Mali – Deutschland als Hilfspolizist

Ist ja eigentlich nichts Neues – Deutschland fungiert schon seit Jahren als Hilfspolizist des selbst ernannten Weltgendarmen USA. Ob im Kosovo, Afghanistan, vor den Küsten Somalias und des Libanon, an der türkisch-syrischen Grenze und nun auch im Mali – überall sind deutsche Soldaten im Einsatz „for Freedom and Democracy“. Heidrun Jänchen – sie betreibt den im Menu verlinkten Blog „Aurora schießt quer“ – hat einen sehr interessanten Beitrag zum Thema veröffentlicht der ziemlich genau meine Meinung trifft (hier zu finden).

Interessant in diesem Zusammenhang auch eine Analyse im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung, die zeigt wie komplex und kompliziert die Lage in Mali ist und nachweist, dass ein Krieg die Probleme kaum beheben und weder zur Befriedung noch zur Demokratisierung des Landes führen wird …

Windows Live Writer vs. Blogilo

Ich habe wieder einen Rechner zu Hause auf dem Windows als Betriebssystem läuft. Es gibt nur einen Grund dafür – Spracherkennung. Insbesondere für mein Projekt zur Geschichte der Grenztruppen suchte ich eine Möglichkeit Dokumente zu diktieren und nicht abzuschreiben oder zu scannen. Aber das soll hier nicht das Hauptthema sein. Auf jeden Fall bin ich in der eher untypischen Situation, dass ich für mir inzwischen sehr lieb gewordene Linuxprogramme einen Ersatz unter Windows suche Smiley. Also teste ich gerade den – überraschender Weise – kostenlosen Windows Live Writer (= WLW), den ich auf der Windowsbüchse zum Bloggen nutzen kann, quasi als Ersatz des sonst von mir eingesetzten Blogilo auf den Linuxrechnern. WLW ist übrigens Bestandteil der sogenannten „Windows Essentials“, die neben dem WLW weitere Tools enthält. Heruntergeladen werden kann die Programmsammlung direkt bei Microsoft.

Und ganz ehrlich – ich bin überrascht wie gut der WLW funktioniert. Nun bin ich natürlich lange nicht am Ende meiner Tests, die sich wohl im wesentlichen auf praktische Anwendung beschränken werden, aber Handling und Funktionsumfang ist sehr gut und bietet sogar einiges mehr als Blogilo.

Einen großen Mangel habe ich eben doch festgestellt:  WLW hat arge Probleme mit der Darstellung der Menus im WordPress Thema 2012. Eine wirklich gute Vorschau der Entwürfe im Blogdesign ist so natürlich nicht möglich …

 

Geschichte der Grenztruppen

In den letzten Tagen habe ich mich wieder etwas intensiver mit meinem Projekt Geschichte des GR 24 – im Moment eher Geschichte der Grenztruppen – auseinandergesetzt. Bei meinen Recherchen nutze ich – neben Büchern – natürlich auch die Möglichkeiten des Internets.  Das Thema polarisiert, insbesondere wenn es um die Anwendung der Schusswaffe im Grenzdienst geht. Diskussionen über die Existenz oder Nichtexistenz eines „Schießbefehls“ enden in sehr persönlich geführten Auseinandersetzungen. Das steigert sich dann noch einmal, geht es um die Opfer dieser Grenze. Hier scheint es unmöglich eine sachliche und faire Diskussion zu führen.

Dieser Blog hier soll nicht dazu dienen, Auseinandersetzungen oder Diskussionen zu irgendwelchen Themen – auch nicht zur Problematik der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten – zu führen. Trotz allem möchte ich den interessierten Leser auf 2 Dokumente aufmerksam machen, die (abseits des Mainstreams) sich mit dem Thema beschäftigen.

  1. Horst Liebig „Schüsse an der Grenze“

    Der Autor, selbst lange Jahre Offizier der Grenztruppen und Journalist, setzt den Schwerpunkt auf die Darstellung der „…politischen Zusammenhänge und Hintergründe im internatio­nalen Geschehen und … über das Verhältnis der beiden deutschen Staaten zueinan­der. Es ist keine Rede zu den von westlicher Seite zu verantwortenden politischen, geheimdienstli­chen und vor allem militärischen Tatsachen und Fakten, die maßgebend das Regime an der Staatsgrenze der DDR mitbestimmten …“.
    In meinen Augen eine sehr ausgewogene und sachliche Darstellung, bis hin zu solchen sehr bekannten und polarisierenden Todesfällen wie dem von Peter Fechter oder Hauptmann Rudi Arnstadt.
    Nachlesbar ist das Dokument auf der Seite der AG Grenze der GRH, als PDF-Datei kann es von meiner Seite zur Grenztruppengeschichte herunter geladen werden.

  2. Einen anderen Schwerpunkt setzt die „Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V.“ (vorrangig aus ehemaligen Offizieren der Militärakademie der NVA bestehend). In einem ihrer als Arbeitspapiere bezeichneten Veröffentlichungen bezieht sie Standpunkte zu „Grenzschutz und Grenzregime an der deutsch-deutschen Grenze“.  Durchaus kontrovers und kritisch werden auch hier Aspekte der Geschichte der Grenztruppen angesprochen. (als PDF auf der Seite der DSS und auf meiner Website verfügbar)

Beide Dokumente empfehle ich all jenen, die an einer objektiven und sachlichen Information und Diskussion zum kontroversen Thema Grenze interessiert sind.