Android File Transfer

Es ärgert mich immer wieder: regelmäßig treten beim Filetransfer zwischen Android und meinem Linux Probleme auf. Entweder wird das Galaxy Note 8 gar nicht erkannt, kein Zugriff auf die Speichermedien ist möglich oder Nautilus meldet einen „unbekannten Fehler“. Da ich zum fotografieren inzwischen ausschließlich das Note benutze, ist die Möglichkeit des Filetransfers zwar nicht lebenswichtig aber doch eine recht wichtige Funktion für mich geworden.

Gestern wurde ich auf eine kleine aber feine App aufmerksam: Android File Transfer for Linux. Ursprünglich für die Mitbewerber mit dem angebissenen Apfel entwickelt, wurde sie nunmehr auf Qt portiert und steht nunmehr auch für KDE zur Verfügung. Die aufgeführten Eigenschaften klangen überzeugend:

  • einfache Benutzeroberfläche
  • Drag&Drop vom Linux zum Telefon
  • Batch-Download (Telefon zum Linux)
  • Fortschritsanzeige der Übertragung
  • keine Dateigrößenbeschränkungen

Für Ubuntu-Systeme (also auch für mein KDE Neon) existiert eine ppa die auf gewohnten Wege die Einbindung der Quelle ermöglicht.

sudo add-apt-repository ppa: samoilov-lex / aftl-stabil

Danach Update der Softwarequellen und Installation des Programms:

sudo apt-get update && sudo apt install android-file-transfer

Das kleine aber feine Programm findet sich danach im KDE-Menu unter dem Punkt Dienstprogramme.

Nach dem Start öffnet sich die versprochene übersichtliche Benutzeroberfläche.

Mit einem Rechtsklick auf das/die Verzeichnis/se oder Datei(en) können die gewählten Inhalte auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden. Funktionierte auf Anhieb und problemlos. Es gilt nur zu beachten, das der Androide nicht bereits im System gemountet ist (z.B. in Nautilus)

Perversitäten der EDV – Windows 2012

Ich hatte ja schon einmal auf die Seite „Perversitäten der EDV“ aufmerksam gemacht. Hier berichtet ein manchmal genervter IT’ler von seinen Erlebnissen, die man durchaus das eine oder andere Mal als Perversitäten bezeichnen kann. Seitdem ich (vor gut einem Jahr) meine Netzwerkumgebung auf Windows 2012 umstellen musste, erlebe ich fast täglich Ähnliches. Die letzte Perversität bringt mich dazu, mal wieder meine Antipathien gegenüber Produkten der Firma aus Redmond zum Ausdruck zu bringen.

Wie geschrieben, stellte ich seit Anfang letzten Jahres die Server unseres Firmennetzwerkes von Linux auf Windows 2012 um. Nachdem der Mailserver und diverse Kleinigkeiten umgestellt waren – ich bin immer noch verblüfft, wie viele „Zusatzprogramme“ (natürlich nicht kostenlos) Exchange braucht, um Anforderungen zu erfüllen, die z.B. bei Groupwise „out of the box“ funktionieren – folgte nun der Einsatz eines Datenservers. Waren die Umsetzung diverser Anforderungen per Group Policies zwar auf ungewohntem Wege, aber doch fehlerfrei umsetzbar, traten nun beim Dateizugriff einige Probleme auf. Die User beschwerten sich über lange Zugriffszeiten auf Freigaben bzw. lange Wartezeiten beim Öffnen von Dateien auf Netzlaufwerken. Das Setzen der Netzwerkfreigaben als permanent per GPO brachte nur kurzzeitig Besserung, ebenso war die Erhöhung des Netzwerkpuffers erfolglos.

Erst die Umstellung der Netzwerkfreigabe vom DNS-Namen des Datenservers auf die IP-Adresse brachte scheinbar Erfolg (also statt „\\se1.domain.local\Freigabe“ „z: \\IP_Adresse_des_Servers\Freigabe“ verwenden). Obwohl der Dateiserver in der Windows-Domain eingebunden und auch beim DNS-Server registriert ist, verzögert die DNS-Auflösung den Zugriff auf das Netzwerklaufwerk erheblich. Einziger Anhaltspunkt war die Meldung „Kontaktiere  \\se1.domain.local\Freigabe“ beim Öffnen der Dateien durch Word, Excel & Co.

Für mich durchaus eine Perversität  beim Serverbetriebssystem Windows 2012 …

 

Nextcloud 13.0.1

Dieses Mal ging es schnell, nur wenige Tage lagen zwischen dem RC1 und dem Release von Nextcloud 13.01. Das Minor-Release machte bei mir keine Schwierigkeiten. Wie gewohnt, erledigte der Webupdater seine Aufgaben ohne Probleme.

Laut der Changelog wurden über 60 „kleinere Probleme“ behoben, u.a.

  • Die App-Navigation und die Datum / Uhrzeit-Auswahl in IE11 wurde korrigiert
  • Verbesserungen bei der End-to-End-Verschlüsselung (die sich noch im Test befindet!)
  • Aktualisierung von Schriftarten und Benutzerfreundlichkeit
  • Einige Sicherheitsmaßnahmen
  • Updates für Links und aktualisierte Übersetzungen.
  • mehrere Korrekturen bei der Nutzung von Objektspeichern

 

Versionsanzeige in Nextcloud