Nextcloud 12.0.1 erschienen

Wie bereits angekündigt erschien heute Nextcloud 12.0.1 . Heute Nachmittag meldete mir meine Serverinstanz, die Verfügbarkeit der neuen Version.

Die Aktualisierung per integriertem Updater funktionierte problemlos – keine Fehler beim Integritätscheck, keine Apps deaktiviert, kein Problem beim Ausschalten des Maintenance-Modes. Eine sehr erfreuliche Premiere bei einem Update von Nextcloud (Beispiele für kleinere Probleme nach Updates könnt ihr euch  z.B. hier und hier zu Gemüte führen oder in Erinnerung rufen). Wenn auch in der Vergangenheit die Fehler meist schnell behoben werden konnten, war es das eine oder andere Mal doch etwas nervig, die kleinen Schönheitsfehler zu beseitigen.

Im AppCenter finden sich auch die angekündigten Apps für die Education Edition. Kleine Neuerungen (wie die Umbenennung des bisherigen Menupunktes „Administration“ in „Verwaltung“) führten nur kurzzeitig zu Irritationen. 

Auf den ersten Blick scheint mir lediglich das Dashboard aus dem Bildungspaket für meine Umgebung verwendbar zu sein. Andere Anwendungen sind zu speziell auf die Bedürfnisse von Bildungseinrichtungen zugeschnitten oder scheinen einfach zu „overdressed“.

Alles in Allem aber ein gelungenes, unkompliziertes Update. Nextcloud bestätigt die Tendenz einer positiven Entwicklung, die sich  im ersten Jahr des ownCloud-Forks bereits andeutete.

Nextcloud Education Edition

 

Gemeinsam mit Moodle, DeiC, der TU Berlin, Regio IT und der Univention GmbH stellt Nextcloud heute eine „Education Edition“ vor., die mit Version 12.0.1 im Nextcloud-Server integriert sein soll. Zeitgleich (so versteh ich den Text jedenfalls) wird eben das Erscheinen der Version 12.0.1 offiziell für heute angekündigt.

Die Liste der Partner wird immer länger bei Nextcloud und es handelt sich bei den angekündigten Partnern ja durchaus nicht um Leichtgewichte … Im wesentlichen handelt es sich bei der angekündigten Education Edition um die Integration zusätzlicher Apps, die besonders im Bereich Bildung und Studium Anwendung finden. Die Basis der Installation bleibt und kann mit Hilfe der vorgestellten Apps erweitert werden. Kann aber muss nicht, das ist die erste positive Nachricht. Enthalten ist Teil 2 der frohen Botschaft: die Apps stehen allen Nutzern von Nextcloud zur Verfügung.

Nun stehe ich der „Featuritis“ bei meiner Lieblinkswolke ja durchaus ein wenig skeptisch gegenüber. Allerdings sehe ich es durchaus als positiv, dass zahlreiche Apps durchaus nicht installiert werden müssen, sondern können und ich so die Möglichkeit habe, mich auf die für mich wichtigen Anwendungen zu konzentrieren. Immerhin aber wird mit den zahlreichen Möglichkeiten die Installationsbasis von Nextcloud wesentlich erweitert. Beispiel von oben: die TU Berlin mit (möglichen) 35.000 Nutzern.

Ich erwarte (wohl heute) mit Spannung die Veröffentlichung von Nextcloud 12.0.1 und werde wohl auch mal wieder den Blick über den Tellerrand wagen und die eine oder andere angekündigte App ausprobieren um ihre Verwendbarkeit für meine Wald- und Wieseninstallation zu prüfen …

Den Artikel zur Education Edition findet ihr auf dem Blog von Nextcloud .