Nextcloud 12.0.3 veröffentlicht

Knapp eine Woche nach der Bitte um Tests zum RC hat das Team von Nextcloud Version 12.0.3 frei gegeben. Da ich – wie bereits zuvor – den RC installiert hatte, verlief das Update erwartungsgemäß problemlos. Meine Tests ergaben – bis auf die „angekündigte“ Fehlermeldung beim Integritätscheck – keine Probleme. Dieser „Fehler“ wurde im übrigen bereits im Vorfeld durch ein Update der Calendar-App beseitigt.

Eine kurze Changelog findet ihr auf dem Blog von Nextcloud, etwas ausführlicher steht es bei github. Ein paar Fehlerbehebungen, Performanceverbesserungen.

 

nextcloud Trouble – kein Verwaltungszugriff

Es ist relativ selten geworden, dass ich Probleme mit nextcloud habe. Doch ab und an schlägt die „Featurities“ doch durch. So überraschte mich mein Nextcloud-Server beim Versuch auf die Verwaltung (ehemals Administration) zuzugreifen mit folgender Meldung:

 

 

Vermutete ich zuerst ein Sicherheitsproblem (die Anfragekennung brachte mich darauf), war die Lösung am Ende eine ganz andere: obwohl kein großer Freund einer wie auch immer gearteten Office-Integration, hatte ich in einem Anflug jugendlichen Leichtsinns die „Onlyoffice-Integrationsapp“ auf meinem Server aktiviert. Bei näherer Beschäftigung mit dem Thema Installation eines Dokumentservers und Integration in nextcloud scheute ich allerdings vor einer Installation zurück. Zu viel Aufwand für eine Anwendung, deren Notwendigkeit in meiner kleinen bescheidenen Umgebung einfach nicht gegeben ist. Die installierte App blieb allerdings weiterhin aktiviert …

Das war am Ende die Ursache des Fehlers. Das Löschen des Appverzeichnisses (\var\www\nextcloud\apps\onlyoffice) von meinem Debianserver löste das Problem augenblicklich. Mit einer Neuinstallation der Onlyoffice-App auf meinem Server war der Fehler nicht reproduzierbar.

Fazit: meine Skepsis gegenüber den immer zahlreicher werdenden Kollaborationsanwendungen in nextcloud hat neue Nahrung gefunden. Für mich selbst sind ausschließlich die Synchronisationsfunktionen wichtig. Das macht Nextcloud hervorragend – alles andere halte ich für weit über das Ziel hinaus geschossen.

Bleibt noch zu klären warum ich bei meiner 2,5-Mann Installation überhaupt auf die Verwaltung zugreifen wollte. Im letzten Artikel zum Thema schrieb ich, dass Version 12.0.3 bereits in den Startlöchern steht – jedenfalls stand und steht es so  in der Maintenance and Release Schedule von Nextcloud auf github, da scheint es nun doch einiges an Verzögerung zu geben …

Nextcloud-Client als AppImage

Bisher verließ ich mich ja auf ein Ubuntu-ppa um den Nextcloud-Client auf meinen Linux-Systemen nutzen zu können. Eine kurze Mitteilung auf den News-Seiten von Nextcloud brachte mir eine neue Variante nahe: der Nextcloud-Client für Linux als „AppImage“.

Ehrlich gesagt, konnte ich mit dem Begriff AppImage wenig anfangen. Es handelt sich dabei um ein geniales Projekt, das Entwickler dabei unterstützt, distributionsunabhängige Versionen ihrer Apps zu erstellen, die dann per „Klick“ auf jeder beliebigen Linux-Distribution gestartet werden können.

Auf seinem Blog nun machte rullzer auf das Projekt aufmerksam und stellt nunmehr ein AppImage der neuesten Beta des Nextcloud-Clients zur Verfügung. Wie in seinem Beitrag beschrieben genügen tatsächlich die von ihm genannten 3 Schritte, um seine Variante des Clients zu nutzen:

  1. Download des AppImages 
  2. Als Eigenschaft executable (ausführbar) hinzufügen
  3. Ausführen

Nach dem Start des Programms meldet sich der Client mit der entsprechenden Versionsnummer.

Ein bißchen Handarbeit „für die Schönheit“ ist dann noch nötig um die Verknüpfung im KDE-Menu und den Autostart anzupassen – falls gewünscht.

Für meinen Teil eine richtige Entwicklung, die auch die Arbeit bei Nextcloud erleichtert, entfällt doch die Notwendigkeit der Anpassung von verschieden Paketen für die unterschiedlichen Linux-Distributionen.