Nextcloud 17.0.1 – Neues von der Wolke

Bereits am 09.11. hat Nextcloud ein Minor-Release veröffentlicht. Laut dem Blogbeitrag wurden mehr als 50 Verbesserungen implementiert. Schwerpunkt bildete wie immer Fehlerbeseitigung und Performanceverbesserung. Der Changelog ist beeindruckend lang. Die Aktualisierung meiner Serverinstanz ging ohne Probleme über die Bühne.

Eine der wichtigsten Änderungen im Major-Release 17.0 ist für mich Remote Wipe. Mithilfe dieser Funktion kann einem Gerät die Berechtigung des Zugriffs auf die entsprechende Nextcloud-Instanz entzogen werden. Ein mögliches Szenario wäre der Verlust eines Gerätes durch Diebstahl oder simples Verbummeln. Die notwendige Prozedur zum Entfernen eines beliebigen Gerätes ist relativ simpel.

Im Webfrontend findet man unter Einstellungen einen Punkt Sicherheit. Nach Auswahl findet sich u.a. eine Auflistung „Geräte & Sitzungen“. Hier finden sich alle Geräte die mit Nextclout verbunden sind oder es einmal waren. Ein Kontextmenu neben dem entsprechenden Gerät bietet nunmehr auch den Punkt „Gerät löschen“. Damit wird das entsprechende Gerät für die Löschung markiert und sobald der entprechende Client sich wieder mit dem Server verbindet, werden die Zugangsinformationen gelöscht und die Verbindung aufgehoben. In einem kleinen Video erläutern die Entwickler die Prozedur:

Der Test den ich mich mit einem meiner Clients durchführte funktionierte sehr gut, allerdings verbleiben die bereits synchronisierten Dateien auf dem Client. Hier würde ich mir wünschen, dass auch diese durch Remote Wipe entfernt werde. Ist sicherlich nicht so einfach zu realsieren, halte ich allerdings für das professionelle Umfeld für unabdingbar.

Screenshot von meiner Umgebung

Nextcloud 17 veröffentlicht

Bereits am 30.09. wurde Nextcloud 17 freigegeben, ich habe es zeitnah installiert, aber auch dieses Thema steht seit einiger Zeit in der Pipeline …

Nextcloud macht vor allem auf einige Änderungen aufmerksam:

  • Remote Wipe, also „entferntes Löschen“
    Sicherlich interessant für Administratoren, können doch so Dateien von verlorenen oder gestohlenen Geräten entfernt werden.
  • Nextcloud Text, ein neuer Texteditor. der nunmehr nicht nur erweiterte Bearbeitungsfunktionen bietet, sondern auch die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer ermöglicht
  • Secure View. Möglichkeiten um Downloads zu verhindern, Dokumente mit Wasserzeichen zu versehen usw.
  • Zweifaktor-Authentifizierung wurde deutlich ausgebaut und um einige Authentifizierungsmethoden erweitert
  • Secure Mailbox für Outlook
  • Nextcloud Talk in neuer Version

Außerdem versprechen die Entwickler „reaktionsschnelleres Webinterface und verringerte Serverlast“. Zumindest diese Verbesserungen habe ich an meiner Installation deutlich gemerkt. Bei allen anderen Änderungen geht es mir wie fast immer – interessante, vor allem auf den professionellen Einsatz zielende Anwendungen. Für mich eher uninteressant.

Auf der Seite von Nextcloud findet ihr ausführlichere Erläuterungen, teilweise mit erklärenden Videos versehen.

Nextcloud 16.0.5 – Update

Nextcloud bringt kurz vor der Veröffentlichung eines Majorreleases – fast schon traditionell – ein Update der letzten beiden Releases heraus. Nextcloud 16 wird auf Version 16.0.5 und Nextcloud 15 auf 15.0.12 gehoben. Die 17er Version liegt bereits als Releasekandidat 2 vor, lange wird es also bis zur Veröffentlichung nicht mehr dauern.

Das von mir durchgeführte Update auf 16.0.5 brachte wieder eine kleine Überraschung: wie bereits im Februar auf dem Blog beschrieben, funktionierte das Update über die Weboberfläche nicht. Der Start der Aktualisierung von der Konsole gelang ohne Schwierigkeiten. Warum das nun wieder so ist erschließt sich mir nicht. Im übrigen habe ich nunmehr auch meinem Debianserver das Paket sudo gegönnt (per apt-get nachinstalliert), weil mir die „Handstände“ zur nachfolgenden Rechtevergabe zu umständlich waren.

Die aktuellen Änderungen bei den o. a. Versionen findet ihr wie immer in der Changelog, ein kurzer Blogbeitrag zu den Updates existiert ebenfalls …