Springsteen zum 70.

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Bruce Springsteen – „The Boss“ – wird heute 70 Jahre alt. Trotz seiner großen Erfolge gehört er nicht zum Mainstream, geht seinen eigenen Weg, macht seine eigene Musik. Wer ihn einmal im Konzert erlebt hat, wird meine Begeisterung teilen. Springsteen zelebriert seinen Stil, seine Musik und schont weder sich noch seine Musiker. Das Publikum schon gar nicht … Und die Flamme springt über zum Publikum.

So erging es mir jedenfalls. Das Konzert 2013 in Leipzig war eine Offenbarung für mich. Natürlich kannte ich vorher Bruce Springsteen, mochte seine Musik und hörte sie. Ab und an … Aber ein derartiges Konzert hatte ich vorher noch nicht erlebt. Authentisch, ehrlich, energiegeladen.

Seine akuelle Platte – „Western Stars“ – aus diesem Jahr ist das 19. Studioalbum Springsteens. Und wieder einmal bietet der Boss eine neue Facette an. Mir selbst gefallen die rockigeren, härteren Alben besser.

Ich wünsche dem Boss noch viele Jahre und hoffe noch einmal ein Springsteen-Konzert erleben zu dürfen. Nur nicht unbedingt im Berliner Olympiastadion …

Im Feuilleton der heutigen „Jungen Welt“ findet ihr einen ausführlichen Artikel zum 70. Geburtstag Springsteens …

Erinnerungen – vor 80 Jahren begann der II. Weltkrieg

Neben dem – eher freudbetonten – Beitrag zu unserer diesjährigen Alpentour bleibt am heutigen 01. September die Erinnerung an den Beginn des II. Weltkrieges heute vor 80 Jahren. Deutschland – jahrelang gepäppelt durch die Appeasementpolitik der „westlichen Demokratien“ – überfiel Polen und löste den größten Krieg der Menschheitsgeschichte aus. 60 bis 80 Millionen Tote – die Historiker streiten noch – und ein zerstörtes Europa und Asien waren die Folge. Die Weltmächte Frankreich und Großbritannien mutierten zu Anhängseln der vom Weltkrieg profitierenden USA, ebenso Deutschland (jedenfalls der westliche Teil), die Sowjetunion – die größten Opfer im allgemeinen Schlachten erbringend – stieg zur Weltmacht auf.

Wenig bis nichts fand sich gestern im Blätterwald wieder. Natürlich schrieben neben „Junge Welt“ auch „Die Zeit“ und der „Spiegel“ über diesen Jahrestag, aber wenig Neues hatten die Apologeten der Atlantikbrücke zu vermelden. Neben Deutschland (ach nee, der Hitler war’s allein) annektierte ja auch die Sowjetunion – auch hier war es wohl Stalin vordergründig – polnische Gebiete, so der Tenor. Das diese „annektierten“ Gebiete erst 20 Jahre zuvor von Polen annektiert worden sind, spielt in der Betrachtung keine Rolle.

In Polen gedachte man heute dem Beginn des II. Weltkrieges mit einer Veranstaltung in Wielun, einer polnischen Kleinstadt die am 01. September eine Bombardierung durch die deutsche Luftwaffe erfuhr, Minuten vor dem offiziellen Kriegsbeginn. Zivilisten waren die ersten Opfer. Polens Präsident Duda stellte – ganz konform mit dem westlichen Zeitgeist – fest, dass Deutschland und die Sowjetunion gemeinsam Polen überfielen und besiegten. Historische Fakten auch hier fehl am Platze.

Stattdessen wird Russland – als Nachfolger der Sowjetunion – vorgeworfen, dass man „vom Kurs der historischen Wahrheit abgewichen“sei wie sich der polnische Vizeaußenminister Szymon Szynkowski vel Sek vor einigen Tagen äußerte.

Es geht aber auch anders: die Initiative „Nie wieder Krieg“ erinnert auf andere, bessere Art an den Beginn des als II. Weltkrieg größten Menschenschlachtens in die Geschichte eingegangenen Ereignisses ….

Urlaub Teil II – Alpentour

(fast) die ganze Gruppe vor dem „Ostello Alpino“ in Bormio

Wie bereits im letzten Jahr teilte sich mein Urlaub auch in diesem Sommer. Nach dem Familenurlaub nun also eine Tour mit dem Klub, natürlich in eine bergige Gegend. Während wir im letzten Jahr die Dolomiten unsicher machten, führte die diesjährige Tour nach Bormio in der Lombardei. Die Besonderheit: Bormio liegt direkt am Fuße des Stilfser Jochs, einer Legende unter den Alpenpässen. Wir sind gut untergekommen in einem Hostel, erst seit 2017 bestehend. Wirt und Team waren ausgesprochen gastfreundlich und aufgeschlossen.

Das „Ostello Alpino“ folgt einem für mich neuem Konzept, dass uns sehr gut gefallen hat. Sehr familiär aufgenommen (und verabschiedet), fühlten wir uns ausgesprochen wohl. Webseite und Reaktionen des Teams deuteten allerdings darauf hin, dass wir eine neue Erfahrung vermittelten. Eine relativ große Gruppe Motorradfahrer war wohl noch nicht allzu oft Gast im Hostel …

Die Gegend bot einige Highlights um unserem Hobby zu frönen: neben (natürlich) dem Stilfser Joch, liegen Pässe wie der Bernina, Fluela, Albula, Umbrail, Julier, Ofen, Forcola, Foscana und Tonale in Reichweite. Nicht alle (wie z.B. der Gavia) motorradfreundlich ausgebaut, aber alle ein Erlebnis. Nach meinem Eindruck ist in den letzten Jahren viel gebaut worden, die Straßen waren überwiegend in einem hervorragendem Zustand.

Auf dem Stilfser Joch, die Ostrampe im Hintergrund

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings zu erwähnen: verkehrstechnisch bedingt zogen sich An- und Abreise ein wenig hin. Der kürzeste Weg nach Bormio über Umbrailpass und der Westrampe des Stilfser Jochs machten die ersten (bzw. letzten) Kilometer recht anspruchsvoll. Allein für diese 30 km benötigt man ca. 1 Stunde und sollte über einige Erfahrungen auf dem Motorrad im Hochgebirge verfügen ….

Dem eigentlichen Urlaub ging ein super Wochenende in Hammelburg voraus. Beim alljährlichen „Sommercamp“ waren einige Leute mehr dabei und im sehr gutem Hotel „Zum Stern“ lernten wir bayerische Gastlichkeit vom Feinsten kennen. Gepaart mit der schönen geographischen Lage zwischen Taunus und Rhön war auch dieses Wochenende ein voller Erfolg.

Kleine Pause im hessischen Schotten

Eine Galerie wird folgen, neben eigenen Fotos angereichert durch Bilder der Profis von Fotostelvio.com, die uns auch in diesem Jahr am Stilfser Joch ablichteten ….

Alles in Allem ein wunderschöner Urlaub, mit schönen Erlebnissen, vielen Highlights und negative Erlebnisse blieben zum Glück aus …