Kürassiere in Salzwedel – Teil IV zum Download

Nun hat es tatsächlich mehr als 3 Jahre gedauert, dass ich den nächsten Abschnitt zur Geschichte der „Salzwedeler“ Kürassiere fertig und zum Download bereit gestellt habe. Allerdings bediene ich mich eines kleinen Tricks und schildere lediglich einen Teil des 2 Schlesischen Krieges, nämlich nur bis zur Schlacht von Hohenfriedeberg …

Ich hatte ja schon beschrieben wie schwer mir die Arbeit hier fällt, denn die inzwischen sehr gute Quellenlage verführt dazu zu detailgenau zu werden und führt daher zu einer Zersplitterung während der Recherchen. Eines der neu erworbenen Bücher möchte ich an dieser Stellen noch erwähnen: seit Freitag bin ich stolzer Besitzer des vom Deutschen Historischen Museum in Berlin herausgegebenen Buches (eigentlich 2 Bände) „Friedrich der Große und die Uniformierung der preußischen Armee von 1740 bis 1786“, eine wirklich hervorragende Arbeit.

 

In der Detailbeschreibung bei Amazon heisst es:

 Erstmalig werden alle über 200 friderizianischen Uniformstücke aus der Sammlung des Berliner Zeughauses, die heute noch im Deutschen Historischen Museum erhalten sind, in erstklassigen, detailgenauen Farbfotografien gezeigt und mit genauesten Maßangaben und Beschreibungen einzeln vorgestellt. Viele dieser Originale waren bisher gar nicht oder nur durch Zeichnungen oder alte Aufnahmen geringer Qualität bekannt. Ergänzend werden altpreußische Realien aus weiteren europäischen Sammlungen publiziert. Rund 1500 Fotos der fast vollständigen Reihe von Grenadier- und Füsiliermützen, viele Uniformröcke sowie einer Fülle weiterer Stücke wie Kürassier-Kollets und Husaren-Dolmane, Säbeltaschen, Schabracken, Patronentaschen und Hüte führen dem Leser die Uniformierung zur Zeit Friedrichs des Großen vor Augen.

Neues von der IT

Wollte ich schon lange mal wieder verwenden dieses „Logo“, entstanden aus einer Spielerei mit Gimp 😉 .

Corona ist ja immer noch ein Thema, wird immer mehr ein Thema mit tiefgreifenden Auswirkungen im täglichen Leben. Ich bin es inzwischen leid darüber zu diskutieren, zähle mich weder zu den „Coronaleugnern“ noch zu den Gläubigen. Versuche lediglich, das Motto der Aufklärung zu berücksichtigen: „Sapere aude!“ rufen uns die Herren Kant, Hegel und so viele andere entgegen – leider kaum in einschlägigen Diskussionen berücksichtigt.

Dem Thema Corona möchte ich mich heute aus einer völlig anderen Richtung nähern: Bildung! Das angeblich so hohe Gut wird momentan sträflich vernachlässigt. Im Haushalt leben 2 Gymnasiasten und so bleibt es mir nicht erspart, die Misere hautnah mit zu erleben. Es geht nicht einmal um den räudigen Unterricht, der im Bereich „IT“ geboten wird (was kann man schon erwarten von schnellbesohlten Mathematiklehrern, die sich naturgemäß dem Thema von ihrer geliebten Mathematik annähern), dass wäre wohl behebbar. Ein wirkliches Problem scheint zu sein, dass nicht erkannt wird, dass mit der Anschaffung von modernen Geräten und der Schaffung einer erforderlichen Infrastruktur, das Problem der Digitalisierung der Schulen nicht erledigt ist. Wie soll ein Netzwerk funktionieren, dass nicht gewartet, verwaltet – kurz administriert wird? Kenntnisse dazu sind durchaus erwerbbar, keine Frage, aber woher soll die entsprechende Manpower kommen (natürlich auch „Womanpower“)? Und qualifizierte Administration kostet Geld, eine externe Betreuung erscheint nur auf dem 1. Blick als kostengünstige Lösung …

Beim Surfen im Netz stieß ich auf folgende Stellungnahme eines bayrischen Lehrers zum Problem und war erfreut, eine realistische Einschätzung aus der Feder eines Pädagogen zu lesen. Innerhalb der versnobten und selbstverliebten Lehrerkaste gibt es offensichtlich auch diesem Problem offen gegenüberstehende Persönlichkeiten. Ok, das eben war ein wenig viel Polemik 😉 . Mein Vorschlag:

  1. schafft dringend einen Studiengang IT an den pädagogischen Hochschulen dieses Landes
  2. bis dahin behelft euch mit IT-Admins von außerhalb der klassischen Schullandschaft(meinetwegen ohne Lehrauftrag und nein – ich suche keinen neuen Job)
  3. massives Einwirken auf die Lehrerschaft scheint erforderlich (ich will es mir jetzt ersparen, das Verständnis von Digitalisierung näher zu erläutern, dass hier am örtlichen, durchaus renommierten Gymnasium gepflegt wird).

Das dieser Appell aussichtslos ist, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Vor etwa 15 Jahren machte ich die Erfahrung, wie wenig interessiert die Schulbürokratie am Thema ist. Die Initiative eines brandenburgischen Gymnasialdirektors (sogar im Verbund mit dem zuständigen Schulrat), scheiterte grandios an der Bürokratie und meiner Vergangenheit (meine „DDR-Belastung“ spielte eine zumindest nicht unerhebliche Rolle). Allerdings wurde das erkannte Problem ja nicht anderweitig gelöst, also mit einem Kandidaten mit einer blütenweissen politischen Weste, „fest auf dem Boden des Grundgesetzes“ stehend – nein, die Ablehnung meiner demokratisch unzuverlässigen Person genügte, um das Projekt komplett sterben zu lassen.

Für mich unfassbar, zu erkennen wie wenig Sachkenntnis  hinter den Lösungsansätzen zu erkennen ist. Aus leidvoller Erfahrung in meinem „KMU“ – es ist nicht getan mit der zur Verfügung gestellten Hardware, es ist nicht getan mit 15 GB großen Postfächern der „Poweruser“  – irgendjemand muss das Ganze verwalten, beobachten, pflegen. In den meisten Firmen wird dieser Punkt unterschätzt ( auch in meiner, neben „Head of …“ bin ich auch „Ass of IT“, denn die IT-Abteilung besteht nur aus meiner Person) und die Lösung im „Outsourcing“ gesehen. Das aber geht nur bis zum ersten echten Problem gut …