Aussenseiter

Ich bin ja so der Aussenseiter, in fast jeder Lebenslage. Beim Betriebssystem meiner Wahl wird es wohl am deutlichsten, neben meiner verqueren politischen Ansichten natürlich. Es ist nicht so, dass ich völlig allein stehe – bei weitem nicht. Aber exotisch, ungewöhnlich, auffallend trotzdem. Malcolm.Z schreibt dazu in seiner Flaschenpost:

Die derart Gestrandeten haben keinerlei Hoffnung auf Rettung! Das soll so. Diese kann also nicht das Motiv sein. Nicht einmal darauf, verstanden zu werden. Nicht von den Zeitgenossen, nicht von den Nachbarn, nicht von ehemaligen Kollegen, nicht von den Weibern, nicht von den Kerlen, schon gar nicht von Kindern und Enkeln. Auch das soll genau so. Denn Verstehen ist auch eine gesellschaftliche Vereinbarung. Eine Gesellschaft, der man verbietet, sich zu vereinbaren, kann sich nicht mehr verstehen. Menschen, die sich nicht mehr verstehen können sollen, verunmöglicht man, sich zu vereinbaren. Man muß nicht immer, nicht alles, nicht unbedingt verbieten: Man diktiert ihnen Vereinbarungen, die Vernünftige gar nicht verstehen können: Grundgesetz, BGB, Bibel, Blöd, super-blödu, Präambel provunG mitsamt Amtseidsschlußsatz, § 176 StGB, Gauck-Reden, verkehrsrandalierende Suff-Bischöfinnen und Zwangsprosituierte mißbrauchende Koksdealer als Staats- und TV-Obermoralisten und den Jesus-Schnulzen-Sänger Xavier Naidoo.

Die eigene Unzulänglichkeit, der Kampf gegen tief injizierte Vorurteile die es zu durchdringen gilt – was aber aufgrund der eigenen Unduldsamkeit und des Mangels an Wissen und Feinfühligkeit – nicht gelingt. Das macht zum Aussenseiter. Erstaunt, überrascht zur Kenntnis genommen. Bestenfalls.

Im Freundeskreis akzeptiert, aber Meinungen, Haltungen unverstanden und nicht in der Lage eigene Meinungen gegen den Druck des übermächtigen Mainstreams verständlich, nachvollziehbar zu machen.

„Er ist immer noch nicht angekommen!“ war das freundlichste, dass ich in den letzten Wochen zu hören bekam. Nicht einmal in der Lage klar zu machen, dass ich gar nicht ankommen will – das macht den Aussenseiter …

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