für den Anwender bietet dieses Verfahren an sich nur einen Vorteil – zeitnah über die neueste Version des Clients zu verfügen …

Version 2.3.3 Beta

Allerdings bringt diese Art der Installation mit sich, dass der Endanwender nicht über eventuell verfügbare Updates informiert wird bzw. dass der Client mit jeder neuen Version von Hand „installiert“ und in Menu bzw. Desktop eingepflegt werden müssen.

Nicht Bequemlichkeit sondern Enthusiasmus stellen hier die Triebkraft für die Verwendung des AppImages dar …

offizielle Clientversion bei Nextcloud

Lange Rede, kurzer Sinn: bereits Mitte Oktober wurde das AppImage der Client-Version 2.3.3 bereit gestellt. Anfang November nahm ich die Installation auf meinen Rechnern vor und prüfte ausgiebig den neuen Client. Natürlich traten keinerlei Schwierigkeiten auf …

Nextcloud 12.0.4 erschienen

 

 

 

Nach einer kurzen Testphase – seit etwa 2 Wochen erhielt ich Informationen über die entsprechenden Beta- und RC-Versionen – wurde heute Nextcloud 12.04 veröffentlicht. Wie bei einem Wartungsrelease üblich, handelt es sich in erster Linie um Fehlerbehebungen und nicht um Fuktionserweiterungen. Wer solche haben möchte (Funktionserweiterungen) wird im Newsartikel bei Nextcloud auf die Beta der Version 13 verwiesen, die sich in der Testphase befindet.

Wenn Sie nach mehr Aufregung suchen, empfehlen wir Ihnen, uns Nextcloud 13 Beta zu testen! Nextcloud 13 bietet einige beeindruckende Leistungsverbesserungen neben einer Vielzahl neuer Funktionen.
(aus dem Artikel)

Nun, mir ist im Moment nicht nach Aufregung, jedenfalls nicht bei meiner heimischen Wolke. Changelog und Artikel zum Update enthalten dann tatsächlich wenig Aufregendes. Das Update selbst verlief ebenfalls völlig unspektakulär. Schnell und ohne Probleme wie man es von einem solchen Update erwartet.

Eine kleine, aufregende Änderung gibt es dann doch mit Nextcloud 12.04: für Nutzer von ownCloud 10 und älter wurde die Migration zur neuesten Nextcloudversion ermöglicht. Dazu gibt es auch ein kleines Video, in dem die Vorgehensweise erleutert wird.


 

Buchvorstellung – Chronik des Grenzkommandos Nord

GKNChronik Ein wenig spät in diesem Jahr  – ein „Grenzerthema“. Ich habe den 01. Dezember, den Tag der Grenztruppen natürlich nicht vergessen. Wurde auch erinnert durch eine freundliche Mail eines Genossen, mit dem mich ein paar Erinnerungen verbinden. Statt Glückwünschen, guten Wünschen wie in den vergangenen Jahren nutze ich den Anlass für eine Buchvorstellung. Bereits im Oktober erschien im Engelsdorfer Verlag „Das Grenzkommando Nord. Standort Stendal. Die Chronik“ von Werner Neumann. Neumann war Offizier der Grenztruppen und veröffentlichte bereits Chroniken des Grenzausbildungsregimentes (GAR) 7 und des Grenzregimentes (GR) 20, beide stationiert in Halberstadt.

Das Buch „Das Grenzkommando Nord“ gehört mit einem Umfang von fast 1.000 Seiten nicht zu den Leichtgewichten. Im wesentlichen wird die Geschichte des 1971 gebildeten Grenzkommandos Nord (GKN) und der unterstellten Einheiten chronologisch aufgeführt, soweit wie möglich bis zu den im Bereich zwischen Ostsee und Harz dislozierten Grenzkompanien. Dabei wurden 560 Bilder und 31 Skizzen verwendet um die Geschichte zu dokumentieren. Die angekündigten „Erlebnisberichte“ von Grenzern und Angehörigen von BGS und GZD allerdings entpuppen sich als Kopien von Forumsbeiträgen ehemaliger Angehörigen der Grenztuppen aus dem Internet. Nach kurzem Überfliegen stellt sich mir die Frage, ob diese Art der Verwendung von – naturgemäß – eher leger geschriebenen Beiträgen aus einem Internetforum der richtige Weg ist, eine Chronik zu bereichern. Dabei geht es mir tatsächlich nicht um den Inhalt der Erlebnisberichte, lediglich um die Form …

Ein solch umfassendes Vorhaben wie die Chronik des GKN blieb im Detail auch nicht fehlerfrei, zumal die Geschichte der Grenztruppen und damit auch des Grenzkommandos Nord geprägt ist von zahlreichen Veränderungen in Struktur und Dislokation. Trotzdem sind einige Fehler und Ungenauigkeiten wohl vermeidbar gewesen. Hierbei beziehe ich mich bewusst lediglich auf 2 Regimenter – GR 24 und GR 8 – von denen ich selbst oder eine vertrauenswürdige Quelle tiefer gehende Kenntnisse haben.

Fazit

Das Buch „Chronik des Grenzkommandos Nord“ ist keine Chronik im herkömmlichen Sinne. Der Autor verwendete in erster Linie Quellen aus dem Internet und die Regimentschroniken der entsprechenden GR aus den 80er Jahren. Beide Wege der Information genügen einem wissenschaftlichen Anspruch nicht. Das genau aber war nicht die Absicht des Autors. Neumann ist sich der vorhandenen Ungenauigkeiten und Fehler durchaus bewusst und macht im Vorwort auch darauf aufmerksam. Die Fülle der gesammelten und verarbeitete Informationen ist trotzdem verblüffend und so ist die „Chronik“ eine umfangreiche und detaillierte Datensammlung zum Grenzkommando Nord – nicht mehr und nicht weniger. Ich für meinen Teil danke Werner Neumann für die geleistete Arbeit und werde die Chronik wohl des öfteren als „Lesebuch“ verwenden.

Bemerkung

Als Hobbyhistoriker sind mir die o. a. Probleme nicht unbekannt. Überraschenderweise ist es gerade in der Militärgeschichte ausgesprochen schwierig, verlässliche Angaben zu Strukturen uns Dislokationen zu finden. Das geht hin bis zu Namens- und Ortsverwechslungen und führt oft zu Irritationen. Ich erinnere nur an die Teilnahme des Generals von Bredow an der Schlacht von Mollwitz 1741 im 1. Schlesischen Krieg …