Fossile Befreiung – Zitat des Tages

In einem lesenswerten Kommentar zur „fossilen Befreiung“ meldete sich Dagmar Henn bei Kenfm zu Wort. Ihre Ausführungen machen deutlich wie wenig durchdacht Forderungen nach eben dieser – möglichst sofortigen – fossilen Befreiung und einer „Dekarbonisierung der Wirtschaft“ sind. Absolut lsenswert!

Weil die Frage, wer was für wen produziert, nicht gestellt werden darf und jede Erwartung einer positiven Zukunft unvermeidlich an die Schwelle der heutigen Eigentumsordnung führt, weil getan werden muss, als wären Konzerninteressen unantastbar, wird jeder Ausblick ins Morgen düster gestrichen und eine bittere Moral des Verzichts gefördert, die den berühmten Fastenpredigten der Augustiner in Nichts nachsteht.

Die industrielle Revolution selbst wird zum Sündenfall erklärt, und statt einer Verbesserung der Gesellschaft ist es das Streben nach einer unbefleckten Seele, vegan und bußfertig, das zum menschlichen Ideal erklärt wird.
Dabei wäre es mehr als überfällig, wieder eine Zukunft einzufordern; ein gutes Leben für all jene zu verlangen, die mit Armutsrenten und Niedriglöhnen abgespeist werden; ein funktionierendes Bildungssystem, eine moderne Infrastruktur, eine öffentliche Verwaltung, die ihren Aufgaben nachkommen kann; die Liste ist lang und wird täglich länger. Verzichten müsste die Menschheit vor allem auf eines – auf die Klasse der Oligarchen, die sich an ihr mästen und sie mit Kriegen überziehen.

Aus dem Text, Hervorhebung von mir

gefunden via Opablog

Trouble mit Strato

Na ja, weniger mit Strato, mehr mit meinem Virtual Server beim genannten Provider. Irgendwie aber auch mit Strato …

Vor einigen Tagen stellte ich fest, dass mir der Zugriff auf Webmail meines Servers nicht mehr möglich war. Als ich per Plesk (Verwaltungsprogramm für den Server) auf Ursachenforschung gehen wollte, stand ich vor demselben Problem: kein Zugriff möglich. Auch per Putty oder FTP – meine Loginversuche waren erfolglos. Verwundert prüfte ich Accounts und Passwörter – alles ok.

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Service bei Strato waren an sich positiv, also wandte ich mich hoffnungsvoll an die Hotline. Der fröhliche Kollege der Hotline fand die Ursache meine Probleme schnell – die notwendigen Ports waren gesperrt. Als Ursache vermutete er grinsend (genau danach hörte sich das an, sehen konnte ich es natürlich nicht), dass sich „wohl ein Besucher“ meines Servers bemächtigt hätte. Meine schockierte Nachfrage quittierte er mit einem leichtem „müssen sie die Ports halt wieder frei geben“.

Ein wenig überrascht war ich ob dieser flapsigen Aussage schon. Natürlich bin ich beim vorliegenden Vertrag mit Strato selbst verantwortlich für Sicherheit, Updates usw. meines Servers, aber einen Hinweis hatte ich schon erwartet.

Nun ja, nach einigen kurzen Versuchen mit den Strato eigenen Tools entschloss ich mich zur Radikalkur: Neuinstallation des Servers. Allerdings wollte ich meine Daten hier auf dem Blog nicht verlieren (und hatte ja schon Erfahrungen mit Neuinstallationen gemacht).

Am Ende suchte ich dieses Mal nach einer besseren Variante als lediglich den Ex- bzw. Import von Beiträgen und Kommentaren durch WordPress. Anwendung der Wahl war das in der Grundversion freie Tool BackupWP, dass ein komplettes Backup der WordPress-Instanz und der zugehörigen SQL-Datenbank ermöglicht. Das funktionierte und nach Neuinstallation des Servers gelang auch ein kompletter Restore. Es waren ein paar kleine Handstände nötig (wann aber sind die nicht nötig 😉 ) und nun ist alles wieder im grünen Bereich. Seit heute Nachmittag habe ich wieder Zugriff auf alle gewünschten Dienste und Konfigurationsprogramme.

Aussenseiter

Ich bin ja so der Aussenseiter, in fast jeder Lebenslage. Beim Betriebssystem meiner Wahl wird es wohl am deutlichsten, neben meiner verqueren politischen Ansichten natürlich. Es ist nicht so, dass ich völlig allein stehe – bei weitem nicht. Aber exotisch, ungewöhnlich, auffallend trotzdem. Malcolm.Z schreibt dazu in seiner Flaschenpost:

Die derart Gestrandeten haben keinerlei Hoffnung auf Rettung! Das soll so. Diese kann also nicht das Motiv sein. Nicht einmal darauf, verstanden zu werden. Nicht von den Zeitgenossen, nicht von den Nachbarn, nicht von ehemaligen Kollegen, nicht von den Weibern, nicht von den Kerlen, schon gar nicht von Kindern und Enkeln. Auch das soll genau so. Denn Verstehen ist auch eine gesellschaftliche Vereinbarung. Eine Gesellschaft, der man verbietet, sich zu vereinbaren, kann sich nicht mehr verstehen. Menschen, die sich nicht mehr verstehen können sollen, verunmöglicht man, sich zu vereinbaren. Man muß nicht immer, nicht alles, nicht unbedingt verbieten: Man diktiert ihnen Vereinbarungen, die Vernünftige gar nicht verstehen können: Grundgesetz, BGB, Bibel, Blöd, super-blödu, Präambel provunG mitsamt Amtseidsschlußsatz, § 176 StGB, Gauck-Reden, verkehrsrandalierende Suff-Bischöfinnen und Zwangsprosituierte mißbrauchende Koksdealer als Staats- und TV-Obermoralisten und den Jesus-Schnulzen-Sänger Xavier Naidoo.

Die eigene Unzulänglichkeit, der Kampf gegen tief injizierte Vorurteile die es zu durchdringen gilt – was aber aufgrund der eigenen Unduldsamkeit und des Mangels an Wissen und Feinfühligkeit – nicht gelingt. Das macht zum Aussenseiter. Erstaunt, überrascht zur Kenntnis genommen. Bestenfalls.

Im Freundeskreis akzeptiert, aber Meinungen, Haltungen unverstanden und nicht in der Lage eigene Meinungen gegen den Druck des übermächtigen Mainstreams verständlich, nachvollziehbar zu machen.

„Er ist immer noch nicht angekommen!“ war das freundlichste, dass ich in den letzten Wochen zu hören bekam. Nicht einmal in der Lage klar zu machen, dass ich gar nicht ankommen will – das macht den Aussenseiter …