Meine Recherchen und Google

Das Deckblatt des entdeckten "Schatzes"
Das Deckblatt des entdeckten „Schatzes“

Ich bin ja kein großer Freund der Datenkraken und versuche soweit es mir möglich ist die „Zusammenarbeit“ mit den Großen des Internets einzuschränken oder gar zu meiden. Unter anderem deshalb bin ich froh, dass mir ownCloud ermöglicht, meine Daten inklusive Kontakten und Kalenderinformationen auf eigener Hardware zu speichern. So ganz gelingt diese Autarkie von Google & Co aber nicht, denn wer z.B. sein Smartphone mit Android sinnvoll einsetzen möchte, muss sich bei Google registrieren (zwingend erforderlich um aus dem „Playstore“ genannten Applikationscenter Anwendungen zu installieren).

Im Playstore stehen neben Applikationen auch Bücher zum Download bereit, zum großen Teil kostenpflichtig aber es gibt auch kostenlose Ausgaben. Während meiner Recherchen zu militärhistorischen Aspekten der Geschichte meiner Heimatstadt Salzwedel stieß ich dabei auf ein ganz besonderes Buch: „Geschichte der Stadt Salzwedel seit ihrer Gründung bis zum Schluße des Jahres 1810 aus Urkunden und glaubwürdigen Nachrichten“ von August Wilhelm Pohlmann aus dem Jahr 1811. Soweit mir bekannt das erste Buch das zum Thema Salzwedel erschienen ist. Für die nichtkommerzielle Nutzung steht dieses Buch frei zur Verfügung und kann sogar im PDF-Format gespeichert werden. Dabei stellt Google eine Erklärung voran, die ich hier auszugsweise zitieren möchte:
 

 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde.
Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch,das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist.
Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei – eine Erin-
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat.

Neben der vorangestellten Erklärung werden die Seiten mit einem „Wasserzeichen“ versehen und es wird darum gebeten, dieses nicht zu entfernen.

Ich bin von diesem Projekt begeistert und werde dieser Bitte (auch das es als Bitte formuliert wurde finde ich bemerkenswert) natürlich nachkommen.
Für den interessierten Leser werde ich das Buch als PDF-Version in den nächsten Tagen zum Download auf meiner anderen Website www.gr24-salzwedel.de zur Verfügung stellen.

 

Kubuntu 12.10 – erste Eindrücke

Ich habe am Wochenende nun auch den Rechner zu Hause aktualisiert, d.h. der Einsatz auf dem ersten Rechner war ein voller Erfolg. Erstes Fazit – Kubuntu macht einen deutlich performanteren Eindruck als die Vorgängerversion. Es scheint sich auszuzahlen, dass Canonical die Unterstützung eingestellt hat :-). 

Die Installation ist denkbar einfach: in den Paketquellen unter Aktualisierungen/Release upgrades Normal Releases einstellen und dann mit
 
sudo do-release-upgrade -d

das Upgrade starten. Dauert eine Weile, denn es sind etwas mehr als 900 MB herunterzuladen. Das heißt auch, dass es keine Installations-CD mehr geben wird, sondern die Installation per DVD oder USB-Stick erfolgen muss – oder eben einfach ein Online-Upgrade von der Vorgängerversion aus.
 
Die Neuerungen auf einem Blick:
 
  • Kernel 3.5x
  • KDE 4.9
  • der Fenstermanager KDM wird durch LightDM ersetzt
  • LibreOffice wird durch die Calligra-Suite (KDE-eigene Officesuite) als Standard ersetzt (auf diesen Zug werde ich wohl nicht aufspringen)
  • Telepathie-KDE ersetzt Kopete (nicht meine Baustelle)
  • Skanlite wird integriert (Test steht noch an)
  • Kamoso als Webcam-Programm
  • KDE-Config-Tablet für die Konfiguration von Wacom-Tablets
  • ownCloud-Client (die Einbindung der Suse-Paketquellen entällt damit)
  • ein neuer Print Manager
  • GTK Configuration ersetz GTK settings (Einstellungen der Oberfläche)
  • Kontact integriert Google und Facebook Kontakte (na ja wer’s braucht … Mir ist die Integration von ownCloud wichtiger!)
  • Kubuntu Active – Kubuntu für den Tablett-PC
Kubuntu-Active werde ich mir demnächst mal anschauen, wobei ich im Moment mit dem Android auf meinem Samsung Galaxy Tab2 10.1 sehr zufrieden bin. Da auch die nächste Android-Version 4.1 „Jelly Bean“ sowohl auf dem Tab als auch auf meinem Handy (Samsung Galaxy Note) implementiert werden soll, werde ich mir das mit dem Kubuntu auf dem Tablet-PC noch einmal überlegen …
 
Fazit zu Kubuntu 12.10: das Upgrade lohnt sich, auch wenn man nicht alle Softwareaktualisierungen nutzen möchte. Subjektiv läuft KDE jetzt deutlich schneller und „runder“. Wer den großen Run am Freitag umgehen will – erfahrungsgemäß werden die Server am Tag des Final-Release ja sehr stark beansprucht – kann sich problemlos die Beta 2 bereits jetzt installieren.