Sonos, Plex und meine Musik

Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen – Musik spielt eine nicht ganz unbedeutende Rolle in meinem Leben. Mehr und mehr Musik mit deutschen Texten. Das mag einerseits mit meinem zunehmenden Alter zusammenhängen, aber erfreulicherweise auch mit der steigenden Qualität deutschsprachiger Texte. Die zunehmende „Digitalisierung“ des täglichen Lebens und mein Interesse daran, „meine“ Musik immer und überall hören zu können, führten zu einer langsam und stetig steigenden Vernetzung meiner MP3-Sammlung. Die entscheidenden Komponenten bei der Umsetzung meiner Vorstellungen sind eben der Plex-Mediaserver zur Verwaltung und die „Lautsprecher“ von Sonos …

Hier im Blog bin ich mehrfach sowohl auf Sonos, als auch auf Plex eingegangen. Einfach die Suchfunktion nutzen, wenn es interessiert. Die Sonos-Systeme sind flexibel einsetzbar, unterstützen diverse Dienste und machen es relativ einfach, auf seine Speichermedien zugreifen zu können. Einen Nachteil hatte die Konfigurationssoftware von Sonos jedoch: sie lief lediglich unter dem Betriebssystem aus Redmond und Zugriffe konnten lediglich per SMB-Protokoll realisiert werden. Für einen Linux-affinen Nutzer wie mich nicht wirklich befriedigend.

Auch Plex, den ich zu Hause als Medienserver einsetze und der meinen Bedürfnissen sehr entgegen kommt, verfügt seit längerem über eine Android-App, die ich aber tatsächlich nie richtig zum Laufen bekam. Eher unbefriedigend für mein Ego legte ich die Sache erst einmal zu Seite …

Bis schließlich Sonos die Einbindung von Plex als Quelle in ihre Dienste ankündigte. Das geschah zugegebenermaßen bereits vor ein paar Wochen, aber auch wenn ich nicht sofort aktiv werden konnte (Urlaub, schlechte Internetverbindung usw.), liess mich der Gedanke nicht mehr los. Anders als mit einem Windows-Programm auf meine Sammlung auf dem Plex zugreifen zu können und auch die Verwendung eines anderen Protokolls als SMB fand ich interessant …

Heute fand ich endlich die Zeit mich mit dem „Problem zu beschäftigen. Zunächst scheiterte ich wieder an der Handy-App: es wollte partout nicht gelingen, die Verbindung zum Plex herzustellen. Die Hilfe von Plex verwies nur stur auf die Freigabe des „Remote-Access“. Ein Konto bei Plex und die Anmeldung an demselben brachten mich nicht wirklich weiter. Am Ende lag es einfach nur an der Freigabe (und Weiterleitung) des Plex-eigenen Ports 32400 an den entsprechenden Rechner in meinem Netz.

plexfreigabe

Seit dieser einfachen (und nachvollziehbaren) Änderung der Konfiguration meines Netzwerkes gelingt der Zugriff per Sonos und der Plex-Handyapp tadellos, auch per LTE …

Merkel schafft das

Die „nationale Frage“ taucht zur Zeit sehr häufig in der politischen Debatte auf. Es wird davon gesprochen, dass eine Konzentration auf nationale Belange, die eventuell geplante Rückkehr zum Nationalstaat, konterrevolutionär, „rechts“, also irgendwie schlecht sei. Hier taucht auch immer wieder die Allzweckwaffe der Demagogen auf, die Keule Querfront. Und wer im Moment nicht alles Querfrontler, Verschwörungstheoretiker oder gar Neurechter ist! Populäres Beispiel ist Sarah Wagenknecht, die es wagte im Rahmen der Debatte Kritik an der „mächtigsten Frau“ der Welt zu üben. Und selbst in der sogenannten Linken kriechen die van Akens, Liebichs und Pflögers hervor und schreien rechts! und Querfront! Ein widerliches Schauspiel von selbsternannten Linken und Möchtegernministern.

Kritik an der derzeitigen Politik wird nicht geduldet. Merkels Geschwafel und ihr „9-Punkte-Plan“ entpuppt sich beim näheren Hinsehen als der aufgewärmte und erweiterte Überwachungstraum unserer Politiker. Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht z.B. fordert gar gepanzerte Fahrzeuge für „seine“ Polizei um die Bürger besser schützen zu können. Und um den selbstverschuldeten Personalmangel bei der Landespolizei zu schmälern werden jetzt „Hilfs- und Wachpolizisten“ eingestellt, die mangelhaft bezahlt, ausgebildet und ausgerüstet die reguläre Polizei entlasten sollen …

Die wirklichen Ursachen der derzeitigen Situation mit Amokläufen, scheinbaren Terroranschlägen und sozialen Spannungen werden nicht genannt. Die verfehlte Politik, ob in der Flüchtlingsfrage oder im sozialen Bereich wird nicht korrigiert, nicht einmal eingestanden. Stattdessen klingt wieder das dümmliche „Wir schaffen das!“ aus dem Mund der Kanzlerin. Hochverschuldete Kommunen aber werden mit den Problemen der Flüchtlingsunterbringung, -versorgung und -integration allein gelassen. Erst Monate nach dem großen Sturm des vergangenen Jahres bequemte sich die Bundesregierung unter dem Druck der Länder und Kommunen überhaupt dazu, sich an den enormen Kosten zu beteiligen.

Warum Menschen fliehen aus ihren Heimatländern, welchem Druck sie vor und während der Flucht ausgesetzt waren, welchem Druck sie hier ausgesetzt sind, eingepfercht in „Flüchtlingsunterkünften“ ohne reale Chance auf Integration – spielt keine Rolle. Welchem Druck diejenigen in Deutschland ausgesetzt sind, die von Hartz IV „leben“ oder sich mit Jobs auf Mindestlohnniveau über Wasser halten müssen, wird ausgeblendet, ignoriert oder kriminalisiert.

„Wir schaffen das!“ ist keine Feststellung, sondern eine Aufforderung zu Verzicht. Und „schaffen“ sollen es wieder einmal diejenigen, die am wenigsten für die entstandene Situation können. Schäubeles „schwarze 0“ bleibt von alldem unangetastet, die Steigerung der Rüstungsausgaben wird kommen …

„Wir schaffen das“ ist eine Lüge, denn kein einziges der akuten oder entstehenden Probleme kann mit Hilfe von solchen Parolen gelöst werden. Aber genau das will man wohl auch gar nicht …