Struktur – ein weiterer Versuch mit Tellico

Wieder musste ich feststellen, dass ich selbst – vielmehr meine „Arbeitsweise“ – das größte Hemmnis bei der Verwirklichung meiner Projekte ist. Die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nutzend, von der Deutschen Digitalen Bibliothek bis hin zum Google- Books-Projekt finden sich nunmehr Unmengen an interessanten und interessierenden PDF-Dokumenten auf meinen Rechnern. Allein es fehlt Struktur, Übersicht, Zugriff. Nextcloud ermöglicht zwar auf allen Rechnern Zugriff auf die digitale Sammlung zu haben, aber die Übersicht fehlt eben. Um diese Übersicht zu erhalten soll wieder einmal Tellico, der „KDE-Collection-Manager“ dienen.

Zwischen Weihnachten und Silvester habe ich es immerhin erreicht, dass die Dateistruktur auf den verschiedenen Geräten einheitlich ist und damit die Voraussetzung geschaffen, dass nunmehr Verlinkungen auf allen relevanten Endgeräten gleich und damit abrufbar sind. Damit wird es möglich die Dateien in Tellico versehen mit Schlüsselwörtern, Kategorien, Inhaltsangaben usw. direkt zu verlinken, im besten Fall überhaupt zu finden. Natürlich gilt es diese neue Struktur jetzt auch mit Leben zu füllen. Der Anfang dafür ist jedenfalls getan.

Nebenher fiel mir auf, dass auch meine Bücher (also auch die „normalen“) lediglich fragmentarisch erfasst sind, nicht einmal die Neuerwerbungen finden Platz in der Datenbank. Auch hier gilt es wohl ein wenig disziplinierter vorzugehen. Also doch gute Vorsätze? Nee nicht wirklich 😉 – am Ende ist das alles nur Freizeitbeschäftigung, Hobby. Also Druck ist nicht erforderlich, überflüssig.

Trotzdem: eine vorgegebene Struktur des Handelns (so von „Klarmachen der Aufgabe“ bis „Organisation des Zusammenwirkens“) hatte durchaus Vorteile …

Android File Transfer

Es ärgert mich immer wieder: regelmäßig treten beim Filetransfer zwischen Android und meinem Linux Probleme auf. Entweder wird das Galaxy Note 8 gar nicht erkannt, kein Zugriff auf die Speichermedien ist möglich oder Nautilus meldet einen „unbekannten Fehler“. Da ich zum fotografieren inzwischen ausschließlich das Note benutze, ist die Möglichkeit des Filetransfers zwar nicht lebenswichtig aber doch eine recht wichtige Funktion für mich geworden.

Gestern wurde ich auf eine kleine aber feine App aufmerksam: Android File Transfer for Linux. Ursprünglich für die Mitbewerber mit dem angebissenen Apfel entwickelt, wurde sie nunmehr auf Qt portiert und steht nunmehr auch für KDE zur Verfügung. Die aufgeführten Eigenschaften klangen überzeugend:

  • einfache Benutzeroberfläche
  • Drag&Drop vom Linux zum Telefon
  • Batch-Download (Telefon zum Linux)
  • Fortschritsanzeige der Übertragung
  • keine Dateigrößenbeschränkungen

Für Ubuntu-Systeme (also auch für mein KDE Neon) existiert eine ppa die auf gewohnten Wege die Einbindung der Quelle ermöglicht.

sudo add-apt-repository ppa: samoilov-lex / aftl-stabil

Danach Update der Softwarequellen und Installation des Programms:

sudo apt-get update && sudo apt install android-file-transfer

Das kleine aber feine Programm findet sich danach im KDE-Menu unter dem Punkt Dienstprogramme.

Nach dem Start öffnet sich die versprochene übersichtliche Benutzeroberfläche.

Mit einem Rechtsklick auf das/die Verzeichnis/se oder Datei(en) können die gewählten Inhalte auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden. Funktionierte auf Anhieb und problemlos. Es gilt nur zu beachten, das der Androide nicht bereits im System gemountet ist (z.B. in Nautilus)

Nextcloud-Client als AppImage

Bisher verließ ich mich ja auf ein Ubuntu-ppa um den Nextcloud-Client auf meinen Linux-Systemen nutzen zu können. Eine kurze Mitteilung auf den News-Seiten von Nextcloud brachte mir eine neue Variante nahe: der Nextcloud-Client für Linux als „AppImage“.

Ehrlich gesagt, konnte ich mit dem Begriff AppImage wenig anfangen. Es handelt sich dabei um ein geniales Projekt, das Entwickler dabei unterstützt, distributionsunabhängige Versionen ihrer Apps zu erstellen, die dann per „Klick“ auf jeder beliebigen Linux-Distribution gestartet werden können.

Auf seinem Blog nun machte rullzer auf das Projekt aufmerksam und stellt nunmehr ein AppImage der neuesten Beta des Nextcloud-Clients zur Verfügung. Wie in seinem Beitrag beschrieben genügen tatsächlich die von ihm genannten 3 Schritte, um seine Variante des Clients zu nutzen:

  1. Download des AppImages 
  2. Als Eigenschaft executable (ausführbar) hinzufügen
  3. Ausführen

Nach dem Start des Programms meldet sich der Client mit der entsprechenden Versionsnummer.

Ein bißchen Handarbeit „für die Schönheit“ ist dann noch nötig um die Verknüpfung im KDE-Menu und den Autostart anzupassen – falls gewünscht.

Für meinen Teil eine richtige Entwicklung, die auch die Arbeit bei Nextcloud erleichtert, entfällt doch die Notwendigkeit der Anpassung von verschieden Paketen für die unterschiedlichen Linux-Distributionen.