Hardwareinformationen unter Linux sammeln

Zu den weniger geliebten Aufgaben eines Systemadministrators gehört die Dokumentation der betreuten Systeme, insbesondere der Server einschließlich ihrer Hardware. So schwierig es unter anderen Betriebssystemen sein kann an detaillierte Informationen zur jeweiligen Hardware zu kommen, so vielfältig sind die Möglichkeiten bei Linuxsystemen. Wie immer gibt es unter Linux verschiedene Möglichkeiten, wie man die gewünschten Informationen erhalten kann: einmal sind es Programme wie hwinfo, lsusb usw., andererseits liefert das System auch in den Dateien des Verzeichnisses /proc umfangreiche Informationen.

Entgegen der allgemeinen Auffassung, das „richtige Admins alles an der Konsole machen“ 😉 , arbeite ich nicht nach diesem „Qualitätsmerkmal“ aus dem Mainstream der Computerforen, sondern ich suche mir entsprechend der anstehenden Aufgabe das mMn beste Instrument, um diese Aufgabe zu lösen. Für die Sammlung der Hardwareinformationen habe ich mir ein kleines Skript geschrieben, dass die gewünschten Informationen sammelt und in einer Log-Datei ablegt. Für meine Umgebung (Debian und Suse Linux bzw. die debianbasierte Distribution ZevenOS-Neptune) funktioniert diese Skript hervorragend.

#!/usr/bin/sh
rm hardware.log
echo "BIOS" >> hardware.log
dmidecode >> hardware.log
echo "HDD" >> hardware.log
fdisk -l >> hardware.log
echo "Memory" >> hardware.log
cat /proc/meminfo >>hardware.log
echo "Release" >> hardware.log
cat /etc/*-release >> hardware.log
echo "Kernelinfo" >> hardware.log
uname -a >> hardware.log

 Ich möchte hier nicht jeden einzelnen Schritt umfassend erläutern, aber mit Hilfe dieser Kombination aus Befehlen und dem Auslesen von Dateien erhalte ich alle Hardwareinformationen die für mich relevant sind (sogar einiges mehr). Um die so erhaltenen Daten auch Auswerten und weiter verwenden zu können, werden sie in die Datei hardware.log geschrieben und um diese Datei nicht in Unermessliche anwachsen zu lassen, wird sie in Schritt 1 gelöscht. Dieses kleine Skript hat den großen Vorteil, dass es jederzeit erweitert werden kann. Es versteht sich von selbst, dass das Skript mit Rootrechten ausgeführt werden muss.

Die Ergebnis (natürlich nur Teile davon) sieht dann für meinen Arbeitsplatzrechner dann so aus:

Handle 0x0100, DMI type 1, 27 bytes
System Information
Manufacturer: Dell Inc.
Product Name: OptiPlex 780
Version: Not Specified
Serial Number: C92PQ4J
UUID: 44454C4C-3900-1032-8050-C3C04F51344A
Wake-up Type: Power Switch
SKU Number: Not Specified
Family: Not Specified

Handle 0x0200, DMI type 2, 8 bytes
Base Board Information
Manufacturer: Dell Inc.
Product Name: 0C27VV
Version: A00
Serial Number: ..CN1374001603WK.

Handle 0x0300, DMI type 3, 13 bytes
Chassis Information
Manufacturer: Dell Inc.
Type: Mini Tower
Lock: Not Present
Version: Not Specified
Serial Number: C92PQ4J
Asset Tag:
Boot-up State: Safe
Power Supply State: Safe
Thermal State: Safe
Security Status: None

Bravo Brother! DCP-7065DN unter Linux

Kommt ja nicht oft vor, dass ich meiner Begeisterung freien Lauf lasse, aber wie bereits Rockoil hat auch Druckerhersteller Brother ein dickes Lob verdient!

