Excel – Dateien verkleinern mit LibreOffice


Es ist ein Phänomen, das seit Jahren auftritt: Dateien  – mit Excel – erstellt blähen sich unverhältnismäßig auf und erreichen Größen von mehreren Megabyte obwohl sie nicht viel mehr als 2 Tabellen enthalten. Im Internet finden sich diverse Möglichkeiten, wie man die Dateien auf ein vernünftiges Maß „schrumpfen“ kann. Das Problem bei diesen Tipps ist der damit verbundene Aufwand: die Formatierungen leerer Zellen zu löschen ( wie hier beschrieben), oder gar umfangreiche „Umspeicheraktionen“ sind ausgesprochen zeitaufwändig, deshalb für den gestressten ITler nicht die allererste Wahl. Den Gipfel an Ignoranz bietet im übrigen wieder einmal die „Knowledgebase“ von Microsoft: hier bietet man zum Verkleinern von Excel-Dateien lediglich einen Workaround zur Komprimierung eventuell eingebundener Bilder

Durch Zufall kam ich vor Jahren bereits auf eine einfache und bisher immer funktionierende Lösung: statt mit Excel die entsprechende Datei einfach mit LibreOffice öffnen und anschließend wieder schließen. Mehr ist nicht nötig! Erst gestern habe ich mit dieser „Methode“eine Datei von 15 MB auf eine Größe von 100 KB „geschrumpft“! Obwohl noch nie etwas schief gegangen ist, empfehle ich auch hier natürlich vor der „Bearbeitung“ eine Sicherungskopie der betreffenden Excel-Datei anzulegen. Nicht das am Ende die hochwichtige Kalkulation nicht mehr verwendbar ist!

LibreOffice zu installieren – meinetwegen neben Excel – dürfte kein Problem sein, schließlich handelt es sich um OpenSource-Software. Vielleicht findet der eine oder andere ja sogar Geschmack an dieser Programm-Suite!

open365 – angesehen

Heute hat der alternative Cloudservice open 365 seinen Quellcode veröffentlicht und macht damit seine Ambitionen als freie Alternative zu kommerziellen Varianten von Cloudlösungen (noch einmal) deutlich.

„Software as a Service“ ist der neueste Schrei am Markt. Nachdem Google bereits seit etwa 10 Jahren versucht SaaS zu vermarkten, liefert Microsoft seit 2011 Office 365. Man soll cloudbasierte Dienste auf den Endgeräten nutzen, statt Software lokal zu installieren. Allerdings hat die Sache einen gewaltigen Haken: wenn ich meine Daten bei Google oder Microsoft speichere, gebe ich gleichzeitig die Hoheit über meine Daten auf. Und hier sind wir wieder beim gleichen Thema: interessiert mich, dass meine Daten von anderen gelesen werde (können)?

Im Prinzip ist open365 eine Mixtur aus mehr oder weniger bekannter Software: LibreOffice als Büropaket, Seafile zur Synchronisation, Kontact von KDE zur Verwaltung von Kontakten und Mails, sowie Jitsi als Messenger. Alles unter einer Oberfläche vereint. 20 GB Speicherplatz stehen für diese Anwendungen zur Verfügung – auf den Servern von open365.

Genau hier liegt im Moment noch der Haken: wieder befinden sich meine Daten auf fremden Servern! Allerdings stellt open365 die Möglichkeit in Aussicht, demnächst den SaaS auch selbst hosten zu können. Damit stünde auch einer Installation auf dem Homeserver nichts mehr im Wege. Clients gibt es im Moment für Ubuntu ab Version 14.04 (damit im Format DEB) und Windows.

Fazit des Kurztestes:

Eine interessante Alternative für denjenigen, der den Trend „SaaS“ mitmachen will, allerdings – noch – in der Betaphase. Ich selbst sehe momentan keinen „Mehrwert“ gegenüber meiner eigenen Lösung, werde das Projekt aber beobachten …

LibreOffice 5 auf Tanglu

Meine Distribution auf den Desktops (Tanglu) setzt – ähnlich wie das „Mutterschiff“ Debian – auf Stabilität. Nicht ganz so restriktiv und nicht ganz so konsequent, aber dennoch. Folge dieser Politik ist, dass nicht die verwendete Software nicht immer auf dem neuesten Stand ist.

Meist stört mich das wenig, denn ich habe durchaus bewusst zu einer auf Debian basierenden Distribution gegriffen, war über diese oben beschriebenen „Begleiterscheinungen“ durchaus informiert. Im konkreten Fall LibreOffice bin ich aber doch genug Software-Junkie um nach einer gewissen Zeit zur Selbsthilfe zu greifen.

LibreOffice.org bietet auf seiner Webseite auch die entsprechenden Pakete an, die es ermöglichen auf einer Debian-Distro auch die aktuelle Version herunterzuladen und zu installieren. Beim Download ist lediglich das Dateiformat und die zugrunde liegende Architektur des eigenen Rechners zu beachten. Nach dem Download der entsprechenden Pakete – in meinem Fall also das 64bit-deb-Paket sowie Hilfe und Oberfläche in deutsch – bleiben wenige Schritte zu tun:

  1. Entpacken der Dateien
  2. Deinstallation des eventuell vorher bereits installierten LibreOffice
    sudo apt-get remove libreoffice*
  3. Installation der neuen Version
    sudo dpkg -i LibreOffice_5.1*/DEBS/*.deb

Eventuell nach fehlenden Abhängigkeiten suchen:

sudo apt-get install -f

Damit ist bereits alles erledigt und auf meinen Rechnern arbeitet das neue LibreOffice-Paket …