Joachim Hennigs von Treffenfeld

Den Herren von Treffenfeld habe ich schon viel zu lange ignoriert. Obwohl nicht mit dem Kürassier-Regiment 7 verbunden, gehört ihm ein Ehrenplatz hier im Blog. Die Besonderheiten seiner Biographie sind nicht zu übersehen: als Bauernsohn wurde er General und vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm – dem „Großen Kurfürsten“ -(als erster) geadelt. Bereits zu Lebzeiten war er als Reiterführer ausgesprochen populär und Heinrich von Kleist setzte ihm im „Prinzen von Homburg“ ein literarisches Denkmal. Als Altmärker gehört die Biographie des Joachim Hennigs von Treffenfeld auf jeden Fall auf diese Webseite. Das Ulanen-Regiment Nr. 16 (Garnisonen Salzwedel und Gardelegen) erhielt 1890 von Kaiser Wilhelm II. seinen Namen verliehen und nannte sich bis zu seiner Auflösung Ulanen-Regiment „Hennigs von Treffenfeld“ (Altmärkisches) Nr. 16.

Hier also die Kurzbiographie:

brandenburgischer Generalmajor, Chef eines Regiments zu Pferde 1675 – 1688

  • geb. 1610 in Klinke (Landkreis Stendal), Sohn eines Bauern
  • entlief seinen Eltern und trat etwa 17jährig als Musketier in die kurbrandenburgische Armee ein
  • 1645 als Lieutenant erwähnt
  • 1648 Rittmeister
  • 1656 – 1660 Teilnahme am 2. Nordischen Krieg
  • 1656 nach der Schlacht bei Warschau Oberstwachtmeister
  • 6.8.1660 Oberstlieutenant im Regiment von Mörner zu Pferde
  • 1672 – 1679 Teilnahme am Holländischen und Nordischen Krieg am Mittelrhein, in Westfalen und im Elsass gegen Franzosen und Schweden
  • 28.06.1675 Schlacht bei Fehrbellin – besonders ausgezeichnet
    auf dem Schlachtfeld befördert zum Oberst und zum Chef des Regiments ernannt (Mörner war gefallen); geadelt als Hennings von Treffenfeld
  • 1678 mit dem Landungskorps nach Rügen
  • Januar 1679 mit der Kavallerie unter Görzke beim „Marsch des Großen Kurfürsten“
  • 30.01.1679 mit 800 Reitern und 200 Dragonern bei Tilsit einige finnländische Regimenter überfallen und zersprengt. 8 Dragoner-Fahnen, 1 Reiter-Standarte und 2 Pauken erbeutet
  • dafür am selben Tag zum Generalmajor ernannt „wegen seiner in vielen Occasionen und annoch bei der heutigen Rencontre mit dem Feiden erspürenden guten Conduite und Tapferkeit, so er mit ungescheuter Darsetzung Leibes und Lebens sehen lassen“.
  • Nach dem Friedenschluß im Juli 1679 tat er keinen aktiven Dienst mehr wurde aber weiterhin als aktiver General in den Listen geführt
  • erwarb ein Gut in Könnigde (Landkeis Stendal) wo er am 31.12.1688 verstarb
  • verheiratet mit Margarete Striepen, 1 Tochter und 3 Söhne
  • das Geschlecht starb 1779 aus

Quelle: Soldatisches Führertum, Kurt von Priesdorff, Band I, Seite 33f, Nr. 51

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