Seit heute nenne ich einen Brother DCP-7065DN mein Eigen, ein Laser-Multifunktionsgerät, Kopierer, Scanner, Drucker in einem. Der einzige Grund warum ich meinen bisher im Einsatz befindlichen Samsung SCX-3205W ersetzt habe, liegt in Autoduplexfunktion des neuen „Alleskönners“. Da sich gerade eine günstige Möglichkeit zur „Entsorgung“ des Alltgerätes ergab und in der Bucht der Brother zum halben Preis als Vorführgerät zu haben war, schlug ich zu.

Mit gewissem Unbehagen dachte ich an die Einrichtung, insbesondere die Scanfunktion des Samsung war unter Linux nicht ganz so profan einzurichten. Mit einiger Bastelei war es mir vor 3 Jahren doch gelungen alles zur Zufriedenheit einzurichten, aber immerhin so „tricky“ das mir dieser Vorgang einen Artikel hier im Blog wert war …

Brother bietet dagegen Treiber auf seiner Webseite an, die eine unkomplizierte und schnelle Installation des Gerätes ermöglicht haben. Out-of-the-Box stehen mir alle Funktionen des Gerätes zur Verfügung! Da ich das Gerät einmal über das LAN als Drucker eingebunden habe, zum Anderen aber per USB an nur einem Rechner scannen möchte, war ich von der Lösung dieser Kleinigkeit überrascht. Beim Starten des Scanprogramms (ich verwende Skanlite) wurden mir kurzerhand beide Anschlüsse angeboten und ich konnte auswählen, welchen Weg ich für den Scan bevorzuge.

Die Linux-Treiber gibt es sowohl als DEB als auch RPM. Druckeranwendungen für Android und iOS werden ebenfalls bereitgestellt. Alles in Allem eine saubere Unterstützung des alternativen OS durch Brother …

 

Skanlite bietet 2 Geräte zur Auswahl
Skanlite bietet 2 Geräte zur Auswahl

Upgrade auf ownCloud 6 Teil II

Rasprojekt

So schnell kann es gehen. Während ich gestern noch über meine eventuelle Teilnahme am Betatest des ownCloud-Clients 1.5 sinnierte, wurde heute mein Rechner auf eben diesen Client aktualisiert. Und wieder einmal ist mein Betriebssystem (ZevenOS-Neptune 3.3) den Release-Informationen auf der Webseite von ownCloud.org voraus: während hier im Moment noch auf Client-Version 1.4.2 verwiesen wird, verfüge ich nunmehr bereits über Version 1.5 .

Im Vorfeld ist über den neuen Client eine Menge geschrieben worden, so dass ich mir hier weitere Ausführungen ersparen kann. Ein ausgesprochen positiver Effekt ist allerdings zu verzeichnen: die von mir gestern kritisierte Synchronisation von fast der Hälfte meiner zu synchronisierenden Dateien tritt nicht mehr auf. Fazit: der Einsatz der Version 6 von ownCloud sollte unbedingt mit dem Client Version 1.5 verbunden sein!
 
Optisch hat sich mit dem neuen Client wenig verändert, lediglich die Synchronisationsinformation wird nun nicht mehr per Schaltfläche aufgerufen, sondern hat einen eigenen Punkt – nunmehr als Aktivität bezeichnet – im seitlichen Menu erhalten. Die tiefgreifenden technischen Änderungen könnt ihr auf dem Blog von Daniel Molkenthin nachlesen.
 
Nunmehr scheint also alles zu laufen, der Fehler von gestern scheint mit dem ownCloud-Client 1.5 ausgemerzt. Im Moment – ohne tatsächlich tiefer gehende Tests durchgeführt zu haben – bleibt nur das Fazit: ownCloud 6 rules!
Client 1.5. links die Menuleiste
Client 1.5. links die Menuleiste

 

Update: Seit ca. 12.00 Uhr ist die Changelog für Client 1.5 veröffentlicht (Link oben benutzen)