Wieder mal Microsoft – Perversitäten der EDV

Ab und an überrascht mich Microsofts Betriebssystem Windows mit „unerklärlichen Phänomenen“ deren Lösung zum stetigen Anwachsen meiner kleinen „EDV-Datenbank“ führen. Vom privaten Blog Christian Haufes inspiriert, taufte ich diese Tellico-Sammlung auf „Perversitäten der EDV“.

Heute morgen meldete sich ein User und erklärte, dass sein Rechner kein Vertrauen mehr zu ihm hätte. Die Prüfung der tatsächlichen Fehlermeldung kam zu folgendem Ergebnis:

Bild von windowspro.de übernommen

Eine kurze Recherche brachte die Erkenntnis, dass es sich weder um ein neues noch um ein seltenes Phänomen handelt. Selbst in der Knowledgebase von Microsoft wurde ich fündig. Die Sache an sich war schnell repariert, es reichte tatsächlich die Entfernung des Rechners aus der Domäne und das anschließende erneute Hinzufügen löste – schon 2 Neustarts später – das Problem.

Allerdings fehlt mir – wie so häufig – eine schlüssige Begründung für das Auftreten des beschriebenen Problems. Microsoft liefert gar keine, sondern fordert einfach zur Umsetzung des Workarounds auf. Bei windowspro.de findet man zwar eine Erläuterung der Zusammenhänge, aber die aufgeführten Gründe treffen hier nicht zu – weder war der Rechner längere Zeit offline, noch war er zurückgesetzt worden.

Es scheint sich wiederum um einen Schwachpunkt des Active Directory zu handeln, Microsofts Verzeichnisdienst für Netzwerke.

Mich beunruhigen solche Phänomene immer noch, denn ich sehe hier Potential für erhebliche Einschränkungen des Arbeitsablaufes der Firma., insbesondere wenn es um unsere „Außenstellen“, die mobilen Bohranlagen geht …

Struktur – ein weiterer Versuch mit Tellico

Wieder musste ich feststellen, dass ich selbst – vielmehr meine „Arbeitsweise“ – das größte Hemmnis bei der Verwirklichung meiner Projekte ist. Die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nutzend, von der Deutschen Digitalen Bibliothek bis hin zum Google- Books-Projekt finden sich nunmehr Unmengen an interessanten und interessierenden PDF-Dokumenten auf meinen Rechnern. Allein es fehlt Struktur, Übersicht, Zugriff. Nextcloud ermöglicht zwar auf allen Rechnern Zugriff auf die digitale Sammlung zu haben, aber die Übersicht fehlt eben. Um diese Übersicht zu erhalten soll wieder einmal Tellico, der „KDE-Collection-Manager“ dienen.

Zwischen Weihnachten und Silvester habe ich es immerhin erreicht, dass die Dateistruktur auf den verschiedenen Geräten einheitlich ist und damit die Voraussetzung geschaffen, dass nunmehr Verlinkungen auf allen relevanten Endgeräten gleich und damit abrufbar sind. Damit wird es möglich die Dateien in Tellico versehen mit Schlüsselwörtern, Kategorien, Inhaltsangaben usw. direkt zu verlinken, im besten Fall überhaupt zu finden. Natürlich gilt es diese neue Struktur jetzt auch mit Leben zu füllen. Der Anfang dafür ist jedenfalls getan.

Nebenher fiel mir auf, dass auch meine Bücher (also auch die „normalen“) lediglich fragmentarisch erfasst sind, nicht einmal die Neuerwerbungen finden Platz in der Datenbank. Auch hier gilt es wohl ein wenig disziplinierter vorzugehen. Also doch gute Vorsätze? Nee nicht wirklich 😉 – am Ende ist das alles nur Freizeitbeschäftigung, Hobby. Also Druck ist nicht erforderlich, überflüssig.

Trotzdem: eine vorgegebene Struktur des Handelns (so von „Klarmachen der Aufgabe“ bis „Organisation des Zusammenwirkens“) hatte durchaus Vorteile …

Trouble mit Webmin

Natürlich lag das Problem wieder einmal bei mir. Als Webmin mir gestern ein Designupdate meldete, „übersah“ ich großzügig die Warnung die auf ein Kompatibilitätsproblem meiner zum Zeitpunkt verwendeten Version 1.89 mit eben diesem Design (Authentic theme Version 1.9.21) hinwies. Das Desaster war nach Installation perfekt: statt meines altbekannten Dashboards sah ich nach der Anmeldung  lediglich eine „weißen Seite“. Da ich wegen der Funktionalität des kleinen aber feinen Tools nicht darauf verzichten wollte, blieb also nur Troubeshooting der alten Schule übrig.

Das Projekt bietet inzwischen bereits Version 1.900 an, nur das Debian meines Homeservers hält die neue Version von Webmin noch nicht in den Repositories bereit. Eine Installation von sourceforge.net stellt allerdings kein Problem dar (siehe auch den Artikel über die Installation auf dem Raspberry Pi) :

  • die im ersten Schritt genannten Perlmodule usw. brauchte ich nicht zu installieren, da bereits vorhanden aus der funktionierenden Installation von Webmin 1.8900
  • per wget die neuest Version herunterladen
# wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.900_all.deb

und per dpkg installieren

# dpkg --install webmin_1.900_all.deb

Nach der Anmeldung zeigte sich Webmin wieder in alter Schönheit.

Sollte das verwendete Betriebssystem mal die neueste Version des hervorragenden Web-Administrations-Programms verweigern, ist mit Hilfe der oben angeführten Befehle immer diese Version installierbar, lediglich die Versionsnummer des aktuellen Paketes muß angepasst werden.