Trump

Trump ist nun designierter Präsident der USA. An sich wollte ich mich eines Kommentars im Blog enthalten, aber die Diskussion ist im Moment so diffus und skurril (der Auftritt von Merkel und der Flintenuschi sind meine Highlights), dass ich nun doch ein paar Gedanken loswerden möchte.

Alle Prognosen und Stellungnahmen der deutschen Politikaster und Möchtegern-Journalisten (kurz der Transatlantiker) zum zu erwartenden Wahlergebnis,  sind Makulatur. Die US-Amerikaner haben Protest gewählt. Alles, sogar ein bunter Vogel wie Trump, schien ihnen besser als die Kandidatin des Establishments. Das ist das Bemerkenswerte an dieser Wahl.

Bis zur Amtsübergabe am 20. Januar sind noch einige Wochen Zeit. Wenn Donald Trump diese Wochen heil übersteht – ich bin mir da nicht wirklich sicher – wird man ihn an seiner Politik messen. Ich habe keine Illusionen hinsichtlich seiner Innenpolitik – für die Menschen in den USA wird sich wohl nicht viel ändern. Aussenpolitisch könnte Trumps „America first“ Entspannung bedeuten: Abbau der Spannungen mit Russland, keine weitere Unterstützung der Terrorbanden im Irak und Syrien, Einschränkung oder sogar ein Ende der unsäglichen Interventionspolitik („Regimechange“ und „Farbenrevolutionen“).

Ob es so kommt hängt von Trump selbst ab und inwieweit es ihm gelingt, sich gegen die Neocons in der US-Administration, CIA und Pentagon durchzusetzen.

Interessant finde ich, wie sich „unsere“ transatlantischen Medien und Politiker versuchen aus der Schlinge zu ziehen und mehr oder weniger abrupt die Kehrtwende in der Argumentation vollziehen. Der Propagandafeldzug Pro-Clinton ist jedenfalls krachend gescheitert und die Propagandisten haben sich bis auf die Knochen blamiert.

Ob die Lämmer das registriert haben?