ownCloud – Instanz importieren

RasprojektNachdem ich nun einige Tage ownCloud auf dem Raspberry getestet habe und alles zu meiner Zufriedenheit lief, wurde es nunmehr Zeit die Instanz komplett umziehen zu lassen. Leider funktionierten bei mir die von ownCloud angebotenen Methoden beide nicht, so dass ich am Ende die „klassische“ Variante wählte: Neuinstallation der Anwendung auf meinem Raspberry und Synchronisation des Datenbestandes über einen Client. So weit ging das auch alles ganz gut, nur verstehe ich immer noch nicht, warum der Import der Daten nicht funktionierte … Ein Problem, dass es zu beobachten gilt.

 
Das Problem der „klassischen Methode“ besteht darin, dass tatsächlich nur die Dateien übernommen werden, z.B. die Kontaktdaten müssen separat importiert werden. Bei den im Einsatz befindlichen Androiden kein Problem – Sicherung des Datenbestandes als VCF-Datei und diese dann in ownCloud importieren.
 
Alles in Allem funktionierte es so, aber zufriedenstellend ist das Verfahren nicht. Unklar ist vor allem, warum wie schon erwähnt – der Import der Daten nicht funktioniert.
 
Auf jeden Fall ist auf diese Art und Weise nunmehr der Raspberry Pi mein ownCloud-Server und die Diskstation kann nunmehr für andere Dienste verwendet werden …

Raspberry Pi Teil III – Backup und Restore von Daten

ownCloud läuft bereits seit einigen Wochen auf dem Raspberry Pi, allerdings lediglich als Test, produktiv ist immer noch die Wolke auf der Synology Diskstation im Einsatz. Das hat einen ganz einfachen Grund: bisher habe ich noch keine Datensicherung eingerichtet. Inzwischen sind meine Versuche mit der Himbeere und ownCloud so weit, dass das fehlende Backup tatsächlich der einzige Hinderungsgrund für das Umschalten ist. Zeit also sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen.

Recherchen im Internet förderten einige Ansätze zu Tage: meist werden umfangreiche Skripte eingesetzt, dankenswerterweise von den Autoren auch zur Verfügung gestellt. So richtig überzeugt hat mich keines davon, ganz einfach weil alle vorgestellten Skripte (natürlich) Anpassungen an die konkrete eigene Umgebung erfordern und hier sehe ich eine große Gefahr – ich kenne meinen Schlendrian nur zu gut und durch eigene Fehleingaben würde es mir wohl gelingen, auch das raffinierteste Skript zum Scheitern zu bringen 😉 . Für mich persönlich favorisiere ich deshalb die Lösung über Webmin, einfacher zu handhaben und weniger störanfällig als ein Bash-Skript …
 
Folgende Anforderungen stelle ich an mein Backup:
  1. Tägliches automatisches Backup der Daten aus ownCloud, also Dateien, Kontakte, Kalender und Datenbank
  2. Sicherung auf einen externen Datenträger, in meinem Fall die Diskstation
  3. einfache und schnelle Wiederherstellung der gesicherten Daten
Webmin ist ein recht umfangreiches Tool, welches für jeden Bereich der Systemverwaltung „Helferlein“ zur Verfügung stellt, so auch für das Backup. Bevor aber die Datensicherung konfiguriert werden kann, muss zunächst einmal die Verbindung zwischen dem Raspberry Pi und der Diskstation hergestellt werden …

Raspberry Pi Teil II – Installation von Webmin

RasprojektWie bereits berichtet, läuft seit ca. 1 Woche bei mir zu Hause auf dem Raspberry Pi eine ownCloud-Instanz. Nach den entsprechenden Anpassungen (Deaktivierung nicht benötigter Apps und Änderung des Cron-Jobs) läuft die Himbeere bisher sehr stabil und hat auch meine diversen „Spielereien“ gut überstanden. Der kleine Kerl steht sicher und trocken in meinem „Serverraum“ (=Wohnzimmer). Nach der Installation des Systems habe ich ihn jeglicher Kabel beraubt, die nicht unbedingt notwendig für den Betrieb sind – also ausschließlich Netzwerk- und Stromversorkung sind angeschlossen. Der Zugriff erfolgt per Putty über eine SSL-Verbindung.

Putty ist ja ein geniales Werkzeug für den Remotezugriff auf Computer und per Konsole kann auf dem Raspberry Pi nach Kräften „gehackt“ werden. Tatsächlich bequem und effizient ist die Arbeit per Konsole aber nicht immer. Ein hervorragendes Tool zur Remoteverwaltung eines Rechners ist das Programm Webmin. Dabei handelt es sich um ein in Perl geschriebenes Programm, mit dessen Hilfe man per Browser administrative Aufgaben erledigen kann. Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Homepage des Projektes.
 
Das Paket befindet sich in den Quellen von Debian 7.1, also auch im angepassten Betriebssystem Raspbian, welches auf dem Raspberry Pi seinen Dienst versieht. Mit folgenden Schritten wird Webmin installiert:
  1. Update der Paketquellen
    sudo apt-get update
  2. Installation benötigter zusätzlicher Pakete
    sudo apt-get install perl libnet-ssleay-perl openssl libauthen-pam-perl libpam-runtime libio-pty-perl python libapt-pkg-perl apt-show-versions
    Perl, Openssl und Python sind im von mir verwendeten Image von Aditya Patawari bereits enthalten und nur der Vollständigkeit halber aufgeführt
  3. Download und Installation der aktuellen Version von Webmin von sourceforge.net
    sudo wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.650_all.deb
    sudo dpkg – -install webmin_1.650_all.deb
  4. Nach erfolgter Installation, Aufruf der Webseite
    https://Server_IP:10000
Nach der Anmeldung öffnet sich erst einmal der „Statusmonitor“ unseres Werkzeuges:
 
 
Sehr übersichtlich werden hier alle relevanten Informationen unseres Systems dargestellt. Alle Einzelheiten Webmins möchte ich hier nicht erläutern, die Oberfläche ist selbsterklärend und intuitiv bedienbar …
Ein Punkt noch: auch die Updateverwaltung ist integriert und zeigt sehr schön die aktuellen Updates des Systems.
 
 
Unter anderem wurde hier auch die aktuelle Version von ownCloud 5.0.11 angezeigt. Die Updates funktionierten ganz einfach per Klick und auf dem Raspberry Pi läuft die heute erschienene Version von ownCloud …
 
Klare Empfehlung von mir für Webmin als komfortables Werkzeug zur Remoteverwaltung nicht nur des Raspberry Pi!