Grundlagen – Benutzer in Linux umbenennen

Bezug nehmend auf den vorherigen Beitrag (und weil eine entsprechende Anfrage gestellt wurde) eine kleine Anleitung zur Umbenennung eines Benutzers in Linux. Nach meinen Geschmack wieder mal ein Fall für die Konsole, aber es gibt sicherlich andere Wege um das Ziel zu erreichen …

Voraussetzung für die gesamte Prozedur: neben dem umzubenennenden Nutzer muss ein zweiter, ebenfalls mit administrativen Rechten versehener Account vorhanden sein.

Anmeldung mit dem 2. Account (nennen wir ihn admin)

Sperre des umzubenennenden Accounts

sudo usermod -L freak

Umbenennen des Accounts

sudo usermod -l nfreak freak

Das Homeverzeichnis soll natürlich auch unter dem neuen Namen auffindbar sein (deshalb habe ich den ganzen Zinnober ja überhaupt erst veranstaltet!).

sudo usermod -d /home/nfreak nfreak
sudo mv /home/freak /home/nfreak

Zum Abschluss des Account wieder freigeben.

usermod -U nfreak

Im wesentlichen war es das. Einige kleine Anpassungen sind nach dieser Prozedur noch zu erledigen, abhängig von der Konfiguration des vorhandenen Systems. Bei mir selbst musste die VPN-Verbindung nach Hause und der Nextcloud-Client neu konfiguriert werden. Das allerdings war nur ein geringer Aufwand …

Struktur – ein weiterer Versuch mit Tellico

Wieder musste ich feststellen, dass ich selbst – vielmehr meine „Arbeitsweise“ – das größte Hemmnis bei der Verwirklichung meiner Projekte ist. Die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nutzend, von der Deutschen Digitalen Bibliothek bis hin zum Google- Books-Projekt finden sich nunmehr Unmengen an interessanten und interessierenden PDF-Dokumenten auf meinen Rechnern. Allein es fehlt Struktur, Übersicht, Zugriff. Nextcloud ermöglicht zwar auf allen Rechnern Zugriff auf die digitale Sammlung zu haben, aber die Übersicht fehlt eben. Um diese Übersicht zu erhalten soll wieder einmal Tellico, der „KDE-Collection-Manager“ dienen.

Zwischen Weihnachten und Silvester habe ich es immerhin erreicht, dass die Dateistruktur auf den verschiedenen Geräten einheitlich ist und damit die Voraussetzung geschaffen, dass nunmehr Verlinkungen auf allen relevanten Endgeräten gleich und damit abrufbar sind. Damit wird es möglich die Dateien in Tellico versehen mit Schlüsselwörtern, Kategorien, Inhaltsangaben usw. direkt zu verlinken, im besten Fall überhaupt zu finden. Natürlich gilt es diese neue Struktur jetzt auch mit Leben zu füllen. Der Anfang dafür ist jedenfalls getan.

Nebenher fiel mir auf, dass auch meine Bücher (also auch die „normalen“) lediglich fragmentarisch erfasst sind, nicht einmal die Neuerwerbungen finden Platz in der Datenbank. Auch hier gilt es wohl ein wenig disziplinierter vorzugehen. Also doch gute Vorsätze? Nee nicht wirklich 😉 – am Ende ist das alles nur Freizeitbeschäftigung, Hobby. Also Druck ist nicht erforderlich, überflüssig.

Trotzdem: eine vorgegebene Struktur des Handelns (so von „Klarmachen der Aufgabe“ bis „Organisation des Zusammenwirkens“) hatte durchaus Vorteile …

Nextcloud Datenverzeichnis verschieben

Die im vorherigen Beitrag beschriebene „Updateritis“ im Zusammenhang mit dem Wechsel auf Nextcloud 15 verursachte ein kleines Problem an meinem Server. Seit dem Update meldete mir mein Server, dass nur noch wenig Speicherplatz auf der Systempartition zur Verfügung stehen würde. Die üblichen Methoden zur „Platzbeschaffung“ per apt autoremove und apt autoclean brachten nur bescheidenen Erfolg, so kam mir ein Gedankengang wieder in den Sinn, den ich bisher immer wieder verworfen hatte:

Mein Server verfügt über 2 Festplatten. Auf der ersten 250 GB großen HDD ist System und eben Nextcloud installiert, die zweite mit einer Kapazität von 1 TB dient als Datenspeicher. Es wäre doch nur folgerichtig, wenn die Daten von Nextcloud ebenfalls auf dem „Datengrab“ gespeichert würden. Bisher scheute ich diesen Schritt zu gehen, denn bisher bestand keine Notwendigkeit dafür und ich war mir nicht sicher, ob das ohne Komplikationen vor sich gehen würde. Den rein „kosmetischen“ Grund (Abweichung vom Standard der Installation) lasse ich einmal unberücksichtigt.

Nach einigem Stöbern im Internet fand ich dann schließlich im Nextcloud-Forum die Antwort. Einen wichtigen Hinweis möchte ich (wie immer) noch einmal geben: vor den Arbeiten bitte unbedingt eine aktuelle Datensicherung inklusive eines SQL-Dumps erstellen! Obwohl nicht mehr topaktuell hilft eventuell die PDF-Datei „Backup owncloud und Debian“ unter Downloads/Computer-Tutorials bei den notwendigen Arbeiten. Nachdem das erledigt ist können wir uns an die geplante Arbeit machen

  1. Maintenance-Mode aktivieren
  2. neuen Datenpfad im Dateisystem erzeugen
  3. Dateien vom alten Pfad in den neuen kopieren
  4. Rechte für den neuen Datenpfad setzen
  5. Nextcloud-Konfigurationsdatei editieren
  6. Maintenance-Mode deaktivieren

Und testen 😉 . Die im Forum beschriebene Änderung der SQL-Datenbanktabelle oc_storage muss wohl seit Version 13 nicht mehr ausgeführt werden, der SQL-Server liest den Datenpfad direkt aus der config.php von Nextcloud aus. Um das ganze etwas anschaulicher zu machen hier die erforderlichen Schritte in meiner Umgebung (meine zweite Festplatte ist unter dem Namen „Data“ im Dateisystem eingebunden):

sudo -u www-data php /var/www/nextcloud/occ maintenance:mode --on
mkdir -p /data/nextcloud/data
cp -a /var/www/nextcloud/data/ /data/nextcloud/data
chown -R www-data:www-data /data/nextcloud/data
nano /path/to/nextcloud/config/config.php
'datadirectory' => '/data/nextcloud/data',(so der geänderte Eintrag)
sudo -u www-data php /var/www/nextcloud/occ maintenance:mode --on

Die genze Sache hat ohne Probleme funktioniert und nachdem ich das alte Datenverzeichnis unter /var/www/nextcloud gelöscht habe, sind auf meinem System wieder mehr als 10 GB frei …