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Digedags – Comic Made in GDR

Das Mosaik, also eher die Digedags waren „das“ Comic meiner Kindheit. Das abgebildete Cover von Heft 190 war das erste von mir selbst erworbene Heft. Erschienen im September 1972 befand ich mich wohl auf der Rückreise von einem Besuch bei meiner Schwester, als ich die 60 Pfennig für das schmale Heftchen aufbrachte. Recht spät, wenn man berücksichtigt, das die Serie bis 1975 fortgeführt und dann – nach dem Rückzug des Erfinders der Digedags Hannes Hegen – durch eine neue Gruppe, die Abrafaxe, ersetzt wurden.

 

Allerdings – mit 3 älteren Brüdern und einer großen Schwester gesegnet – waren mir die Hefte bereits deutlich länger bekannt und sie waren auch immer irgendwie greifbar. Als Jüngster im zarten Alter von 7/8 Jahren verwehrte man mir natürlich den Zugriff auf die kostbaren Hefte, allerdings fand ich doch immer wieder Mittel und Wege um die – inzwischen schon geliebten – Digedags zu lesen. Ich denke heute, dass diese Lektüre nicht unwesentlich dazu beitrug, dass ich gut und schnell lesen lernte.

Das Mosaik begleitete mich noch lange, auch die Nachfolgeserie („Abrafaxe“) ab Juni 1976. Allerdings war das nicht dasselbe, irgendwie nur eine schwache Kopie des Originals … Damit war ich nicht alleine, wie groß die Gemeinde der Fans der Digedags war, zeigte sich nach 1990, als komplette Sammlungen für fünfstellige DM-Beträge angeboten und gekauft wurden. Die gesamte Serie ist inzwischen in Buchform mehrfach aufgelegt worden, einen Teil besitze ich davon.

Noch wertvoller erscheinen mir inzwischen allerdings die gescannten Originalhefte, die mir irgendwann in den 2000ern eine zufällige Bekanntschaft zukommen ließ. Vor wenigen Tagen wieder darauf gestoßen, bin ich im Moment dabei diese Kostbarkeiten mit Hilfe von Tellico zu „katalogisieren“ und so schnell digital Zugriff auf die Abenteuer der Helden meiner Kindheit zu erhalten. Eine große Hilfe leistet unter anderem die „Mosapedia“ – ein Wiki das sich ausschließlich mit dem Mosaik beschäftigt – sowohl mit den Digedags als auch den Abrafaxen …

Ja, so war das damals – um mal Bert vom Ossiblock zu zitieren 😉

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