Junge Welt – dein Abo fehlt!

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Habt ihr in den aktuellen Medien etwas über die traditionelle Liebknecht-Luxemburg-Demo am vergangenen Wochenende  in Berlin erfahren? Oder über die Demonstration 10.000er Venezulaner zur Unterstützung des erkrankten Präsidenten Hugo Chavez? Wenige Zeitungen (vom Fernsehen ganz zu schweigen) haben über diese Themen berichtet. Wenn ihr Interesse an einer „linken, marxistisch orientierten Tageszeitung“ habt, ist die „Junge Welt“ eine mögliche Option für euch.

Ich selbst habe im November ein Online-Abo abgeschlossen und beziehe die Zeitung damit täglich per E-Mail. Zugegeben waren es zuerst vorrangig solidarische (und nostalgische 🙂 ) Gründe, die mich zu diesem Schritt bewogen. Inzwischen sieht das anders aus und die Informationsgewinnung aus diesem Blatt steht absolut im Vordergrund.

Die Belegschaft der Zeitung bittet weiter um Unterstützung. Auf der Seite der „Jungen Welt“ wird noch bis Samstag um Abbonnenten geworben.

Geschichte

„Wer erkennt, wie mit Geschichte Politik gemacht wird und wie gelegentlich auch historische Fakten zurechtgebogen werden, damit sie ins Bild passen, der kann solche Manipulationen erkennen, und er kann ein Gespür dafür entwickeln, ob er aufs Glatteis geführt werden soll …

Die beste Schule für mündige Bürger ist eine gründliche Beschäftigung mit der Geschichte.“

Johannes Rau (1931 – 2006), Bundespräsident 1999 – 2004
am 19.08.2002 im Schloss Bellevue

Buchempfehlung: Kurt Gossweiler "Wider den Revisionismus"

Ich bin durch einen Artikel in der „Jungen Welt“ auf Kurt Gossweiler gestossen. Bekannt war er mir durch sein Buch „Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919 – 1924“ das irgendwann Anfang der 80er Jahr veröffentlicht wurde.

„Wider den Revisionismus“ (ISBN-13: 978-3000024047) setzt sich zusammen aus Vorträgen, Briefen und Studien Gossweilers aus 60 Jahren (1933 bis 1993) in denen er sich mit Erscheinungen der Zeit auseinandersetzt. Zentrales Thema: mit Chrustschow begann die revisionistische Demontage des Sozialismus in der SU und damit natürlich auch in den anderen sozialistischen Staaten. Über den 17. Juni 1953 bis hin zu Gorbatschow analysiert er das Zeitgeschehen unter diesem Gesichtspunkt. Sehr interessant zu lesen, vor allem wegen der vielen Fakten aus der Sicht eines Zeitzeugen. Man muss sicherlich nicht alle Positionen teilen, regt aber sehr zum Nachdenken an. 
 
Kategorie: absolut empfehlenswert!