open365 – angesehen

Heute hat der alternative Cloudservice open 365 seinen Quellcode veröffentlicht und macht damit seine Ambitionen als freie Alternative zu kommerziellen Varianten von Cloudlösungen (noch einmal) deutlich.

„Software as a Service“ ist der neueste Schrei am Markt. Nachdem Google bereits seit etwa 10 Jahren versucht SaaS zu vermarkten, liefert Microsoft seit 2011 Office 365. Man soll cloudbasierte Dienste auf den Endgeräten nutzen, statt Software lokal zu installieren. Allerdings hat die Sache einen gewaltigen Haken: wenn ich meine Daten bei Google oder Microsoft speichere, gebe ich gleichzeitig die Hoheit über meine Daten auf. Und hier sind wir wieder beim gleichen Thema: interessiert mich, dass meine Daten von anderen gelesen werde (können)?

Im Prinzip ist open365 eine Mixtur aus mehr oder weniger bekannter Software: LibreOffice als Büropaket, Seafile zur Synchronisation, Kontact von KDE zur Verwaltung von Kontakten und Mails, sowie Jitsi als Messenger. Alles unter einer Oberfläche vereint. 20 GB Speicherplatz stehen für diese Anwendungen zur Verfügung – auf den Servern von open365.

Genau hier liegt im Moment noch der Haken: wieder befinden sich meine Daten auf fremden Servern! Allerdings stellt open365 die Möglichkeit in Aussicht, demnächst den SaaS auch selbst hosten zu können. Damit stünde auch einer Installation auf dem Homeserver nichts mehr im Wege. Clients gibt es im Moment für Ubuntu ab Version 14.04 (damit im Format DEB) und Windows.

Fazit des Kurztestes:

Eine interessante Alternative für denjenigen, der den Trend „SaaS“ mitmachen will, allerdings – noch – in der Betaphase. Ich selbst sehe momentan keinen „Mehrwert“ gegenüber meiner eigenen Lösung, werde das Projekt aber beobachten …

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