SIX in Salzwedel

Ich kannte die Band so überhaupt nicht – Six aus dem brandenburgischen. Vor 25 Jahren als Coverband kamen immer mehr eigene Titel dazu. Und so hörten wir gestern Abend – bis auf die Barakowski-Hymne „Zeit die nie vergeht“ – nur eigene Titel der Jungs im Hanseat. Six bietet schnörkellosen Rock und klare Worte in den Texten. Also genau mein Ding …

Allerdings ist Six auf Abschiedstour. Nach 25 Jahren löst sich die Band auf. Wenn ihr irgendwo die Gelegenheit habt euch Six live anzusehen …

Als Appetithäppchen „Mein Herz, mein Blut, mein Fleisch“ …

 

Nur ein Blick , ein Wort es war um mich geschehen,
ich hab die ganze Welt mit anderen Augen gesehen,
Beim kleinsten Gedanken an dich ist nichts wie bisher,
du könntest jeden Kranken heilen, doch du bleibst nur bei mir.

Refrain:
Du kannst alles von mir haben,
mein Herz , mein Blut, mein Fleisch,
Ich vermach dir meine Seele,
wenn das alles noch nicht reicht,
solange wir leben, nur du und ich,
sag mir was du willst, ich tu alles für dich.

In der stürmischsten Nacht bist du mein Leuchtturm, mein Land,
Du holst mich ans Ufer, bist meine rettende Hand,
Du bist der Herzschlag und Puls, der mich am Leben hält,
Ich geh für dich Glut und Scherben, bis ans Ende der Welt.

Refrain:
Du kannst alles von mir haben,
mein Herz , mein Blut, mein Fleisch,
Ich vermach dir meine Seele,
wenn das alles noch nicht reicht,
solange wir leben, nur du und ich,
sag mir was du willst,ich tu alles für dich.

Zitat des Tages – Heinrich Heine

Quelle: Wikipedia

Wenn wir es dahin bringen, daß die große Menge die Gegenwart versteht, so lassen die Völker sich nicht mehr von den Lohnschreibern der Aristokratie zu Haß und Krieg verhetzen, das große Völkerbündnis, die Heilige Allianz der Nationen, kommt zustande, wir brauchen aus wechselseitigem Mißtrauen keine stehenden Heere von vielen hunderttausend Mördern mehr zu füttern, wir benutzen zum Pflug ihre Schwerter und Rosse, und wir erlangen Friede und Wohlstand und Freiheit.

Gefunden heute ebenfalls auf den Nachdenkseiten.

 

Ukraine LIII – Chronologie der Ereignisse

Es ist inzwischen tatsächlich mehr als 1,5 Jahre her, dass ich zum Thema schrieb. Der Konflikt in der Ukraine geriet ein wenig in Vergessenheit, wurde überschattet vom Proxykrieg in Syrien, den Wahlen in den USA. Doch er hat an Wichtigkeit, an Aktualität nichts eingebüßt. Immer wieder flackern Kämpfe auf, sterben Menschen, dringen Nachrichten über die katastrophale wirtschaftliche Lage der Menschen in der Ukraine zu uns – beiderseits der sogenannten Kontaktlinie.

Für unsere Politik und die Medien ist die Schuld Russlands, ja des russischen Präsidenten persönlich, an diesem Konflikt unbestritten. Er wird als Vorwand für den Beginn – wohl eher eine Wiederbelebung, denn tot war er nie – eines neuen Kalten Krieges genutzt. Eine neue Runde des Wettrüstens wird eingeläutet und begründet wird dieser Irrsinn mit der angeblichen Aggressivität Russlands.

Nur wenig Widerspruch ist hierzulande zu vernehmen, die Medien liegen auf Regierungskurs. Um so erfreulicher, dass sich immer wieder Menschen finden, die dieser offensichtlichen Kriegspropaganda Paroli bieten. Heute verwiesen die Nachdenkseiten auf die Dokumentation eines ihrer Leser. Ulrich Leonhardt liefert eine gut recherchierte Arbeit, die nicht nur den chronologischen Ablauf der Ereignisse in der Ukraine aufzeigt, sondern auch politische und geostrategische Zusammenhänge darstellt und mit umfangreichen Quellen belegt.

Seine Dokumentation beginnt mit den Worten:

In allen so genannten Mainstreammedien beginnt die Geschichte des aktuellen Konfliktes des Westens mit Russland mit der „Aggression“ Russlands auf der Krim und führt weiter zu einer Verteufelung Russlands, personifiziert durch Putin, wegen seiner aggressiven Politik in der Ukraine und seines Einsatzes in Syrien, insbesondere in Aleppo.
Die Darstellung der „Annexion“ der Krim ohne Vorgeschichte ist für mich vergleichbar mit der Aussage, die Indianer wurden nahezu ausgerottet, weil sie Siedler und Eisenbahnen überfallen haben.
Begründet werden damit Sanktionen des Westens gegen Russland, eine weitere Aufrüstung des Westens und eine Truppenstationierung der Nato unmittelbar an der russischen Grenze, auch unter Führung deutscher Offiziere1 150km vor der Stadt St. Petersburg, die ich im Sommer 2016 als weltoffene Stadt besuchen konnte, die im 2. Weltkrieg 1.000 Tage durch deutsche Truppen eingeschlossen war und ausgehungert wurde.

Mich berühren tief die Bilder der Zerstörung im Vergleich zur aktuellen Pracht, ganz gleich ob im Dresdener Grünen Gewölbe oder in Puschkin oder in der Eremitage in St. Petersburg. Ich bin sicher,
dass in einem erneuten Krieg neben unser aller Leben auch diese unwiederbringlichen Weltkulturschätze für immer ausgelöscht werden.