Nextcloud-Client als AppImage

Bisher verließ ich mich ja auf ein Ubuntu-ppa um den Nextcloud-Client auf meinen Linux-Systemen nutzen zu können. Eine kurze Mitteilung auf den News-Seiten von Nextcloud brachte mir eine neue Variante nahe: der Nextcloud-Client für Linux als „AppImage“.

Ehrlich gesagt, konnte ich mit dem Begriff AppImage wenig anfangen. Es handelt sich dabei um ein geniales Projekt, das Entwickler dabei unterstützt, distributionsunabhängige Versionen ihrer Apps zu erstellen, die dann per „Klick“ auf jeder beliebigen Linux-Distribution gestartet werden können.

Auf seinem Blog nun machte rullzer auf das Projekt aufmerksam und stellt nunmehr ein AppImage der neuesten Beta des Nextcloud-Clients zur Verfügung. Wie in seinem Beitrag beschrieben genügen tatsächlich die von ihm genannten 3 Schritte, um seine Variante des Clients zu nutzen:

  1. Download des AppImages 
  2. Als Eigenschaft executable (ausführbar) hinzufügen
  3. Ausführen

Nach dem Start des Programms meldet sich der Client mit der entsprechenden Versionsnummer.

Ein bißchen Handarbeit „für die Schönheit“ ist dann noch nötig um die Verknüpfung im KDE-Menu und den Autostart anzupassen – falls gewünscht.

Für meinen Teil eine richtige Entwicklung, die auch die Arbeit bei Nextcloud erleichtert, entfällt doch die Notwendigkeit der Anpassung von verschieden Paketen für die unterschiedlichen Linux-Distributionen.

Nextcloud 12 und PHP Opcache

Gestern „überraschte“ mich Nextcloud mit einer Meldung in der Administrationsumgebung:

Ein wenig Recherche und es wurde Licht im Dunkeln: seit Nextcloud 12 wird nunmehr auch das PHP-eigene OPCache verwendet. Sinn der Sache ist es, die Auführung der PHP-Skripte zu beschleunigen. Geschwindigkeitssteigerungen von bis zu 50% werden versprochen.

Die o.a. Einträge werden direkt in der php.ini vorgenommen. Mit dem Editor der Wahl die Datei öffnen:

sudo vim /etc/php/7.0/apache2/php.ini

Am Ende der Datei die Einträge einfügen

; Nextcloud Opcache settings
opcache.enable=1
opcache.enable_cli=1
opcache.interned_strings_buffer=8
opcache.max_accelerated_files=10000
opcache.memory_consumption=128
opcache.save_comments=1
opcache.revalidate_freq=1

Datei speichern und den Apache neu starten:

sudo service apache2 restart

Nach Aktualisierung des Browsers verschwindet die „Fehlermeldung“ und die „Sicherheits- und Einrichtungswarnungen“ vermelden ein lapidares „Alle Überprüfungen bestanden“.

 

Nextcloud 12

Bereits am Mittwoch habe ich auf meinem Server das Upgrade auf Nextcloud 12 vollzogen. Im Rahmen der erfolgten „Updateritis“ – Debian und eben Nextcloud kam es ja zu einigen Schwierigkeiten, wie ich im letzten Artikel schon schrieb. Das Update von Nextcloud verlief über den integrierten Updater vollkommen unspektakulär.

Die erste positive Meldung: die für mich essentiellen Apps Calendar und Contacts wurden während des Upgrades nicht deaktiviert, obwohl sie in Listen noch immer nicht als „offiziell“ gekennzeichnet sind. Man hält sich also an seine Versprechen bei Nextcloud …

Das Upgrade brachte für meine Wald- und Wieseninstallation keine spektakulären Änderungen. Die Truppe um Frank Karlitschek konzentriert sich im Wesentlichen auf ihre Vision – Kollaboration der „nächsten Generation“. Für mich persönlich stellen aber Videotelefonie, kollaborative Bearbeitung von Dokumenten und Skalierung über mehrere Standorte noch immer keine zwingende Notwendigkeit dar. Vielmehr sind diese Features im privaten Umfeld ziemlich „overdressed“. Folgt man aber dem Ziel der Nextcloud Inc. gehen beeindruckende Entwickklung mit dem neuen Release einher.

Wohltuend ist zu bemerken, dass neben den angesprochenen Features das Thema Sicherheit sehr im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung zu stehen scheint.

Für meine Erfordernisse sind 2 Änderungen am Webfrontend interessant:

  1. die Übernahme der App Direct Menu als Standard (ich hatte hier darüber geschrieben)
  2. ein neuer Menupunkt bei den Kontakten ermöglicht den Aufbau direkter Kommunikation mit den entsprechenden Personen (per Mail, Videoanruf oder Chat).

Andere Funktionen stehen bei mir weniger im Fokus. In einem Blogbeitrag bei den News von Nextcloud werden sie näher erläutert …