Sie spielen noch–Pankow

pankowIch weiß nicht, warum mir das entgangen ist: eine meiner DDR-Lieblingsbands “Pankow” gibt es scheinbar doch noch. Zumindest haben sie auch nach 1990 noch Alben veröffentlicht. Das Album “Neuer Tag in Pankow” erschien 2011 und dröhnt mir um die Ohren. Die Band um Sänger Andre Hertzberg und Gitarrist Jürgen Ehle  wurde auch “Rolling Stones des Ostens”  genannt und genau diesem Musikstil sind sie treu geblieben – Bluesrock vom Feinsten. Ihre Texte sind immer noch kraftvoll und provokant. Weitab vom Mainstream wird hier Position bezogen. Hertzberg immer noch cool und rotzig.

Mann Leute, wie habt ihr mir gefehlt!

Als Beispiel für Pankows Texte: Langeweile, 1988 auf dem Album “Aufruhr in den Augen”

den alten krimi so oft gelesen
rohe spaghetti zu viel gekaut
zu lange geschlafen
zu oft gebadet
und vor allem zu viel fernsehen geschaut
ich bin rumgerannt
zu viel rumgerannt
zu viel rumgerannt
ist doch nichts passiert

zu viele frauen nur angeseh’n
zu viel nur mit mir rumgespielt
zu viel gesoffen
zu viel geredet
zu viele nächte wo nichts passiert
ich bin rumgerannt
zu viel rumgerannt
zu viel rumgerannt
ist doch nichts passiert

das selbe land zu lange geseh’n
die selbe sprache zu lange gehört
zu lange gewartet
zu lange gehofft
zu lange die alten männer verehrt
ich bin rumgerannt
zu viel rumgerannt
zu viel rumgerannt
ist doch nichts passiert

ich bin rumgerannt
zu viel rumgerannt
zu viel rumgerannt
ist doch nichts passiert

Neues von der Speedy

Nach der AusfahrtEin (wettermäßig) trauriges Jahr gibt mir kaum Gelegenheit mit der Speedy zu fahren und so gibt es auch wenig zu berichten vom Motorrad. Heute war ich nun in Braunschweig beim Händler: das erste Jahr ist um und die turnusmässige Durchsicht war fällig. Als ich dort ankam, hatte ich 7.045 km mit der Engländerin hinter mich gebracht. Nicht gerade übermäßig viel, aber auch kein schlechtes Ergebnis. Wäre der Herbst letzten Jahres nicht so kalt und das bisherige Jahr nicht so verregnet gewesen, hätte ich wahrscheinlich noch ein paar Kilometer mehr geschafft. 

 
Die Durchsicht dauerte etwa 2 Stunden, vor allem auch deshalb, weil meiner Speedy neue Scheinwerfer verabreicht wurden. Triumph hat nach einigen Problemen mit den Scheinwerfern (das Glas riss bei einigen Modellen)  den Tausch für alle Speedys MY 2011/2012 verordnet. Bei mir wurden sie getauscht, obwohl alles in Ordnung mit ihnen war ….
 
Der Aufenthalt beim Händler gab mir Gelegenheit neben den diversen anderen Modellen, auch die Speedy SE (=Special Edition) anzuschauen. Nicht das mir die Maschine mit ihrer Ausstattung nun so besonders gefallen hat (sie war in weiß, absolut nicht mein Ding), aber ich habe einige Teile aus dem offiziellen Triumh-Zubehörprogramm zum ersten Mal an einer Maschine verbaut gesehen. Neben einigen Karbonteilen (nur wegen der Optik, die Gewichtsersparnis ist für mich uninteressant) hat es mir besonders die LED-Rückleuchte aus Klarglas angetan. Hatte ich bisher schon ein paar mal überlegt, schreckte ich immer vorm Kauf zurück, weil ich mir der optischen Wirkung nicht sicher war. Jetzt wo ich das Teil gesehen habe, werde ich wohl demnächst zuschlagen und Miss Sophie noch ein bisschen aufhübschen …
 
Der Urlaub ist nun endlich geplant und sogar das Hotel gebucht (wer Heike kennt, weiss was das für ein Akt ist 🙂 ). Ende Juli geht es für eine Woche nach Südtirol, genauer in die Dolomiten. Wir waren ja vor 5 Jahren schon einmal da, aber damals fuhr ich noch mit Sozia … Wird für Heike ein ganz anderes Erlebnis als 2008 sein. Nachdem sie aber unsere Alpentour 2011 und letztes Jahr den Schwarzwald mit solcher Bravour gemeister hat, werden wir auch in diesem Jahr wieder ordentlich „Pässe sammeln“ können …

Selfhost – dynamischer DNS-Account

Vor wenigen Tagen berichtete ich in einem Artikel über meinen Wechsel von DynDNS.org zu Selfhost.de. Selfhost deshalb weil sie einen kostenlosen Account bereit stellen und ich so die Erreichbarkeit meines Heimnetzes aus dem Internet per dynamischem DNS weiterhin realisieren kann. Gestern bekam ich nun eine E-Mail von meinem neuen Provider, Inhalt: nach Ablauf von 30 Tagen sei „zu meiner Sicherheit“ ein „Datenbestätigungsverfahren“ erforderlich und ich solle mich einloggen und die Richtigkeit meiner Stammdaten per Klick bestätigen. Der Abgleich meiner Daten sei „aus rechtlichen Gründen zwingend erforderlich und wird im Abstand von jeweils einem Monat wiederholt“. Sollte man diese Bestätigung nicht vornehmen, wird nach dem Ablauf von 40 Tagen der Account „inaktiviert“ (besser wohl deaktiviert, aber wir wissen ja was sie meinen 😉 ).

Ich bin mir relativ sicher bei der Einrichtung des Accounts nichts von der Notwendigkeit dieses „Datenbestätigungsverfahrens“ gelesen zu haben. Allerdings – ein so großer Leser des Kleingedruckten bin ich nicht unbedingt … Trotz einer Recherche konnte ich bisher auch keine rechtlichen Gründe finden, die diese Prozedur erforderlich machen. Nun gut, ändern kann ich an der Sache nichts.

Im nächsten Absatz der Mail kam dann auch gleich ein Vorschlag zur Vermeidung der lästigen Anmelderei:

Neben der monatlichen Bestätigung per Klick haben Sie als Kunde von Selfhost jedoch auch die Möglichkeit, für nur 5,00 € einmalige Bearbeitungsgebühr an der BriefIdentifikation teilzunehmen. Das spart Zeit und ist besonders praktisch.Der Bearbeitungsbetrag wird dabei als Gutschrift erfasst und im Falle einer Bestellung von kostenpflichtigen Produkten mit dem jeweiligen Rechnungsbetrag verrechnet. Kunden einer eigenen Domain nehmen automatisch an dem BriefIdentifikationsverfahren teil.

Im Moment habe ich nicht vor, bei Selfhost irgendwelche kostenpflichtigen Produkte zu bestellen, aber was nicht ist kann ja noch werden. So habe ich jetzt die 5€, die ja im schlimmsten Fall auch nur einmalig anfallen, investiert in meinen „kostenlosen Account“ und hoffe, dass sich die Sache nicht so allmählich aufbaut wie bei DynDNS.org …