Fossile Befreiung – Zitat des Tages

In einem lesenswerten Kommentar zur „fossilen Befreiung“ meldete sich Dagmar Henn bei Kenfm zu Wort. Ihre Ausführungen machen deutlich wie wenig durchdacht Forderungen nach eben dieser – möglichst sofortigen – fossilen Befreiung und einer „Dekarbonisierung der Wirtschaft“ sind. Absolut lsenswert!

Weil die Frage, wer was für wen produziert, nicht gestellt werden darf und jede Erwartung einer positiven Zukunft unvermeidlich an die Schwelle der heutigen Eigentumsordnung führt, weil getan werden muss, als wären Konzerninteressen unantastbar, wird jeder Ausblick ins Morgen düster gestrichen und eine bittere Moral des Verzichts gefördert, die den berühmten Fastenpredigten der Augustiner in Nichts nachsteht.

Die industrielle Revolution selbst wird zum Sündenfall erklärt, und statt einer Verbesserung der Gesellschaft ist es das Streben nach einer unbefleckten Seele, vegan und bußfertig, das zum menschlichen Ideal erklärt wird.
Dabei wäre es mehr als überfällig, wieder eine Zukunft einzufordern; ein gutes Leben für all jene zu verlangen, die mit Armutsrenten und Niedriglöhnen abgespeist werden; ein funktionierendes Bildungssystem, eine moderne Infrastruktur, eine öffentliche Verwaltung, die ihren Aufgaben nachkommen kann; die Liste ist lang und wird täglich länger. Verzichten müsste die Menschheit vor allem auf eines – auf die Klasse der Oligarchen, die sich an ihr mästen und sie mit Kriegen überziehen.

Aus dem Text, Hervorhebung von mir

gefunden via Opablog

Putin – „Begreift ihr wenigstens jetzt, was ihr angerichtet habt?“

Wladimir Putin hielt die hier zitierte – und verlinkte – Rede bereits vor 4 Jahren. Damals ging es nicht um den Iran, nicht um den von den USA einseitig gekündigten INF-Vertrag, die Situation hat sich aber nicht geändert. „Regime changes“ und „Demokratieexport“ sind immer noch Hauptpfeiler der us-amerikanischen Aussenpolitik.

Wladimir Putin hielt am 28.09.2015 anlässlich des 70. Jahrestages der UNO eine Rede vor deren Generalversammlung:

Es scheint jedoch so, dass einige nicht aus begangenen Fehlern lernen, sondern sie unbedingt wiederholen wollen, indem sie fortfahren, Revolutionen zu exportieren und behaupten, diesmal gehe es um „demokratische Revolutionen“. Schauen Sie sich nur die Situation im Mittleren Osten und in Nordafrika an, auf die einer meiner Vorredner bereits hingewiesen hat. Natürlich gab es in diesen Regionen schon länger politische und soziale Probleme, und die Menschen sehnten sich nach Veränderungen. Und was ist dabei herausgekommen? Die Interventionen von außen haben keine Reformen gebracht, sondern nur die bestehenden Regierungssysteme und die Lebensformen der jeweiligen Bevölkerung zerstört. Statt Demokratie und Fortschritt gibt es jetzt nur Gewalt, Armut und zerrüttete Gesellschaften, und die Menschenrechte werden missachtet, sogar das Recht auf Leben.

Ich möchte die fragen, die diese Situation herbeigeführt haben: Begreift ihr wenigstens jetzt, was ihr angerichtet habt? Sie werden meine Frage vermutlich nicht beantworten, weil sie ihre Politik, die auf Arroganz, Selbstüberschätzung und der Erwartung beruht, straffrei zu bleiben, bis heute fortsetzen.

Die ganze Rede findet ihr u.a. bei der „Luftpost“

Ein weiterer Hinweis darf an dieser Stelle nicht fehlen: Thomas Röper, in Russland lebender Autor und ehemaliger Finanz- und Versicherungsexperte, hat unter dem leicht angepassten Titel „Seht ihr was ihr angerichtet habt?“ Originalzitate Wladimir Putins zu vielen Fragen der aktuellen Politik zusammengetragen und ins Deutsche übersetzt.

In den westlichen Medien wird viel über Putin geschrieben. Aber Putin kommt praktisch nie selbst zu Wort und wenn doch, dann stark verkürzt. Man kann Putin mögen oder auch nicht, aber man sollte wissen, was Putin selbst zu den drängendsten Fragen unserer Zeit sagt, um die Entscheidung darüber treffen zu können.


Thomas Röper lebt seit 1998 überwiegend in Russland, spricht fließend Russisch und lässt den russischen Präsidenten Vladimir Putin selbst in diesem Buch in ausführlichen Zitaten zu Wort kommen.


Sehen Sie, was Putin zu den drängendsten internationalen Problemen sagt, ob zu Syrien, der Ukraine, der weltweiten Flüchtlingskrise, zu dem Verhältnis zu Europa und Deutschland oder auch zu Fragen der Pressefreiheit. Putins Aussagen einmal komplett zu lesen, anstatt nur Zusammenfassungen oder aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte zu lesen, ergibt eine interessante Sicht auf die Probleme der heutigen Welt.


Das Ergebnis ist eine schonungslose Kritik an der Politik des Westens, wenn Putin die Dinge mal mit Humor und mal mit bitterem Ernst deutlich beim Namen nennt, denn – egal ob dies gut oder schlecht ist – er ist kein Diplomat und findet sehr deutliche und unmissverständliche Worte. Putin redet nicht um den heißen Brei herum und nach dieser Lektüre kann jeder für sich entscheiden, wie er zu Putins Thesen steht.


Aber um diese Entscheidung treffen zu können, muss man erst einmal wissen, was Putin tatsächlich selber sagt und denkt. Und ob seine Positionen einem gefallen oder nicht, eines ist unstrittig: Seine Positionen sind seit 18 Jahren unverändert.
Machen Sie sich selbst ein ungefiltertes Bild von dem, wofür Präsident Vladimir Putin steht!

Aus der Buchbeschreibung bei Amazon

Zitat des Tages – Sergej Lawrow

Quelle: Wikipedia

Jene, die uns mit Missgunst ansehen, wollen die Rolle der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg herabsetzen. Wenn sie die UdSSR auch nicht als Hauptschuldigen am Krieg darstellen, so doch als Aggressor auf gleicher Ebene mit Nazideutschland, und bringen immer wieder Thesen über die »gleiche Verantwortung« an die Oberfläche. Die nazistische Besatzung, die Dutzende Millionen Leben gekostet hat, die Verbrechen der Kollaborateure und die Befreiungsmission der Roten Armee werden auf zynische Weise gleichgesetzt. Den Handlangern der Nazis werden Denkmäler gesetzt.

Sergej Lawrow, Außenminister der Russischen Föderation, für das International Affairs Magazine: Der Zweite Weltkrieg und die Verdrehungen des Westens