Pink Floyd

Ende der 70er des letzten Jahrhunderts, was sage ich – in den 70ern des letzten Jahrhunderts des vergangenen Jahrtausends – war Pink Floyd von einer ordentlichen Mugge nicht weg zu denken. Wir Möchtegern-Hippies und Fast-Erwachsenen hingen verzückt an unseren Kassettenrecordern oder Tonbandgeräten (nur die etwas Betuchteren unter uns) und lauschten den sphärischen Klängen. Einer meiner Favoriten aus dem fast unendlichen Fundus von Musik: „Wish You Were Here“ (1975). Aus 1979 stammt übrigens „The Wall“, das Album von Pink Floyd, dass uns an diese Musik heran geführt hat …

Das Video entstand 1994 beim „Live-Pulse“-Konzert der Altmeister

 

Bei mir wurden die englischen Elektrorocker bald danach von einer durchgeknallten australischen Band abgelöst …

Tour mit dem Motorrad zum Stilfser Joch

Im weit zurück liegenden Sommerurlaub waren wir ja mit dem Motorrad in den Alpen unterwegs zwischen Groß Glockner, Dolomiten, Gardasee und Hochalpen. Am letzten Tourentag, genauer am 15.08. waren wir auch wieder auf dem Stilfser Joch. Für mich war es der 4., für Heike der 2. Aufstieg auf Italiens höchstgelegendsten Pass. Mit dem Wetter hatten wir wenig Glück: beim Start in Schlanders hatten wir gegen 9 Uhr stolze 6° und noch vor Kehre 5 auf der Nordost-Rampe waren wir in dickem Nebel. Das Wetter wurde immer schlechter, bis wir schließlich auf der Passhöhe ankamen. Hier empfingen uns kuschlige 3° und Schneeregen.

Nach kurzem Halt auf „Europas höchst gelegenen Rummelplatz“ (irgendwo gelesen) ging es über die Westrampe runter Richtung Bormio. Das Wetter besserte sich nur zögerlich, aber es besserte sich immerhin. Von Bormio weiter nach Livigno, war doch ein Einkauf in der zollfreien italienischen Einkaufsoase geplant. Vorrangig meine Liebe zu Produkten der Firma Danneman, irischen Whiskey und kubanischen Rum war dafür verantwortlich …

In Livigno stieg die Temperatur auf gigantische 12° und wir legten nach den obligatorischen Einkäufen noch eine Mittagspause ein. Die Pizza war riesig und schmackhaft, dafür gerieten wir in einen wirklich sintflutartigen Regen. Der begleitete uns bis zum Muntla Schera, dem Tunnel zur Schweiz aus dem Livignotal heraus. Aus dem Tunnel heraus auf Schweizer Seite, dann endlich so etwas ähnliches wie Frühlingswetter im August: ein wenig Sonne, ein paar Wolken und ein paar Schauer bei Temperaturen zwischen 15 und 18°.

Fazit: die mit Abstand schwierigste Tour zum Stilfser Joch die ich bisher gemacht habe, bei den bisher widrigsten Wetterbedingungen, aber trotzdem schön 😉 .

Vielleicht fragt ihr euch, warum ich gerade jetzt so ein Thema bringe. Ein bisschen Melancholie macht sich schon breit, denn nach dem vergangenen Wochenende scheint sich der Herbst mit aller Kraft zu melden. Das ist ja nicht so das richtige Wetter zum Motorrad fahren. Dann noch auf das Stilfser Joch, um diese Jahreszeit sicherlich alles andere als leicht zu befahren …

Neben der Herbstdepression eines Motorradfahrers gibt es noch einen anderen Grund. Als wir uns die Nordost-Rampe hinauf kämpften bemerkte ich in Kehre 38 einen Fotografen, der uns hektisch ablichtete. Neben ihm ein Transparent mit der Aufschrift: fotostelvio.com .

Vor ein paar Tagen kamen wir im Gespräch wieder auf das Thema und ich machte mich auf die Suche. Und tatsächlich fand ich etliche Bilder von uns. Sehr hilfreich beim Suchen ist es übrigens, wenn man neben dem Datum auch die ungefähre Uhrzeit der Begegnung mit dem fleißigen Fotografen weiß. Der Preis für ein Foto (also das Image im JPG-Format) liegt bei 8€ pro Bild.

Wo bekommt man aber sonst hochauflösende Bilder von sich selbst auf dem Motorrad am Stilfser Joch her? Nachdem ich heute die ersten 4 Bilder herunter geladen habe, bestellte ich gleich 4 weitere – natürlich andere. Die Dateien können im übrigen mehrmals herunter geladen werden. Wenn alle 8 Bilder verfügbar  stelle ich eine Galerie ein, für heute soll ein Foto genügen (natürlich skaliert).

Speedies im Anflug ;-)
Speedies im Anflug 😉

Ukraine XL – Stellungnahme des BND

Gestern rauschte es wieder im Blätterwald – der BND „ist sich sicher“ das „russische Separatisten“ für den Abschuss der malaysischen Verkehrsmaschine am 17.07.2014 verantwortlich seien. Dankbar wurde diese Information von den üblichen Verdächtigen – ARD, ZDF, FAZ, Spiegel u.a. aufgegriffen. Woher der BND die Informationen hat, die das Amt zu diesen Schlußfolgerungen kommen lässt, wird allerdings schamhaft verschwiegen bzw. die Nichtoffenlegung der Informationen mit der notwendigen „Geheimhaltung“ begründet …

Gabriele Wolf, ehemalige Staatsanwältin u.a. in Duisburg, Düsseldorf, Neuruppin und Potsdam, veröffentlichte auf ihrem Blog einen sehr interessanten Beitrag zum Abschuss von MH-17. Detailliert und kenntnisreich nimmt sie aus der Sicht einer Ermittlerin und Rechtsexpertin Stellung zum Bericht der niederländischen Untersuchungsbehörde und weist auf zahlreiche Ungereimtheiten sowohl in diesem Bericht als auch der offiziellen Berichterstattung in den Medien dieses unseres Landes hin. In der sehr umfangreichen Diskussion zum Artikel bezog sie gestern auch Stellung zu den Erkenntnissen des BND:

Ich glaube, wir können die BND-Version der Ereignisse abhaken: schließlich hat der BND nicht ermittelt (oder hat er die chemischen Rückstände an den Wrackteilen oder an den metallischen Fremdkörpern in den Leichen untersucht?). Dem ukrainischen Geheimdienst Fälschungen bei dem Versuch, eine Indizienkette gegen die Rebellen und Rußland zu schmieden, nachzuweisen, ist keine große Sache – das haben andere längst zeitnah getan. Wenn schon die USA zugeben, nichts darüber zu wissen, wer die angeblich für den Abschuß verantwortliche Buk bedient hat, dann sollte der BND, der ohnehin von den amerikanischen Diensten abhängig ist, sich nicht päpstlicher gerieren als der Papst.

Der gesamte Artikel – sehr lang und detailliert – gehört zum Besten was ich zum Thema gelesen habe. Sie weist auf eine Fortführung des Artikels hin …