Nextcloud-Client als AppImage

Bisher verließ ich mich ja auf ein Ubuntu-ppa um den Nextcloud-Client auf meinen Linux-Systemen nutzen zu können. Eine kurze Mitteilung auf den News-Seiten von Nextcloud brachte mir eine neue Variante nahe: der Nextcloud-Client für Linux als „AppImage“.

Ehrlich gesagt, konnte ich mit dem Begriff AppImage wenig anfangen. Es handelt sich dabei um ein geniales Projekt, das Entwickler dabei unterstützt, distributionsunabhängige Versionen ihrer Apps zu erstellen, die dann per „Klick“ auf jeder beliebigen Linux-Distribution gestartet werden können.

Auf seinem Blog nun machte rullzer auf das Projekt aufmerksam und stellt nunmehr ein AppImage der neuesten Beta des Nextcloud-Clients zur Verfügung. Wie in seinem Beitrag beschrieben genügen tatsächlich die von ihm genannten 3 Schritte, um seine Variante des Clients zu nutzen:

  1. Download des AppImages 
  2. Als Eigenschaft executable (ausführbar) hinzufügen
  3. Ausführen

Nach dem Start des Programms meldet sich der Client mit der entsprechenden Versionsnummer.

Ein bißchen Handarbeit „für die Schönheit“ ist dann noch nötig um die Verknüpfung im KDE-Menu und den Autostart anzupassen – falls gewünscht.

Für meinen Teil eine richtige Entwicklung, die auch die Arbeit bei Nextcloud erleichtert, entfällt doch die Notwendigkeit der Anpassung von verschieden Paketen für die unterschiedlichen Linux-Distributionen.

Nextcloud Client für Linux v.2 – neue PPA

Als ich gestern Abend meinen Lenovo U31 ebenfalls mit der derzeitigen Distribution meiner Wahl – KDE Neon – versorgte, stellte ich fest, dass das Repository für den Nextcloud Client nicht mehr verfügbar ist. Ein wenig Recherche zeigte, dass es sich dabei lediglich um einen „Umzug“ des PPA handelte.

Carsten Rieger stellt auf seiner Webseite alle relevanten Informationen zur Verfügung, inklusive einer Anleitung des „selber bauens“ des Nextcloud Clients aus GitHub. Ich, als zugegebenermassen nicht allzu großer Freund von cmake u.ä., nutze natürlich das neue PPA von Herrn Rieger. Vor allem die „automatischen“ Updates, die ohne gesonderte Überwachung meinerseits eingespielt werden, sind der Auslöser für diese Option. Auf dem Lenovo habe ich lediglich, das neue Repository eingebunden, auf den beiden Desktops war ein weiterer Schritt nötig: das Löschen der alten Quelle des Nextcloud Clients.

rm /etc/apt/sources.list.d/ivaradi-ubuntu-nextcloud-client-ppa-xenial.list*

Im nächsten Schritt Hinzufügen der neuen Quelle.

sudo add-apt-repository ppa:nextcloud-devs/client
sudo apt update

Apt meldet prompt 3 Pakete, für die ein Update zur Verfügung steht – nämlich die Komponenten des Clients.

Nach Ausführen des Upgrades findet nun auch auf den Desktops der Client aus dem neuen Repository Verwendung.

 

 

KDE Neon auf dem Desktop

Logo von KDE Neon

Durch diesen Artikel bei Heise wurde ich auf KDE Neon aufmerksam. Beim Lesen wurde mir dann klar, dass Mauilinux nichts anderes als ein „aufgepimptes“ KDE Neon ist. Mit Maui selbst bin ich auf dem Notebook ja durchaus zufrieden, allerdings sind einige Komponenten enthalten die ich nicht benötige (z.B. Steam). Warum also nicht gleich beim Original bleiben?

Zu Hause auf dem Desktop wurde heute nun KDE Neon installiert. Die Trennung von System und Home hat sich wieder einmal bewährt: Installations- und Konfigurationsaufwand sind deutlich geringer als bei einer kompletten Neuinstallation.

KDE Neon stellt sich nach dem Start sehr puristisch dar – kaum Anwendungen installiert, tatsächlich lediglich einige wenige Programme. Das stellt nicht wirklich ein Problem dar, vielmehr hat man auf diese Weise die Möglichkeit sich auf die tatsächlich benötigten Applikationen zu beschränken, vielleicht sogar sich von einigen ollen Kamellen zu trennen.

Anfängliche Schwierigkeiten mit der Grafik und einigen Kleinigkeiten ließen sich mit einer Anpassung der Konfiguration und einem Neustart beheben. Mein Brother DCP-7065DN lief nach einer Installation der neuesten Treiber (direkt von Brother) problemlos. Der auf einer PPA basierende Nextcloud-Client ließ sich nunmehr auch auf dem Desktop installieren. Im Moment also alles wie gewünscht.

Über KDE Neon könnt ihr euch auf der Webseite des Projektes informieren

Zurück zum Ausgangspunkt: es scheint Mode zu werden, seine Software mit Hardware zu „verbundeln“. Ging Nextcloud diesen Weg bereits mit seiner Nextcloud-Box folgt KDE diesem Weg mit seinem KDE Slimbook. Ob damit der große Durchbruch hinsichtlich der Verbreitung zu erwarten ist glaube ich nicht wirklich, eine gute Werbung ist es allemal. Allerdings halte ich das vorgestellte Gerät für nicht gerade preiswert …