Das Microsoft-Dilemma – ARD

Bild: Ard/rbb

Gestern Abend sah ich diese sehr interessante Dokumentation-„Das Microsoft-Dilemma – Europa als Softwarekolonie“. Inhalt ist die offensichtlich enge Vequickung zwischen Microsoft und Behörden. Diese Verquickung gibt es nicht nur in Deutschland, sondern ebenso in anderen europäischen Staaten, sogar bei den EU-Institutionen.
Der Film weist auf die Gefahren dieser einseitigen Ausrichtung auf Microsoft auf und nennt neben Sicherheitsrisiken u.a. auch die Abhängigkeit von einem Konzern, der durchaus seine Marktstellung ausnutzen könnte – mMn auch schon ausnutzt. Auch seit den Enthüllungen von Edward Snowden erfolgte in nationalen und EU-Behörden kein Umdenken.

In Deutschland werden selbst Bedenken des BSI ignoriert und langfristige Verträge mit Microsoft abgeschlossen, die nicht nur wegen der o.a. Fakten Problematisch sind, sondern auch immense Kosten verursachen. Im Film wird als Beispiel die Stadt Münschen genannt, die eine Kehrtwende vom eigenen OpenSource-Projekt LiMux vollzog und wo man inzwischen für die Rückkehr zu Windows und Microsoft-Office mit einem dreistelligen Millionenbetrag rechnet.

 

In einem Beitrag der ct‘ wird ebenfalls ausführlich auf das Thema hingewiesen:

Als prominentes Beispiel, wie es eigentlich anders gehen könnte, führt der Film die Einführung von Linux in Münchner Behörden („LiMux“) auf. Für viele Bürger und Mitarbeiter in München galt LiMux als großer Erfolg, doch die Müncher Politik unter dem seit Mai 2014 amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter vollzog inzwischen eine Kehrtwende und verabschiedete sich von dem Prestige-Projekt. Nun stellt München die Arbeitsplätze auf Windiws 10 und Microsoft-Office-Produkte um, wofür Recherchen von heise online zufolge wohl nun schon mit einen dreistelligen Millionenbetrag an Kosten gerechnet wird.

Es gibt aber immer noch Gegenbeispiele: In Rom und bei der italienischen Armee beispielsweise arbeitet man inzwischen verstärkt mit offenen Alternativen. So will man dort beträchtliche Summen einsparen.

Die ARD-Sendung „Das Microsoft-Dilemma“ ist noch bis zum 19.5.2018 in der ARD-Mediathek verfügbar. Einen ausführlichen Hintergrundartikel zum Einsatz von Microsoft in Behörden finden Sie in der aktuellen c’t:

„Holodomor“ – antistalinistische Geschichtsfälschung

Der Holodomor – der angeblich durch die sowjetische Regierung, soll heissen Stalin persönlich, angeordnete Massenmord durch Hunger an den Ukrainern –  gehört zum festen Repertoire jedes Anti-Stalinisten und „Demokraten“. Auch das Zurechtbiegen der russischen Wörter golod (= Hunger) und mor (= Pest, Seuche) zum allgegenwärtigen Holodomor und damit die Herstellung einer zumindest phonetischen Ähnlichkeit zum Holocaust deutet auf die große propagandistische Bedeutung hin, die dem Holodomor beigemessen wird.

Es gehört zum „Allgemeinwissen“, muss nicht hinterfragt, begründet oder belegt werden, dass Stalin die Bauern und hier insbesondere die Ukrainer vernichten, töten, ihren angeblich vorhandenen Widerstand gegen die Kollektivierung der Landwirtschaft und die Industrialisierung brechen wollte. Zu Beginn der 30er Jahre „gelang“ ihm das schließlich durch die künstliche Herbeiführung einer Hungersnot in der Ukraine. Soweit die offizielle Version zum Holodomor. 

Bereits im September 2017 erschien in der Tageszeitung „Junge Welt“ ein Artikel, der die offizielle Version widerlegt. Der Autor, Thanasis Spanidis, stützt sich dabei vor allem auf die Forschungen des us-amerikanischen Historikers Mark B. Tauger, der die Ursache der Hungersnot 1932/33 vor allem in Umweltbedingungen sieht (Dürre, Überschwemmungen, Pflanzenkrankheiten).

