Nextcloud 13.0.4 – Fehlerbehebung?

Updater meldet neue Version

Ging dieses mal sehr schnell mit der nächsten Version: bereits gestern – also 4 Tage nach Version 13.0.3 – erschien ein neues Minor-Release von Nextcloud. Gründe für das schnelle Update sind aus der übersichtlichen Changelog nicht erkennbar. Vielleicht die Möglichkeit der Einbindung von untergeordneten Webdav-Kalendern in CalDav …

Auf die neue Version hat mich Markus aufmerksam gemacht, sein Ping-Back auf meinen Artikel zur Version 13.0.3 brachte mich dazu den Versionsstand von Nextcloud zu prüfen.

Auch dieses Update verlief problemlos. Die von Markus geschilderten Timeouts beim Update hatte ich nicht. An sich auch kein Wunder, ist die Hardware meines HP-Microservers doch deutlich potenter als seine Synology DS 415+ (obwohl die bereits zu den stärkeren Diskstations gehört).

Update ohne Fehler beendet

Nach den bisherigen Erfahrungen wird wohl das nächste Update in 2 Monaten planmäßig ausgerollt …

Nextcloud 13.0.3

Heute wurde Version 13.0.3 von Nextcloud freigegeben. Das Minorrelease erscheint planmäßig im Zweimonatsrythmus. Einer der Schwerpunkte bildet die Anpassung an die neue EU-DSGVO, insbesondere die Möglichkeit Impressum und Datenschutzerklärung zu verlinken. Gleichzeitig wird die Unterstützung für Version 11 eingestellt, höchste Zeit also von Version 11 zu 12 oder 13 upzudaten …

Nextcloud enthält nach Aussage der Entwickler „50 Fixes und kleinere Verbesserungen“. Im Artikel werden u.a. genannt:

  • IPv6-Datenbank-Host-Unterstützung
  • Verbesserte OAuth-Kompatibilität
  • Verbesserte Protokollierung
  • Bessere Handhabung der Sperre
  • Verbesserte Workflow-Fehlerbehandlung
  • Unterstützung des Hinzufügens von Links zu den  Datenschutzrichtlinien und dem Impressum

Da mein Nextcloud lediglich per VPN zu erreichen und nicht im Internet aufrufbar ist, kann ich mir die Anpassungen entsprechend EU-DSGVO auch ersparen …

Nextcloud rät zur zügigen Aktualisierung der eigenen Instanz.

Per Updater lief in meiner Umgebung die Aktualisierung schnell und problemlos über die Bühne.

Nextcloud 13 – kein Import von VCF möglich

Das überraschte mich nun doch ein wenig: als ich gestern einen neuen User meiner Nextcloud-Installation hinzufügte, konnte ich nur unter Mühe ein Adressbuch für den User erstellen, der Import einer VCF-Datei funktionierte gar nicht. Lediglich ein rotierender Kreis war im Webinterface zu sehen und der Fortschrittsbalken des Imports blieb konsequent bei 0%. Natürlich musste gestern Abend alles schnell gehen, für Ursachenforschung blieb keine Zeit.

Heute ein wenig recherchiert und natürlich fand sich schnell die Ursache: das „alte Android-Handy erzeugt seine VCF-Datei in Version 2.1, Nextcloud (ab Version 10.0.2) verlangt VCF ab Version 3.0. Na ja eigentlich nicht Nextcloud sondern die Contacts-App. Um einen reibungslosen Import der Kontaktdaten reichte es schon, die Versionsinformation in der VCF-Datei auf 3.0 zu setzen (öffnen der Datei mit einem Editor der Wahl und 2.1 durch 3.0 Suchen und Ersetzen).

Das war allerdings nur die halbe Problemlösung, denn nunmehr wurden zwar die meisten Kontakte importiert, aber eine gewisse Anzahl eben nicht. Lapidarer Kommentar der Nextcloud-Weboberfläche war „Import nicht möglich“.

Also wieder die VCF mit einem Editor geöffnet und dabei stiess ich auf einige seltsame Datensätze:

N;CHARSET=UTF-8;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:=4B=72=C3=BC=67=65=72;=48=69=6C=6D=61=72;;;
FN;CHARSET=UTF-8;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:=48=69=6C=6D=61=72=20=4B=72=C3=BC=67=65=73

N steht hier z.B. für Name, irgendein Problem mit dem angegebenen Zeichensatz (UTF-8) offensichtlich. Beim Vergleich der Daten (der richtig gespeicherten Telefonnummern) stellte ich fest, dass es sich bei den problematischen Datensätzen um solche mit Umlauten handelte – also Kontakte die ä, ö, ü oder ß enthielten.  Da die Anzahl der Datensätze überschaubar – 15 wenn ich mich recht erinnere – und die Referenzdaten unkodiert in Reichweite waren, änderte ich die Datensätze von Hand, ersetzte also die Umlaute durch phonetische Schreibweisen (also ae, oe usw.). Mit diesen Änderungen funktionierte der Import nunmehr reibungslos.

Das beschriebene Problem wird wohl nicht so schnell wieder auftreten – auch Android erzeugt inzwischen VCF-Exportdateien in Version 3.0 – aber das beschriebene Workaround führt vielleicht bei ähnlich gelagerten Problemen zu richtigen Lösungsansätzen …