Nextcloud – Start Update funktioniert nicht

Bereits am Mittwoch hat Nextcloud Version 15.04 veröffentlicht. Heute wollte ich dieses Update einspielen, aber ich konnte soviel auf die entsprechende Schaltfläche klicken wie ich wollte – das Update startete nicht, es passierte schlicht und ergreifend gar nichts. Aktualisierung der Seite und auch der Wechsel des Browsers brachten ebenfalls keine Änderung. Nun ist es ja möglich, Nextcloud per Kommandozeile zu aktualisieren, hatte ich jedenfalls gelesen. Da der Updateprozeß in meiner Instanz bisher immer problemlos aus der Weboberfläche gestartet werden konnte, hatte ich die entsprechende Prozedur noch nicht getestet, mich noch nicht einmal näher damit beschäftigt.

Auf der Suche nach einer Anleitung stieß ich schließlich bei Bitblokes auf diese sehr gut beschriebene und bebilderte Anleitung, die mir aus dem Dilemma half. Also Verbindung per VPN nach Hause aufgebaut, per puTTy am Server angemeldet, in das Nextcloud-Installationsverzeichnis gewechselt und folgenden Befehl ausgeführt:

sudo -u www-data php updater/updater.phar

Der weitere Ablauf war dann wie bei Bitblokes beschrieben. Das Update funktionierte ohne Störungen, Datenbank und Apps wurden problemlos aktualisiert. Die Weboberfläche startete ohne Fiesematenten und mein Nextcloud meldet mir Version 15.04 an. Warum nun der Updater nicht startete ist mir immer noch nicht klar, werde aber bis zur nächsten Version warten, um dann noch einmal zu testen …

Meldung über die aktuelle Version

Version 15.04 bringt eigentlich nur eine Änderung: externe Speiche sind (wieder) von der Weboberfläche durchsuchbar. Da ich Nextcloud 15.03 allerdings „übersprungen“ hatte sind diese Änderungen bei meinem Update hinzugekommen. Vollständige Informationen findet ihr wie immer in der Changlog von Nextcloud.

Wieder mal Microsoft – Perversitäten der EDV

Ab und an überrascht mich Microsofts Betriebssystem Windows mit „unerklärlichen Phänomenen“ deren Lösung zum stetigen Anwachsen meiner kleinen „EDV-Datenbank“ führen. Vom privaten Blog Christian Haufes inspiriert, taufte ich diese Tellico-Sammlung auf „Perversitäten der EDV“.

Heute morgen meldete sich ein User und erklärte, dass sein Rechner kein Vertrauen mehr zu ihm hätte. Die Prüfung der tatsächlichen Fehlermeldung kam zu folgendem Ergebnis:

Bild von windowspro.de übernommen

Eine kurze Recherche brachte die Erkenntnis, dass es sich weder um ein neues noch um ein seltenes Phänomen handelt. Selbst in der Knowledgebase von Microsoft wurde ich fündig. Die Sache an sich war schnell repariert, es reichte tatsächlich die Entfernung des Rechners aus der Domäne und das anschließende erneute Hinzufügen löste – schon 2 Neustarts später – das Problem.

Allerdings fehlt mir – wie so häufig – eine schlüssige Begründung für das Auftreten des beschriebenen Problems. Microsoft liefert gar keine, sondern fordert einfach zur Umsetzung des Workarounds auf. Bei windowspro.de findet man zwar eine Erläuterung der Zusammenhänge, aber die aufgeführten Gründe treffen hier nicht zu – weder war der Rechner längere Zeit offline, noch war er zurückgesetzt worden.

Es scheint sich wiederum um einen Schwachpunkt des Active Directory zu handeln, Microsofts Verzeichnisdienst für Netzwerke.

Mich beunruhigen solche Phänomene immer noch, denn ich sehe hier Potential für erhebliche Einschränkungen des Arbeitsablaufes der Firma., insbesondere wenn es um unsere „Außenstellen“, die mobilen Bohranlagen geht …

Grundlagen – Benutzer in Linux umbenennen

Bezug nehmend auf den vorherigen Beitrag (und weil eine entsprechende Anfrage gestellt wurde) eine kleine Anleitung zur Umbenennung eines Benutzers in Linux. Nach meinen Geschmack wieder mal ein Fall für die Konsole, aber es gibt sicherlich andere Wege um das Ziel zu erreichen …

Voraussetzung für die gesamte Prozedur: neben dem umzubenennenden Nutzer muss ein zweiter, ebenfalls mit administrativen Rechten versehener Account vorhanden sein.

Anmeldung mit dem 2. Account (nennen wir ihn admin)

Sperre des umzubenennenden Accounts

sudo usermod -L freak

Umbenennen des Accounts

sudo usermod -l nfreak freak

Das Homeverzeichnis soll natürlich auch unter dem neuen Namen auffindbar sein (deshalb habe ich den ganzen Zinnober ja überhaupt erst veranstaltet!).

sudo usermod -d /home/nfreak nfreak
sudo mv /home/freak /home/nfreak

Zum Abschluss des Account wieder freigeben.

usermod -U nfreak

Im wesentlichen war es das. Einige kleine Anpassungen sind nach dieser Prozedur noch zu erledigen, abhängig von der Konfiguration des vorhandenen Systems. Bei mir selbst musste die VPN-Verbindung nach Hause und der Nextcloud-Client neu konfiguriert werden. Das allerdings war nur ein geringer Aufwand …