Trouble mit Webmin

Natürlich lag das Problem wieder einmal bei mir. Als Webmin mir gestern ein Designupdate meldete, „übersah“ ich großzügig die Warnung die auf ein Kompatibilitätsproblem meiner zum Zeitpunkt verwendeten Version 1.89 mit eben diesem Design (Authentic theme Version 1.9.21) hinwies. Das Desaster war nach Installation perfekt: statt meines altbekannten Dashboards sah ich nach der Anmeldung  lediglich eine „weißen Seite“. Da ich wegen der Funktionalität des kleinen aber feinen Tools nicht darauf verzichten wollte, blieb also nur Troubeshooting der alten Schule übrig.

Das Projekt bietet inzwischen bereits Version 1.900 an, nur das Debian meines Homeservers hält die neue Version von Webmin noch nicht in den Repositories bereit. Eine Installation von sourceforge.net stellt allerdings kein Problem dar (siehe auch den Artikel über die Installation auf dem Raspberry Pi) :

  • die im ersten Schritt genannten Perlmodule usw. brauchte ich nicht zu installieren, da bereits vorhanden aus der funktionierenden Installation von Webmin 1.8900
  • per wget die neuest Version herunterladen
# wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.900_all.deb

und per dpkg installieren

# dpkg --install webmin_1.900_all.deb

Nach der Anmeldung zeigte sich Webmin wieder in alter Schönheit.

Sollte das verwendete Betriebssystem mal die neueste Version des hervorragenden Web-Administrations-Programms verweigern, ist mit Hilfe der oben angeführten Befehle immer diese Version installierbar, lediglich die Versionsnummer des aktuellen Paketes muß angepasst werden.

Dokumentationswut – Netzwerdokumentation

Eine vollständige und umfassende Netzwerkdokumentation gehört im Job zu den absoluten Notwendigkeiten. Lange Jahre gab es hier meiner Meinung nach nichts sinnvoll Verwendbares, vor etwa 2 Jahren stieß ich schließlich auf Docusnap. Mithilfe dieser Software gelingt es nunmehr den Forderungen nachzukommen. Informationen zu Hardware, Nutzer, ADS, DHCP usw. usf. werden faktisch per „Knopfdruck“ erzeugt und liefern zuverlässige Informationen.

Für das kleine Netzwerk zu Hause hingegen ist Handarbeit angesagt – jedenfalls fast ausschließlich Handarbeit. Um die Hardware der im Umfeld vorhandenen Rechner zu erfassen habe ich mir ein kleines Script geschrieben, dass alle relevanten Informationen zu den Geräten in eine Log-Datei schreibt. Beim Ausführen des Skripts wird die vorhandene Log-Datei überschrieben, so dass immer die aktuelle Konfiguration erfasst wird (Siehe Downlads\Skripts).

Ein anderes, nicht minder wichtiges Problem stellt die Dokumentation des Netzwerkes inklusive aller verwendeten IP-Adressen dar. Hier bietet sich zu Hause im kleinen Netz eine grafische Darstellung an, um alle relevanten Informationen zu erfassen. Vor Monaten (Jahren?) wies ich schon einmal auf Gliffy hin, eine Chromium-App. Wer ähnliche Ziele wie ich hat – neben der Erstellung einer Netzwerkdokumentation versuche ich im Rahmen meines Projektes Kürassiere in Salzwedel einfache Strukturdiagramme zu erstellen – wird in Gliffy ein brauchbares Werkzeug finden.

Lange Rede kurzer Sinn – hier eine aktuelle Darstellung meines Heimnetzes:

Netzwerk@Home

Weitergehende Informationen wie Passwörter usw. hinterlege ich in MyNotex. Hier sind die einzelnen Informationen verschlüsselt ablegbar.

Server automatisch per Skript herunterfahren

 

Vor fast 4 Jahren beschrieb ich hier im Blog, wie ich in meiner Umgebung das automatische Herunterfahren und den Neustart meines Servers über Wake over LAN (WOL) bei Bedarf realisiert habe. Die Nutzung von WOL war durch die verwendete Fritz!Box kein Problem – damals eine 7490, heute die 6490 cable. Das automatische Herunterfahren des Servers mit Hilfe eines Scripts stellte sich hingegen schwieriger dar. Erst mit Hilfe eines Skripts vom Blogger Markus Wochele (der Link führt ins Nirwana, nur der Vollständigkeit halber) und einigen wenigen Änderungen an diesem Skript durch mich, funktionierte alles zu meiner Zufriedenheit.

Da die Urheberschaft des verwendeten Bash-Skripts nicht bei mir lag und ich mich auch nicht mit fremden Federn schmücken wollte, verwies ich im Artikel lediglich auf die Webseite von Markus, wo er seine Lösung zum Download anbot und ausdrücklich auf die freie Nutzung verwies. Vier Jahre sind eine lange Zeit und so musste ich inzwischen feststellen, dass der gesetzte Link nunmehr ins Leere führt – der Blog von Markus scheint nicht mehr existent zu sein!

Mir ist die ganze Sache wieder eingefallen, da die Zugriffe auf einen 4 Jahre alten Artikel durchaus stabil bleiben und ich daraus schlussfolgere, dass ein beständiges Interesse am Thema gibt. Da ich die Funktion noch immer verwende und die enthaltene Funktionalität sehr schätze, möchte ich an dieser Stelle das Skript – inklusive der kleinen Änderungen von mir – zum Download zur Verfügung stellen. Selbstverständlich habe ich die Urheberschaft bei Markus Wochele belassen …

Zur Nutzung des Skripts bitte beachten:

  1. Der Server muss WOL unterstützen
  2. Im Bereich Config des Skripts müssen die IP-Adressen oder Adressbereiche der zu überwachenden Clients an die entsprechende Umgebung angepasst werden
  3. die von mir im Configbereich definierte Variable d dient lediglich zur Ausgabe von Datum und Uhrzeit in der Logdatei
  4. das Bash-Skript muss ausführbar gesetzt werden um zu funktionieren
  5. ein Cron-Job definiert die Häufigkeit der Prüfung und damit des Herunterfahrens bei Nichtaktivität der definierten Clients.

Ansonsten bleibt mir nur, viel Erfolg mit dem Shutdown-Skript zu wünschen!