Nextcloud – .htaccess funktioniert nicht

So jedenfalls die Meldung. Woher Nextcloud diese Erkenntnis plötzlich hat, ist mir nicht ganz klar. Die Meldung ist definitiv neu und ein Update fand nicht statt.

Genaue Fehlermeldung unter „Sicherheits- & Einrichtungswarnungen“:

Dein Datenverzeichnis und deine Dateien sind wahrscheinlich vom Internet aus erreichbar. Die .htaccess-Datei funktioniert nicht.

nchtaccess

Nun ist es ja so, dass meine Nextcloud-Instanz aus dem Internet erreichbar ist. Der Zugriff erfolgt ausschließlich lokal bzw. per VPN. Trotzdem versuche ich seit einiger Zeit, die diversen „Fehler“ zu beseitigen.

Die Analyse ist erst einmal nicht so einfach, denn welche .htaccess ist gemeint? Gibt da ja so einige … Erster Verdächtiger in diesem Fall: die .htaccess im Datenverzeichnis von nextcloud, denn die Fehlermeldung moniert ja genau dieses Verzeichnis. Schritt für Schritt geprüft:

  • existiert die .htaccess im Verzeichnis? Ja
  • lesbar vom Webserver? Ja, Eigentümer ist www-data

Per Definition soll diese Datei folgenden Eintrag enthalten:

deny from all
IndexIgnore *

Gesucht und gefunden! Also ist mit der durch nextcloud monierten .htaccess alles in Ordnung.Nach einigem Suchen fand ich in einem Forum folgenden Hinweis:

On various distros you need to edit the /etc/apache2/apache2.conf directly and replace the „AllowOverride None“ with „AllowOverride All“.

Das war dann auch der entscheidende Tipp. Den entsprechenden Eintrag geändert und meine „Sicherheits- und Einrichtungswarnungen“ melden wieder, dass alle Voraussetzungen erfüllt seien.

Mir erschließt sich allerdings immer noch nicht, wie von einem Tag auf den anderen eine solche Meldung auftauchen kan ohne Änderungen an der (oder den) entsprechenden Dateien oder bei nextcloud selbst …

Nextcloud und cron-Job

Durch Zufall stiess ich gestern Abend auf eine kleine „Unterlassungssünde“ meinserseits: ein Besuch im administrativen Bereich von nextcloud zeigte mir an, dass der cron-Job der lokal alle 15 Minuten ablaufen und diverse Aktualisierungen durchführen soll, vor nunmehr 14 Tagen letztmalig durchgeführt werden konnte. Der Job selbst ruft in den definierten Abständen die Datei cron.php im Hauptverzeichnis der Cloud auf.

Eine kurze Prüfung führte dann schnell zur Lösung: bei meiner Migration zu nextcloud hatte ich ja auch (aus „kosmetischen Gründen“) das Verzeichnis umbenannt und dann leider vergessen, den entsprechenden Job auf meinem Debianserver anzupassen. Die Datei cron.php befindet sich ja nunmehr unter /var/www/nextcloud. Eine kurze Anpassung des Cronjobs mit Webmin, ein Start des Jobs und alles war wieder in Butter …

 

Zur Auffrischung noch einmal der Artikel zu Sinn und Zweck des hier mehrfach genannten Cron-Jobs

Nextcloud – Migration die 2.

Keine Angst – meine Instanz von Nextcloud läuft immer noch problemlos. Ich möchte hier lediglich auf einen Newsbeitrag auf nextcloud.com  von Jos Portvliet hinweisen, in dem er sich näher mit den Einzelschritten der Migration (der Link verweist auf den Originalbeitrag von Jos auf seinem Blog) befaßt.

Erste wichtige Nachricht: eine Migration zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht nötig! Sowohl die aktuelle, als auch folgende Versionen (hier wird Poortvliet sehr zurückhaltend) von ownCloud und Nextcloud werden kompatibel sein. Die Macher von Nextcloud wollen das auch längere Zeit durchhalten, allerdings hängt das nicht von ihnen allein ab – klingt so zwischen den Zeilen durch. Außerdem bietet Nextcloud bereits jetzt neue Funktionen an und zukünftige Releases werden hier weiter machen.

Bei Nextcloud scheint man sich trotz aller Differenzen mit der owncloud.Inc für den „sanften Weg“ der Trennung entschieden zu haben. Ich persönlich finde das auch ausgesprochen angenehm, am Ende ist ownCloud ein Produkt der Herren, die heute bei Nextcloud das Sagen haben.

Da es wohl gerade bei der Paketierung für die verschiedenen Linux-Distributionen in der Vergangenheit zu Fehlern kam, verzichtet man im Moment auf eben diese. Man sei in Gesprächen mit verschiedenen Projekten, um zu erreichen, dass dieselben Nextcloud in ihre Repositories aufnehmen. Da sieht es für mich als Debianuser wohl ein wenig mau aus, da die Herren von Debian eher etwas konservativ an neue Softwareversionen herangehen 😉 .

Im folgenden erläutert Poortvliet die einzelnen Schritte der Migration etwas ausführlicher, als ich das gestern getan habe. Als Hilfestellung sehr gut geeignet …

Ich fand den Artikel vor allem wegen der hier angeführten Informationen sehr interessant. Ansonsten empfehle ich dem Interessenten die gelegentliche Lektüre der News bei Nextcloud: bisher wird man über aktuelle und zu erwartende Entwicklungen sehr gut auf dem Laufenden gehalten!