Nextcloud – Migration die 2.

Keine Angst – meine Instanz von Nextcloud läuft immer noch problemlos. Ich möchte hier lediglich auf einen Newsbeitrag auf nextcloud.com  von Jos Portvliet hinweisen, in dem er sich näher mit den Einzelschritten der Migration (der Link verweist auf den Originalbeitrag von Jos auf seinem Blog) befaßt.

Erste wichtige Nachricht: eine Migration zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht nötig! Sowohl die aktuelle, als auch folgende Versionen (hier wird Poortvliet sehr zurückhaltend) von ownCloud und Nextcloud werden kompatibel sein. Die Macher von Nextcloud wollen das auch längere Zeit durchhalten, allerdings hängt das nicht von ihnen allein ab – klingt so zwischen den Zeilen durch. Außerdem bietet Nextcloud bereits jetzt neue Funktionen an und zukünftige Releases werden hier weiter machen.

Bei Nextcloud scheint man sich trotz aller Differenzen mit der owncloud.Inc für den „sanften Weg“ der Trennung entschieden zu haben. Ich persönlich finde das auch ausgesprochen angenehm, am Ende ist ownCloud ein Produkt der Herren, die heute bei Nextcloud das Sagen haben.

Da es wohl gerade bei der Paketierung für die verschiedenen Linux-Distributionen in der Vergangenheit zu Fehlern kam, verzichtet man im Moment auf eben diese. Man sei in Gesprächen mit verschiedenen Projekten, um zu erreichen, dass dieselben Nextcloud in ihre Repositories aufnehmen. Da sieht es für mich als Debianuser wohl ein wenig mau aus, da die Herren von Debian eher etwas konservativ an neue Softwareversionen herangehen 😉 .

Im folgenden erläutert Poortvliet die einzelnen Schritte der Migration etwas ausführlicher, als ich das gestern getan habe. Als Hilfestellung sehr gut geeignet …

Ich fand den Artikel vor allem wegen der hier angeführten Informationen sehr interessant. Ansonsten empfehle ich dem Interessenten die gelegentliche Lektüre der News bei Nextcloud: bisher wird man über aktuelle und zu erwartende Entwicklungen sehr gut auf dem Laufenden gehalten!

Nextcloud 9 veröffentlicht

Einen Monat vor dem ursprünglich angekündigten Termin hat das Team um Frank Karlitschek die erste Version ihres owncloud-Forks veröffentlicht. Das teilte die Gruppe heute per Newsletter mit. Nextcloud ändert das Geschäftsmodell gegenüber owncloud und macht auch die Enterprise-Edition, genauer die Enterprise-Funktionen, zu Opensource. Es wird also jedem interessierten Nutzer möglich sein, alle Funktionen kostenlos zu nutzen. Geld kostet nur der Support.

Diese schnelle Veröffentlichung war laut der Mail nur wegen der breiten Unterstützung möglich, welche das Projekt Nextcloud bei Nutzern, Entwicklern und Distributoren fand. Im Moment ist lediglich ein manuelles Update auf Nextcloud möglich, andere Möglichkeiten sind in der Entwicklung. Die Handbücher sind ebenfalls noch nicht vollständig.

Gute Nachrichten wie ich finde, trotzdem werde ich mit der Umstellung auf Nextcloud noch ein wenig warten. Im Moment bin ich unterwegs und tippe meinen Beitrag auf dem Smartphone. Später mehr zum Thema und meiner anvisierten Umstellung auf Nextcloud …

owncloud Inc. am Ende?

Die Gründung des Forks nextcloud durch Frank Karlitschek u.a. wirft Wellen. Es rauscht im (IT-) medialen Blätterwald. Die Konsequenzen sind noch nicht überschaubar …

Heute stieß ich nun auf die Seite ownCloud.com auf einen Blogbeitrag, der mitteilte, dass in Konsequenz der Gründung von nextcloud der Hauptkreditgeber der Firma in den USA die Kreditlinie gestrichen habe und die Konsequenz daraus die Schließung der Firma sein würde …

Link zum Blog

Nun ist nicht anzunehmen, dass diese Konsequenz F. Karlitschek unbekannt gewesen sei …

Edit:
Heise.de war ein bisschen schneller 😉