Helios-Verlag – Gegendarstellung

Ich bin vom Helios-Verlag auf Grund meines Artikels im Juli zum Sortiment des Verlagshauses zu einer Gegendarstellung aufgefordert worden. Ich komme dieser Aufforderung hiermit nach:

Bezug: Abfrage Ihrer Web-Site am 22.9.14, 10,21 Uhr

 

Sehr geehrter Herr Seel,

bezüglich Ihrer Veröffentlichung auf Ihrer Web-Site, siehe unten,  stellen wir im Rahmen einer Gegendarstellung folgendes fest:

 

„Durch Empfehlung bin ich vor wenigen Tagen auf den den Helios-Verlag aufmerksam geworden. Ein kleiner Verlag der neben den obligatorischen Veröffentlichungen zur Wehrmacht und zu den Verbänden der SS im 2. Weltkrieg auch Literatur zur Geschichte der Grenztruppen der DDR zu bieten hat. Es gehört wohl zu den Hintertreppenwitzen der Weltgeschichte, dass ausgerechnet in einem solchen Hause, seriöse Literatur zur DDR und ihren bewaffneten Organe zu finden ist ….“

 

 

Hiermit stellen wir fest:

  1. In unserem Verlagshaus wird die gesamte Bandbreite deutscher Militärgeschichte thematisiert. Beginnend mit den napoleonischen Kriegen, 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg und endend mit der Bundeswehr und NVA. Weiterhin publizieren wir Literatur zur deutschen Widerstandsgeschichte.
  2. Für den Bereich der NVA haben folgende Autoren bei uns publiziert:
    1. Wolfgang Wünsche, Oberst und letzter  Chefredakteur der DDR-Zeitschrift „Militärwesen“
    2. Generaloberst J. Goldbach  (NVA)
    3. Generalleutnant  Max Butzlaff (NVA)
    4. Generalleutnant  K. Leonhardt (NVA)
    5. Generalleutnant Dr. Ing.W. Paduch (NVA)
    6. Hauptmann H. Ebert (NVA)
    7. Generalmayor H. Geyer, (Angehöriger des MfS, zuletzt Stellvertreter des Leiters der Hauptverwaltung Aufklärung )
    8. Generalleutnant  K.-H. Schmalfuß, Stellvertreter des Ministers für Bereitschaften/Kampfgruppen (NVA), zwei Publikationen
    9. Oberst Bernd Biedermann (NVA), Militärattaché bei der Botschaft der DDR in Belgien und Luxemburg
    10. Generalmajor Hans-Georg Löffler (NVA)
    11. Generalleutnant Horst Zander (NVA)
    12. Generalmajor Otto Gereit (NVA)  etc. etc.

 

Wir gehen davon aus, dass Ihre Aussagen auf der Basis mangelhafter Recherche erfolgt sind und fordern Sie auf, diese Gegendarstellung unverzüglich auf Ihrer Web-Site zu publizieren um weitere juristische Konsequenzen zu vermeiden. 

 

Dr. K.-H.Pröhuber

Tel. 0241-55 54 26

Fax 0241-55 84 93

Helios-Verlag@t-online.de

http://www.Helios-Verlag.de

 

Mir ist nicht ganz klar, womit ich die Reaktion des Helios-Verlages verdient habe – schon gar nicht die in Aussicht gestellten „juristischen Konsequenzen“. Andererseits möchte ich tatsächlich Ärger vermeiden und weise ebenfalls darauf hin, dass der Inhalt der Gegendarstellung den Tatsachen entspricht.

2 Antworten auf „Helios-Verlag – Gegendarstellung“

  1. Es ist schon sehr seltsam, wenn ein Verlag einen relativ belanglosen Kommentar, eine abweichende Meinung eines Lesers zu Darstellungen eines seiner Autoren zum Anlaß nimmt, um dem Leser mit „juristischen Konsequenzen“ und einem ganzen Arsenal von gewesenen Generälen zu drohen. Entweder herrscht bei den Herren Verlegern die Ansicht, die eigenen Autoren seien göttergleich unfehlbar und unanfechtbar, und nur deren Meinung sei richtig, oder man will sich wieder einmal ins Gespräch bringen. Bekanntlich gab es auch schon von „Kommunisten“ (und das waren solche, die sich nur so zu nannten!) Morddrohungen und Erpressungsversuche gegen tatsächliche Kommunisten. Wem nützen diese Scharmützel? P.S. Wir wissen sehr wohl, mit welchen Mitteln die Bourgeoisie „arbeitet“!

  2. Bei Deinem Text handelt es sich EINDEUTIG um eine Meinungsäußerung und NICHT um eine Tatsachenbehauptung, gegen die allein eine Gegendarstellung erwirkt werden kann. Zum zweiten entspricht die Gegendarstellung formal nicht den gültigen Richtlinien und ist schon allein aus diesem Grunde nichtig (so ist die Aufzählung sämtlicher Generale der NVA KEINE Gegenbehauptung, die sich auf eine Behauptung von Dir beziehen könnte, vielmehr ist es überhaupt keine Behauptung.) Ebenso ungültig wäre eine per E-Mail zugestellte, d.h. nicht persönlich vom Betroffenen oder Vertreter der juristischen Person unterzeichnete Gegendarstellung. Die „Gegenarstellung“ ist also von der Webseite zu entfernen. Ich bin zwar KEIN Jurist, aber Journalist, und so wurde uns die Sache eingetrichtert. Beispiel: „Der Bürgermeister fährt besoffen Auto.“ Ist eine Tatsachenbehauptung, Gegendarstellung. „Ich bin der Meinung, bei dem was der Bürgermeister alles in sich hineingeleert hat, hätte man von einer absoluten Fahruntüchtigkeit ausgehen müssen.“ Meinungsäußerung, keine Gegendarstellung. „Unter den Kneipenbesuchern im Ort wird schon seit längerem kolportiert, der Bürgermeister fahre des öfteren volltrunken und in Schlangenlinien durch die Gegend.“ Weitergabe von Gerüchten, keine Gegendarstellung usw.

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