Quo vadis USA?

Was wir in den letzten Monaten erlebt haben hat historische Dimensionen. Der nach Beendigung des Kalten Krieges verbliebene „Global Player“ USA scheint zu wanken. Es formiert sich Widerstand in der Welt gegen die hegemonialen Ansprüche von „Gods own Country“. Beispiele?

 
  1. Ausgelöst durch Edward Snowden wurden die Ausmaße der Überwachung der digitalen Welt durch die USA und ihre englischen Vettern bekannt. Europa und insbesondere Deutschland halten sich zwar vornehm zurück, aber einige „Schwellenländer“ u.a. Brasilien sind nicht gewillt die digitale Totalüberwachung widerstandslos hinzunehmen. Während der letzten UNO-Generalversammlung hat die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff eine bemerkenswerte Rede gehalten und Maßnahmen ihres Landes angekündigt. 
    In den deutschen Medien wurde diese interessante Rede weitestgehend totgeschwiegen. 
    Immerhin wurden inzwischen im EU-Parlament „Rechtsexperten“ gehört, die die Überwachungsmaßnahmen als Verletzung der „Menschenrechte und Souveränität“ bezeichneten. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben werden, bleibt abzuwarten.
  2. Im Syrienkonflikt ist es gelungen, vor allem durch Russland, einen weiteren Krieg im Nahen Osten zu verhindern. Die USA standen ziemlich allein auf weiter Flur. Nur Frankreichs „sozialistischer“ Premier Holland liess die Düsenjets schon einmal warmlaufen. Nach den starken Worten des „Friedensnobelpreisträgers“ aus dem Weißen Haus eine überraschende Entwicklung, die so nicht vorhersehbar war. Die grösste Überraschung für mich selbst war die fehlende Unterstützung für einen weiteren bewaffneten Konflikt innerhalb der Bevölkerung der USA.
  3. Der us-amerikanische „Haushaltskonflikt“. Nach meiner Meinung kein Zeichen für eine Pleite, aber ein massiv ausgetragener Kampf um die weitere politische Ausrichtung.
    An dieser Stelle fragt man sich zwangsläufig: Wie bewerten diesen Vorgang die allseits beliebten Ratingagenturen?
Einige Zeichen für wirtschaftliche Schwierigkeiten der USA sind da aber noch zu bemerken, insbesondere der begonnene Abbau der Streitkräfte. In einem Land dessen „Verteidigungsetat“ 40% der weltweiten Rüstungsausgaben ausmachen, ein gewaltiger Schritt. Diese Reduzierung aber wird zwangsläufig dazu führen, dass die USA nicht mehr überall auf der Welt die erste Geige spielen können. Wer aber wird das entstehende Machtvakuum füllen, vor allem füllen können?
 
 

Pimp my ownCloud

RasprojektVorab: in der „Linuxuser“ 09.2013 findet sich ein interessanter Artikel zum Thema Raspberry und ownCloud. Hier werden einige interessante Tipps zur Konfiguration des Raspberry und den Betrieb von ownCloud auf der Himbeere gemacht.

In meiner Artikelserie zum Raspberry (man findet meine „gesammelten Werke“ zum Thema über das Menu: Downloads/Computer/Raspberry Pi als Dateien im PDF-Format) bin ich ja bereits auf einige Änderungen in der Konfiguration eingegangen. Animiert durch den erwähnten Artikel in der „Linuxuser“ von Bernhard Bablok, möchte ich hier aber noch einmal zusammenfassen, welche Änderungen am Raspberry Pi und an ownCloud vorgenommen wurden, um die Performance – insbesondere der Webschnittstelle von ownCloud – zu steigern.
 
Ich setze auf meinem Raspberry Pi ja das vorgefertigte Image von Aditya Patawari ein, ganz einfach um den erforderlichen Aufwand zur Installation soweit wie möglich zu reduzieren. Aditya hat bereits einige Anpassungen vorgenommen. Im Einzelnen führt er an:
  • Ausführungszeit von PHP auf 60 Sekunden erhöht
  • Upload-Größe von 2 MB auf maximal 512 MB gesetzt
  • .htaccess Support in Apache aktiviert um das Datenverzeichnis zu schützen
  • Zugriff über SSH per Standard aktiviert
  • SQLite als Datenbank für ownCloud
Das sind die „üblichen Verdächtigen“ wie man sie in so ziemlichh allen Foren zum Thema findet. Für meine Installation habe ich weitere Anpassungen vorgenommen (z.T bereits in den Artikeln erläutert, der Vollstandigkeit halber aber noch einmal angeführt):
  • Deaktivierung aller nicht benötigten Apps in ownCloud
  • Umstellung der internen Bereinigungsaufgaben von der ownCloud-eigenen cron.php auf den cron-daemon des Servers
  • Installation des PHP-Caches php-apc (einfach per sudo apt-get php-apc auf dem Raspberry Pi installieren)
Besonders der letzte Schritt brachte einiges an Leistungssteigerung, auch und gerade über die Remoteverbindung per VPN. Im übrigen lohnt sich auch ein Update der Module so ab und an …