Nextcloud 10.0.1

Gestern wurde durch das Projekt Nextcloud 10.0.1 bereit gestellt. Neben der Behebung von 40 Bugs wird insbesondere die Bereitstellung eines neuen Updaters erwähnt, der künftige Updates vereinfachen soll.

Das Update auf Version 10.0.1 musste noch einmal auf dem umständlichen Weg per Download des Installationspaketes, entpacken und Rechteänderung geschehen. So weit kennen wir das ja schon …

Bei mir lief alles glatt. Nach den oben kurz angerissenen Schritten erfolgte bei Anmeldung am Webfrontend  die Aktualisierung.

nc101

Wiederum wurden Calendar und die „üblichen Verdächtigen“ deaktiviert, ließen sich aber problemlos nach dem Update aktivieren. Erfreulich ist, dass nunmehr OwnNote nicht mehr als „experimental“, sondern als geprüft aufgeführt wird.

Nach Kopie meiner .htaccess aus Nextcloud 10.0 in die neue Instanz, lief meine Wolke wieder wie gewohnt.

nc101-2

Newsartikel bei Nextcloud

Changelog der Version 10.0.1

Nextcloud und .htaccess

Ja wieder einmal dieses Thema, denn ich machte in den letzten Tagen ein paar „seltsame“ Erfahrungen mit Nextcloud.

Es fing damit an, dass ich einen weiteren Nutzer neben mir selbst in Nextcloud einrichtete und diesem Nutzer ein Verzeichnis aus meiner Datensammlung freigeben wollte. Da ich bisher die App „File_Sharing“ noch nicht aktiviert hatte (getreu meinem Grundsatz alles nicht verwendete zu deaktivieren), diesen Schritt per App-Verwaltung realisiert. Funktionierte soweit auch alles ganz gut, nur dass mir nunmehr 2 Fehler durch nextcloud gemeldet wurden:

  • INVALID_HASH bei Prüfung der .htaccess und
  • das altbekannte Problem „Ihr Server ist wahrscheinlich vom Internet erreichbar …“

Nach einigem Hin und Her und diversen Fehlversuchen fand ich schließlich einen Workaround. Darauf gehe ich später ein, denn der Fehler war damit nur zeitweilig behoben.

Genau dieselben Meldungen traten nämlich gestern Abend nach Aktivierung einer weiteren App auf. Ich habe um die Handlungen meines neuen Users in meinem frei gegebenen Ordner nachvollziehen zu können, die App „Activities“ scharf geschaltet.

Da dieser „Fehler“ nunmehr 2x innerhalb kurzer Zeit unter vergleichbaren Bedingungen auftrat und mit dem folgenden Workaround behoben werden konnte, scheint es sich hier um einen Bug bei Nextcloud zu handeln. Folgende Vorgehensweise führten zum Erfolg:

  • INVALID_HASH in .htaccess

Im Nextcloud-Forum stiess ich auf mehrere Meldungen ähnlichen Inhalts und schließlich auf eine funktionierende „Lösung“:

Here is a trick (do it only if you are sure of your „.htaccess“ file integrity)

Put that in your „config.php“ :

'integrity.check.disabled' => true,

Now reload the page and when you see the yellow banner click on rescan
Log-out and next time you log-in as admin you will not see the banner.
You can now delete the line you put in your config.php to re-enable the integrity check, and you will not see anymore the banner.

Das ist natürlich keine Lösung, sondern tatsächlich lediglich ein Trick um die lästige Meldung erst einmal los zu werden …

  • Server im Internet erreichbar

    Das Thema hat mich ja schon einmal beschäftigt. Obwohl ja in meinem Einsatzszenario eher kosmetischer Natur, störte mich die Meldung. Hier ist die Lösung noch ein wenig simpler: Kopie der Original .htaccess in die Nextcloud-Instanz.

Mich nerven diese Kleinigkeiten ein wenig u.a. auch deshalb, weil sie nunmehr relativ häufig auftreten und jedesmal „Handarbeit“ erfordern …

Clausewitz – Zitat des Tages

Carl v. Clausewitz (Quelle: Wikipedia)
Carl v. Clausewitz (Quelle: Wikipedia)

Ein großer Teil der Nachrichten, die man im Kriege bekommt, ist widersprechend, ein noch größerer ist falsch und bei weitem der größte einer ziemlichen Unsicherheit unterworfen. Was man hier vom Offizier fordern kann, ist ein gewisses Unterscheiden, was nur Sach- und Menschenkenntnis und Urteil geben können. Das Gestz des Wahrscheinlichen muß ihn leiten.

Carl v. Clausewitz, „Vom Kriege“, Buch 1, Kapitel 6

Diesen Grundsatz des Generalmajors von Clausewitz, der sich explizit auf militärische Nachrichten und ihre Bewertung bezieht, sollte auch dem Beobachter politischer Nachrichten eigen sein.

Wie wahrscheinlich ist es, dass eine hochmoderne Luftwaffe feste Stellungen 1 Stunde lang „versehentlich“ angreift? Stellungen von Truppen, die sich seit Monaten nicht vom Fleck bewegt haben. Wie wahrscheinlich ist es, dass der IS genau zu der Zeit, in diesem Raum Truppen konzentriert hat, die sofort nach den Luftangriffen die bombardierten Stellungen stürmten?

Wie wahrscheinlich ist es, dass russische oder syrische Flugzeuge einen Konvoi angreifen, der gerade im von ihnen besetzten Teil Aleppos beladen wurde? Wie wahrscheinlich ist es, dass eine mit ca. 100 kg militärischem Sprengstoff versehene Bombe eine so geringe Wirkung auf Pappschachteln und darin enthaltene Glasbehälter hat, wie uns „Bellingcat“ und mit ihm die Massenmedien weiß machen wollen?

Die durch die transatlantischen Medien verbreiteten Meldungen werden immer skuriler, unglaubwürdiger. Dennoch werden sie verbreitet und wohl auch geglaubt.

Es scheint dringend nötig, dass man sich bei seiner Bewertung der Nachrichten vom „Gesetz des Wahrscheinlichen“ leiten lässt, wie Clausewitz vor etwa 200 Jahren vorschlug …

Beim Vineyardsaker eine interessante Analyse der Ereignisse …