Ukraine LIII – Chronologie der Ereignisse

Es ist inzwischen tatsächlich mehr als 1,5 Jahre her, dass ich zum Thema schrieb. Der Konflikt in der Ukraine geriet ein wenig in Vergessenheit, wurde überschattet vom Proxykrieg in Syrien, den Wahlen in den USA. Doch er hat an Wichtigkeit, an Aktualität nichts eingebüßt. Immer wieder flackern Kämpfe auf, sterben Menschen, dringen Nachrichten über die katastrophale wirtschaftliche Lage der Menschen in der Ukraine zu uns – beiderseits der sogenannten Kontaktlinie.

Für unsere Politik und die Medien ist die Schuld Russlands, ja des russischen Präsidenten persönlich, an diesem Konflikt unbestritten. Er wird als Vorwand für den Beginn – wohl eher eine Wiederbelebung, denn tot war er nie – eines neuen Kalten Krieges genutzt. Eine neue Runde des Wettrüstens wird eingeläutet und begründet wird dieser Irrsinn mit der angeblichen Aggressivität Russlands.

Nur wenig Widerspruch ist hierzulande zu vernehmen, die Medien liegen auf Regierungskurs. Um so erfreulicher, dass sich immer wieder Menschen finden, die dieser offensichtlichen Kriegspropaganda Paroli bieten. Heute verwiesen die Nachdenkseiten auf die Dokumentation eines ihrer Leser. Ulrich Leonhardt liefert eine gut recherchierte Arbeit, die nicht nur den chronologischen Ablauf der Ereignisse in der Ukraine aufzeigt, sondern auch politische und geostrategische Zusammenhänge darstellt und mit umfangreichen Quellen belegt.

Seine Dokumentation beginnt mit den Worten:

In allen so genannten Mainstreammedien beginnt die Geschichte des aktuellen Konfliktes des Westens mit Russland mit der „Aggression“ Russlands auf der Krim und führt weiter zu einer Verteufelung Russlands, personifiziert durch Putin, wegen seiner aggressiven Politik in der Ukraine und seines Einsatzes in Syrien, insbesondere in Aleppo.
Die Darstellung der „Annexion“ der Krim ohne Vorgeschichte ist für mich vergleichbar mit der Aussage, die Indianer wurden nahezu ausgerottet, weil sie Siedler und Eisenbahnen überfallen haben.
Begründet werden damit Sanktionen des Westens gegen Russland, eine weitere Aufrüstung des Westens und eine Truppenstationierung der Nato unmittelbar an der russischen Grenze, auch unter Führung deutscher Offiziere1 150km vor der Stadt St. Petersburg, die ich im Sommer 2016 als weltoffene Stadt besuchen konnte, die im 2. Weltkrieg 1.000 Tage durch deutsche Truppen eingeschlossen war und ausgehungert wurde.

Mich berühren tief die Bilder der Zerstörung im Vergleich zur aktuellen Pracht, ganz gleich ob im Dresdener Grünen Gewölbe oder in Puschkin oder in der Eremitage in St. Petersburg. Ich bin sicher,
dass in einem erneuten Krieg neben unser aller Leben auch diese unwiederbringlichen Weltkulturschätze für immer ausgelöscht werden.

 

Hakenkreuze im EU-Parlament

Seit dem Putsch in der Ukraine und mit dem Beginn des Bürgerkriegs dort, wird die Existenz von Nazis auf Seiten der ukrainischen „Regierungstruppen“ vehement bestritten. Es seien „Ethnonationalisten“, allenfalls ein wenig rechts angehauchte Einzelgänger, die da immer mal wieder auftauchen.

Anatoli Scharij – selbst Ukrainer – entlarvt im folgenden Video die Verlogenheit dieser Aussagen. Sein youtube-Kanal ist ohnehin zu empfehlen …

Video mit deutschen Untertiteln via Vineyardsaker

Charlie Chaplin – Zitat des Tages

Der Film ist alt. Vor 75 Jahren kam „Der große Diktator“ in die (amerikanischen) Kinos. Doch an Aktualität hat Chaplins Werk nicht verloren. Vor allem die grandiose Schlußrede, möchte ich in Erinnerung rufen. Chaplin erwies sich auch hier als Humanist und Menschenfreund …

 

 

Es tut mir leid aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht. Ich möchte weder herrschen, noch irgendwen erobern, sondern jedem Menschen helfen, wo immer ich kann. Den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Haß und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.

Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen. Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Mißgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart. Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommen Toleranz und Güte. Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.

Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen, von Mensch zu Mensch. Dies erfordert eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden. Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unschuldige zu quälen und in Ketten zu legen. Allen denen, die mich jetzt hören rufe ich zu : Ihr dürft nicht verzagen! Auch das bittere Leid das über uns gekommen ist, ist vergänglich. Die Männer, die heute die Menschlichkeit mit Füssen treten werden nicht immer da sein. Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen und auch ihr Hass. Die Freiheit, die sie den Menschen genommen haben, wird ihnen dann zurückgegeben werden. Auch wenn es Blut und Tränen kostet, für die Freiheit ist kein Opfer zu groß.

Soldaten vertraut euch nicht Barbaren an, Unmenschen die euch verachten, und denen euer Leben nichts wert is. Ihr seid für sie nur Sklaven. Ihr habt das zu tun, das zu glauben, das zu fühlen. Ihr werdet gedrillt, gefüttert, wie Vieh behandelt, und seid nichts weiter als Kanonenfutter. Ihr seid viel zu schade für diese verehrten Subjekte. Diese Maschinenmenschen, mit Maschinenköpfen, und Maschinenherzen. Ihr seid keine Roboter, ihr seid keine Tiere, ihr seid Menschen! Bewahrt euch die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht, nur wer nicht geliebt wird hasst, nur wer nicht geliebt wird. Soldaten kämpft nicht für die Sklaverei, kämpft für die Freiheit.

Im siebzehnten Kapitel des Evangelisten Lukas steht : Gott wohnt in jedem Menschen. Also nicht nur in einem oder in einer Gruppe von Menschen. Vergesst nie, Gott liegt in euch allen, und ihr als Volk habt allein die Macht. Die Macht Kanonen zu fabrizieren, aber auch die Macht Glück zu spenden. Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen, es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu durchdringen. Daher im Namen der Demokratie : Laßt und diese Macht nutzen! Laßt uns zusammen stehen! Laßt uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt! Die jedermann gleiche Chancen gibt, die der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt. Versprochen haben die Unterdrücker das auch, deshalb konnten sie die Macht ergreifen. Das war Lüge, wie überhaupt alles, was sie euch versprachen, diese Verbrecher. Diktatoren wollen die Freiheit nur für sich, das Volk soll versklavt bleiben.

Lasst uns diese Ketten sprengen! Lasst uns kämpfen für eine bessere Welt! Lasst uns kämpfen für die Freiheit in der Welt, das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt. Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz! Lasst uns kämpfen für eine Welt der Sauberkeit. In der die Vernunft siegt, in der uns Fortschritt und Wissenschaft allen zum Segen reichen.

Kameraden! Im Namen der Demokratie : Dafür laßt uns streiten!