Excel – Dateien verkleinern mit LibreOffice


Es ist ein Phänomen, das seit Jahren auftritt: Dateien  – mit Excel – erstellt blähen sich unverhältnismäßig auf und erreichen Größen von mehreren Megabyte obwohl sie nicht viel mehr als 2 Tabellen enthalten. Im Internet finden sich diverse Möglichkeiten, wie man die Dateien auf ein vernünftiges Maß „schrumpfen“ kann. Das Problem bei diesen Tipps ist der damit verbundene Aufwand: die Formatierungen leerer Zellen zu löschen ( wie hier beschrieben), oder gar umfangreiche „Umspeicheraktionen“ sind ausgesprochen zeitaufwändig, deshalb für den gestressten ITler nicht die allererste Wahl. Den Gipfel an Ignoranz bietet im übrigen wieder einmal die „Knowledgebase“ von Microsoft: hier bietet man zum Verkleinern von Excel-Dateien lediglich einen Workaround zur Komprimierung eventuell eingebundener Bilder

Durch Zufall kam ich vor Jahren bereits auf eine einfache und bisher immer funktionierende Lösung: statt mit Excel die entsprechende Datei einfach mit LibreOffice öffnen und anschließend wieder schließen. Mehr ist nicht nötig! Erst gestern habe ich mit dieser „Methode“eine Datei von 15 MB auf eine Größe von 100 KB „geschrumpft“! Obwohl noch nie etwas schief gegangen ist, empfehle ich auch hier natürlich vor der „Bearbeitung“ eine Sicherungskopie der betreffenden Excel-Datei anzulegen. Nicht das am Ende die hochwichtige Kalkulation nicht mehr verwendbar ist!

LibreOffice zu installieren – meinetwegen neben Excel – dürfte kein Problem sein, schließlich handelt es sich um OpenSource-Software. Vielleicht findet der eine oder andere ja sogar Geschmack an dieser Programm-Suite!

Rolle rückwärts bei Ubuntu


Es ist fast genau 4 Jahre her, dass ich mich von Ubuntu – genauer von Kubuntu – zurückgezogen habe. Gründe dafür habe ich in einem Artikel beschrieben. Im wesentlichen ging es mir gegen den Strich, dass man einerseits im Bereich der Desktopmanager mit der Eigenentwicklung Unity eigene Wege ging und in diesem Zusammenhang auch eine eigene Display-Architektur entwickelte. Mit Maui-Linux und auch mit meinem aktuellen Betriebssystem KDE Neon landete ich zwar durch die Hintertür wieder bei Ubuntu, hatte allerdings deswegen ein ausgesprochen ungutes Gefühl.

Sicher nicht unbedingt wichtig für die große weite Welt, für mich allerdings mehr als eine Kleinigkeit. Schon war ich auf der Suche nach einer Alternative – wieder einmal. Insofern sind es gute Nachrichten, die ich am Wochenende las: Canonical, die Firma hinter Ubuntu, zieht die Reißleine und stellt die Entwicklung von Unity ein, kehrt wohl im kommenden Jahr zu Gnome als Standard-Desktop zurück und stampft auch die eigene Display Architektur „Mir“ ein. Die Rückkehr zu Wayland beendet einen Teil der Linux-Diaspora und führt die große Gruppe der Ubuntu-Nutzer zurück in das Lager der „normalen“ Linux-Distributionen.

Für mich der Moment wieder mit ruhigem Gewissen vor meinem Desktop zu sitzen und mich meiner Linux-Distribution zu erfreuen. Ein Blick zu Kubuntu wird dadurch ebenfalls wieder möglich ….

PaloAlto Firewall – Its a Bug, not a feature

Bereits seit 3 Jahren setzen wir auf PaloAlto bei den Firewalls in der Firma. Bisher war ich mit der Leistung, vor allem aber mit den umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten der bei uns eingesetzten Firewall PA-500 sehr zufrieden. Insbesondere die Möglichkeiten, die eine Anbindung von Remote-Clients per VPN und  zur LAN-LAN-Kopplung fanden und finden in unseren Umgebung breite Anwendung. Besonders hier stellt Palo Alto seine Fähigkeiten unter Beweis. Die Sicherheitsfeatures, neben SSL-VPN u.a. Antivirus, Anti-Malware und applikationsbasierte Zugriffssteuerung, arbeiten zuverlässig und effizient.

Der Zugriff per VPN erfolgt für Windows und iOS über einen separaten Client, der auf die Komponenten der Firewall zugreift. Auf der Firewall selbst werden die Sicherheitsfeatures für das VPN konfiguriert und hier gibt es alles was das Adminherz begehrt: SSL, TLS, verschiedene Protokolle von OpenVPN bis IPSec, Verzeichnisintegration (LDAP und AD), verschiedene Authentifizierungsmöglichkeiten usw. usf. Die Anbindung von Linux- und Android-Clienten stellt(e) ebenfalls kein Problem dar: auf meinen Linuxbüchsen nutze ich den Cisico-basierten Client (VPNC), auf den Androiden habe ich mit VPNCilla sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die Anbindung funktionierte tadellos bis, ja bis Dezember letzten Jahres. Nach einem Update der PANOS genannten Firmware der Firewall war der Aufbau eines VPNs von den Clients aus nicht mehr möglich, die LAN-LAN-Kopplung hingegen werkelte weiter ohne Probleme vor sich hin. Für die Windows-Clients erledigte sich das Problem relativ schnell: eine neue Version der GlobalProtect genannten Clientsoftware wurde bereit gestellt und alles war wieder in Butter. Nur ich selbst – der ich mich immer noch ohne Windows in der digitalen Welt bewege – konnte ums Verrecken keine Verbindung mehr zu „meinem“ Netzwerk herstellen. Natürlich suchte ich die Ursache in der Konfiguration der Clients, aber es gelang mir nicht, den Fehler einzukreisen.

Gestern stiess ich nun auf den lapidaren Kommentar zu einem Artikel über die Anbindung von Android-Clients per IPSec an die PaloAlto:

If you upgrade from some lower version to 7.x there is a bug which can be fixed by removing the gateway config and configuring to again or by changing a keyword from „any“ to Any.

Also wer ein ähnliches Problem hat: es reicht tatsächlich, die Gatewaykonfiguration zu löschen und sie mit genau denselben Einstellungen neu zu erstellen (achtet darauf das eure Dokumentation aktuell ist 😉 ). Diese Einstellungen dann auf die Firewall übertragen, fertig! Der Zugriff sowohl vom Androiden als auch den Linuxrechnern ist wieder ohne Probleme möglich.