Zitat aus dem Artikel:

Beim »Holodomor« handelt es sich also um einen besonders dreisten Fall von Geschichtsfälschung, da jedes Detail des relativ gut erforschten Ereignisses der These eines gewollten »Völkermords« widerspricht. Erst recht gilt das, wenn man bedenkt, dass es durchaus andere historische Ereignisse gibt, die man als »Hungergenozid« bezeichnen könnte. So beispielsweise die Hungersnot von Bengalen 1943, als die britischen Kolonialherren den Tod von geschätzten 1,5 bis vier Millionen Menschen achselzuckend hinnahmen. Nichts dergleichen geschah in der Sowjetunion.

Dennoch ist der erfundene ukrainische Völkermord viel bekannter als der tatsächliche Hungergenozid des britischen Kolonialismus. Der Grund dafür ist offensichtlich: Lügen haben nur dann kurze Beine, wenn sie nicht von mächtigen Interessen unterstützt werden. Der »Holodomor« aber erfüllt mindestens eine dreifache politische Funktion:

Erstens und vor allem geht es darum, das aus der Oktoberrevolution hervorgegangene System als mörderische und menschenverachtende Diktatur darzustellen und damit die Vision einer sozialistischen Gesellscha , also der planmäßigen Produktion und Verteilung der Güter in einer Gemeinschaft der Gleichen, an sich zu diskreditieren.

Zweitens wollen bestimmte Kreise mit dem »kommunistischen Völkermord« die Verbrechen der deutschen Faschisten und ihrer Verbündeten, insbesondere ihrer ukrainischen Hilfstruppen, relativieren, in den Hintergrund drücken oder gar als Reaktion auf den »stalinistischen Terror« darstellen.

Und drittens schließlich ist der »Holodomor« ein nützliches Propagandainstrument im Dienste des westlichen Imperialismus und der fanatisch antirussisch eingestellten Regierungen in Osteuropa, allen voran der ukrainischen. Russland wird als Nachfolgestaat eines genozidalen Systems angeprangert, um tief verwurzelte Vorurteile und Ängste der Bevölkerungen gegenüber einem angeblich typisch russischen Despotismus zu mobilisieren. Das verfälschte Geschichtsbild des ukrainischen Nationalismus dient nicht zuletzt dem Kiewer Putschregime zur Rechtfertigung seiner Politik.

Es bedarf wohl keiner großen Voraussicht, wenn man also davon ausgeht, dass uns die Legende vom »Holodomor« noch eine Zeitlang erhalten bleiben wird.

Den gesamten Artikel findet ihr unter Downloads/Weltsanschauung/Kommunismus.

Haudegen – Himmel im Herz

Lange habe ich sie nicht mehr erwähnt, die Jungs von Haudegen. Auch ihr aktuelles Album „Blut, Schweiß und Tränen“ enthält wieder starke Titel, voller Kraft, ehrlich, manchmal hilflos …

Heute also ein Song, der eine Situation beschreibt die mir nur zu bekannt ist. Vielleicht nicht einmal bekannt, nur die dokumentierte Hilflosigkeit ist ein Gefühl, dass ich durchaus nachvollziehen kann …

 

 

Und natürlich der Text:

Viel zu oft zu wenig Zeit, viel zu zeitig ist es oft was heißt eigentlich tut mir leid?  
Wenn der Vater nur mit Raben speisst 
Was ist zu viel und genügt 

Und was ist schon ein Lied? 

Ich trage den Himmel im Herz
Für die Hölle im Kopf
Ich sage das nur weil ich hoff
Das meine Kinder mir vielleicht verzeihn
Denn stehe ich einmal vor Gott
Vielleicht morgen schon
Ich schwöre auf die Liebe zu meiner Tochter und meinem Sohn

Viel zu selten ist so relativ 
Denn lieber intensiv und echt 
Lieber einmal um die Häuser ziehn
Als immer nur um 8 ins Bett 
Ich mach mir bestimmt keine Freunde
mit diesem Lied was wirklich von Herzen kommt.


Doch Ich trage den Himmel im Herz
Für die Hölle im Kopf
Ich sage das nur weil ich hoff
Das meine Kinder mir vielleicht verzeihn
Denn stehe ich einmal vor Gott
Vielleicht morgen schon 
Ich schwöre auf die Liebe zu meiner Tochter und meinem Sohn

Ich schwöre auf die liebe 
Ich schwöre auf die liebe

Viel zu oft zu wenig Zeit 
Viel zu zeitig ist es oft.