Nextcloud 15.0.6

Kurz vor Veröffentlichung des neuen Major-Releases Nextcloud 16 – der RC 1 wurde gerade bereit gestellt – habe ich heute meine Instanz auf Version 15.0.6 aktualisiert. Mit jetzigem Stand liefert die Changelog von Nextcloud keine Informationen über den Inhalt des Updates.

Aktualisierungsmeldung

Das Update verlief ohne Probleme, allerdings generierte Sicherheits- und Einstellungsprüfung einen mir bis Dato unbekannten Fehler (an die Fehlermeldungen bezüglich Webdav habe ich mich nunmehr gewöhnt und habe kein Bedürfnis, nach jedem Update in einer wahren Flut von Dateieditierungen zu versinken):

MySQL unterstütz keine 4-Byte-Zeichen, aha …

Bisher habe ich die Untersützung von 4-Byte-Zeichen durch MySQL nicht vermisst, dem Link folgend erfuhr ich dann wozu dieselbe benötigt wird:

Um Emojis (textbasierte Smilies) auf Ihrem Nextcloud-Server mit einer MySQL-Datenbank verwenden zu können, muss die Installation etwas angepasst werden.

Kann ich der Überlegung noch halbwegs folgen Emojis in „Kalenderereignissen“ und „Kommentaren“ zu verwenden wie es im Text heißt, finde ich den Verweis auf Dateinamen geradezu als anstößig. Leute macht nicht so einen Blödsinn – quält eure Dateisysteme bitte nicht mit „4-Byte-Zeichen“. Ich sehe es förmlich vor mir:

😉 Besprechung 28.04.2019 mit dem Chef.pdf

🙁 Abgelehnter Urlaubsantrag.doc

Schlußfolgernd aus diesen Visionen werde ich diese neue „Fehlermeldung“ erst einmal ignorieren. Manchmal kann ich den Trends tatsächlich nicht mehr folgen – ich glaube, ich werde alt …

Nextcloud – Start Update funktioniert nicht

Bereits am Mittwoch hat Nextcloud Version 15.04 veröffentlicht. Heute wollte ich dieses Update einspielen, aber ich konnte soviel auf die entsprechende Schaltfläche klicken wie ich wollte – das Update startete nicht, es passierte schlicht und ergreifend gar nichts. Aktualisierung der Seite und auch der Wechsel des Browsers brachten ebenfalls keine Änderung. Nun ist es ja möglich, Nextcloud per Kommandozeile zu aktualisieren, hatte ich jedenfalls gelesen. Da der Updateprozeß in meiner Instanz bisher immer problemlos aus der Weboberfläche gestartet werden konnte, hatte ich die entsprechende Prozedur noch nicht getestet, mich noch nicht einmal näher damit beschäftigt.

Auf der Suche nach einer Anleitung stieß ich schließlich bei Bitblokes auf diese sehr gut beschriebene und bebilderte Anleitung, die mir aus dem Dilemma half. Also Verbindung per VPN nach Hause aufgebaut, per puTTy am Server angemeldet, in das Nextcloud-Installationsverzeichnis gewechselt und folgenden Befehl ausgeführt:

sudo -u www-data php updater/updater.phar

Der weitere Ablauf war dann wie bei Bitblokes beschrieben. Das Update funktionierte ohne Störungen, Datenbank und Apps wurden problemlos aktualisiert. Die Weboberfläche startete ohne Fiesematenten und mein Nextcloud meldet mir Version 15.04 an. Warum nun der Updater nicht startete ist mir immer noch nicht klar, werde aber bis zur nächsten Version warten, um dann noch einmal zu testen …

Meldung über die aktuelle Version

Version 15.04 bringt eigentlich nur eine Änderung: externe Speiche sind (wieder) von der Weboberfläche durchsuchbar. Da ich Nextcloud 15.03 allerdings „übersprungen“ hatte sind diese Änderungen bei meinem Update hinzugekommen. Vollständige Informationen findet ihr wie immer in der Changlog von Nextcloud.

Grundlagen – Benutzer in Linux umbenennen

Bezug nehmend auf den vorherigen Beitrag (und weil eine entsprechende Anfrage gestellt wurde) eine kleine Anleitung zur Umbenennung eines Benutzers in Linux. Nach meinen Geschmack wieder mal ein Fall für die Konsole, aber es gibt sicherlich andere Wege um das Ziel zu erreichen …

Voraussetzung für die gesamte Prozedur: neben dem umzubenennenden Nutzer muss ein zweiter, ebenfalls mit administrativen Rechten versehener Account vorhanden sein.

Anmeldung mit dem 2. Account (nennen wir ihn admin)

Sperre des umzubenennenden Accounts

sudo usermod -L freak

Umbenennen des Accounts

sudo usermod -l nfreak freak

Das Homeverzeichnis soll natürlich auch unter dem neuen Namen auffindbar sein (deshalb habe ich den ganzen Zinnober ja überhaupt erst veranstaltet!).

sudo usermod -d /home/nfreak nfreak
sudo mv /home/freak /home/nfreak

Zum Abschluss des Account wieder freigeben.

usermod -U nfreak

Im wesentlichen war es das. Einige kleine Anpassungen sind nach dieser Prozedur noch zu erledigen, abhängig von der Konfiguration des vorhandenen Systems. Bei mir selbst musste die VPN-Verbindung nach Hause und der Nextcloud-Client neu konfiguriert werden. Das allerdings war nur ein geringer Aufwand …