Plex – Client auf dem TV II

Meine Freigabe des Plex-Servers über das Internet (in diesem Artikel beschrieben) hatte ungeahnte Folgen: Plex war durch meinen Samsung-TV nicht mehr erreichbar. Die Freigabe ist ja schon ein paar Tage her, trotzdem fiel mir die Sache erst gestern auf. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Zugriff auf meine Medien über die Kombination Smart-TV / Bluerayplayer deutlich nachgelassen hat. Die Erreichbarkeit der Mediensammlung über die Sonos-Player macht sich bemerkbar.

Erstaunlich war die Sache schon ein wenig, konnte ich doch vom Rechner aus ohne Probleme meine MP3s abspielen. Nach einiger Recherche, war das Problem recht schnell behoben. In der „Samsungvariante“ von Plex müssen nach der Freigabe über das Internet IP-Adressen eingetragen werden, denen der Zugriff auf den Plex-Server ohne Authentifizierung erlaubt ist (der Zugriff per Android-App und Webschnittstelle erfolgt ja mit dem hinterlegten Plex-Account). Samsungs Variante kann offensichtlich nicht mit dieser Authentifizierung umgehen.

Über die Webschnittstelle den Menupunkt Einstellungen/Netzwerk wählen. Im Punkt „List of IP Adresses and networks that are allowed without auth“ das eigene Netz und/oder einzelne IP-Adressen eintragen.

Zur Freigabe meines gesamten internen Netzes war dazu folgender Eintrag notwendig:

plexfreigabe1

Die Syntax des Eintrags ist etwas ungewöhnlich, aber funktioniert … In der Maske können mehrere Einträge vorgenommen werden, die durch Kommas getrennt werden müssen.

Nach dieser kleinen Änderung der Konfiguration arbeitete auch die Samsung-App von Plex wieder klaglos.

Microsoft und die Sicherheit

Ich bin ja sehr für Sicherheit, auch und gerade am Rechner. U.a. deshalb setze ich privat kein OS aus Redmond ein. Nun gehöre ich nicht zu den Religionskriegern – auch nicht was Betriebssysteme betrifft – aber so manches „Feature“ von Windows, MS-Office usw. läßt mich doch am gesunden Menschenverstand der Programmierer und/oder Verantwortlichen bei Microsoft zweifeln.

Heute wurde ich in der Firma mit einer solchen Glanzleistung konfrontiert. Als Office-Programm setzen wir MS-Office 365 ein. Neben der leidigen „Online-Featuritis“ (die umgehbar ist) und dem ebenso umgehbaren Zwang alle Komponenten des Paketes zu installieren, überwiegen tatsächlich die Vorteile dieser Variante. Vor allem preislich auch wegen der erworbenen Upgraderechte eine interessante Option.

Ich vermeide es aber grundsätzlich die von Microsoft vorgeschlagenen Standardeinstellungen zu übernehmen, zu leidvoll meine Erfahrungen mit den „Features“ diverser Programme von Microsoft in der Vergangenheit. Einer meine User, nein einer meiner „Poweruser“ teilt allerdings weder meine Abneigung gegen die Politik der Redmonder Firma noch meine Vorsicht im Umgang mit den Programmen derselben. Das Ergebnis war mal wieder niederschmetternd.

Von einem Tag auf den anderen ließen sich Dateien auf Netzlaufwerken nicht mehr öffnen. Lapidarer Kommentar von Word, Excel und Co.: „Die Datei x.x ließ sich leider nicht öffen.“. Die Auswertung der Ereignismeldungen führte nicht zu Lösung, da ähnlichen Informationsgehalts.

Nach einigem Stöbern im Internet kam die Ursache für dieses Verhalten schließlich ans Licht: seit Office 2013 setzt Microsoft wohl wieder einmal auf mehr „Sicherheit“. Über das in Office implementierte „Trustcenter“ werden sichere Speicherorte definiert und nur dort abgelegte Dateien lassen sich öffnen. Netzlaufwerke gehören grundsätzlich nicht dazu. Diesen Fakt musste ich erst einmal verarbeiten.

Ich schätze das ca. 90% aller MS-Office-Lizensen von Firmen erworben werden und die wiederum speichern geschätzte 99% ihrer Dateien auf Netzlaufwerken! Da für Windows auch Cloudspeicher nichts anderes als Netzlaufwerke sind, wird der Wahnsinn noch offenkundiger. Ich vermute allerdings, dass Microsofts Onedrive von diesem Misstrauen ausgenommen ist (wir setzen es nicht ein). Zumindest wäre das für mich die einzige halbwegs plausible Erklärung dieses hirnrissigen „Features“.

In dem geschilderten Fall half allerdings weder die Definition der Netzlaufwerke als „sicher“ noch die Neuinstallation von Office 365 – die auf ihnen abgelegten Office-Dateien liessen sich nicht öffnen. Erst eine komplette Neuinstallation der Arbeitsstation lösten das Problem.

Unfassbar auf welche Art und Weise „Product Placement“ durch Microsoft betrieben wird! An Fehler oder Dummheit der Programmierer und/oder Entscheider will ich nicht glauben. Das wäre allerdings noch desaströser …

Debian 8.6 Jessie

Am Wochenende wurde das nächste „Punktrelease“ für Debian 8 frei gegeben. Diese in relativ regelmäßigen Abständen gelieferten Updates dienen vor allem dazu, die seit der letzten Version aufgelaufenen „Debian Security Advisories“ (Sicherheitshinweise) oder DSA zu verarbeiten und entsprechende Updates vorzunehmen.

In der Version 8.6 wurden 92 solcher DSAs zusammengefasst. Die wichtigsten Änderungen sind wohl:

  • Kernelversion 3.16.36 (mit ein paar Updates)
  • Änderungen am Debian-Installer und Apache 2
  • Iceweasel verschwindet, dafür kommt der Firefox (man hatte sich ja mit Mozilla darauf geeinigt, wieder den Originalnamen des Browsers zu verwenden)
  • Intel Microcode und MariaDB in neuen Versionen

Auf meinem kleinen Debianserver waren es dann 137 Pakete die aktualisiert wurden, allerdings sind in dieser Zahl auch andere Updates wie z.B. der Plexmediaserver enthalten. Hier gab es dann ein kleines Problem: der Dienst startete nicht korrekt und meine Sammlung wurde nicht gefunden. Ein manueller Neustart brachte dann Erleichterung – alles wieder in Ordnung …

Debian empfiehlt allen Nutzern die Installation des neuen Release.