Nextcloud 15 – Updateritis

Bereits am Montag wurde Nextcloud 15 frei gegeben. Meine Ungeduld und meine Vorfreude ließen mich nicht auf die Freigabe per Updater warten (bei Nextcloud hieß es, dass könnte mehrere Tage bis Wochen dauern), sondern ich entschloss mich zu einem manuellen Update. Das lief soweit auch ganz gut, folgte ich doch brav der Anleitung

Mit kleineren Querelen lief der Prozess durch und der Zugriff auf meinen Server zeigte das gewohnte Bild. Der erste Weg nach einem Update führt natürlich zur Übersicht der Einstellungen und die hier gebotene Übersicht war ein wenig erschreckend (zum Vergrößern anklicken) …

Die ersten beiden Meldungen sind ja bereits seit längerem vorhanden, aber nachdem ich die entsprechenden Einträge in der .htaccess mit den empfohlenen überschrieb, verschwanden diese Fehlermeldungen. Woran es nun lag kann ich nicht einmal sagen – es funktionierte einfach. 

Die folgenden Probleme mit fehlenden Indizes, imagick und Konvertierungen waren recht einfach mit den vorgeschlagenen occ-Befehlen bzw. der Installation des PHP-Paketes behoben. Am Ende blieb lediglich der Hinweis auf die veraltete PHP-Version.

Und mich packte der Ehrgeiz. Um gleich Nägel mit Köpfen zu machen, entschied ich mich zur Installation von Debian 10. Das gibt es allerdings erst in der unstable Version, sollte aber eigentlich kein Problem sein. Ja sollte …

Die Folge war eine ausbrechende Updateritis. Die Installation von Debian 10 war noch das geringste Problem, die komplette Neukonfiguration des Apache und von Nextcloud waren deutlich aufwändiger. Wahrscheinlich war es aber ohnehin einmal nötig sich intensiver mit den Konfigurationsdateien zu beschäftigen. Nunmehr verfügt mein Server über ein selbstsigniertes Zertifikat, für Port 80 und 443 existieren Konfigurationsdateien und die virtuellen Hosts sind sauber eingebunden, PHP ist auf Version 7.3 und die Systempartition meines Servers ist von allerlei Überflüssigem befreit ….

Der Erfolg war mühsam erkämpft, aber die Grundeinstellungen melden mir nunmehr

Trotzdem hat mir meine Ungeduld wieder einige Stunden an zusätzlicher Arbeit eingebracht.

Die Changelog ist dieses Mal beeindruckend lang und die wichtigsten Änderungen werden in einem ausführlichen Blogbeitrag erläutert.

Trouble mit Webmin

Natürlich lag das Problem wieder einmal bei mir. Als Webmin mir gestern ein Designupdate meldete, „übersah“ ich großzügig die Warnung die auf ein Kompatibilitätsproblem meiner zum Zeitpunkt verwendeten Version 1.89 mit eben diesem Design (Authentic theme Version 1.9.21) hinwies. Das Desaster war nach Installation perfekt: statt meines altbekannten Dashboards sah ich nach der Anmeldung  lediglich eine „weißen Seite“. Da ich wegen der Funktionalität des kleinen aber feinen Tools nicht darauf verzichten wollte, blieb also nur Troubeshooting der alten Schule übrig.

Das Projekt bietet inzwischen bereits Version 1.900 an, nur das Debian meines Homeservers hält die neue Version von Webmin noch nicht in den Repositories bereit. Eine Installation von sourceforge.net stellt allerdings kein Problem dar (siehe auch den Artikel über die Installation auf dem Raspberry Pi) :

  • die im ersten Schritt genannten Perlmodule usw. brauchte ich nicht zu installieren, da bereits vorhanden aus der funktionierenden Installation von Webmin 1.8900
  • per wget die neuest Version herunterladen
# wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.900_all.deb

und per dpkg installieren

# dpkg --install webmin_1.900_all.deb

Nach der Anmeldung zeigte sich Webmin wieder in alter Schönheit.

Sollte das verwendete Betriebssystem mal die neueste Version des hervorragenden Web-Administrations-Programms verweigern, ist mit Hilfe der oben angeführten Befehle immer diese Version installierbar, lediglich die Versionsnummer des aktuellen Paketes muß angepasst werden.

Nextcloud Client 2.5

Heute wurde die neue Version des Clients für Nextcloud veröffentlicht. Eine Menge neuer Funktionen wurden integriert, nach eigenen Aussagen die Synchronisation verbessert und dem Client ein Facelifting verpasst. Die entscheidende Neuerung ist für mich die Integration einer End-to-End-Verschlüsselung (E2EE). Dieses neue Feature hat zwar in meiner eigenen Umgebung nicht eine „tragende“ Rolle, aber der Weg der hier beschritten wird ist notwendig angesichts der zahlreichen Installationen von Nextcloud bei Webhostern.

E2EE am Client

Der neue Client steht für alle Umgebungen zur Verfügung: Linux, Mac, Windows, Android und iOS. Der Linuxclient wird wieder als AppImage zur Verfügung gestellt, so dass umfangreiche Installationsarbeiten nicht notwendig sind.

In einem umfangreichen Blogbeitrag werden die Änderungen und Neuheiten des Nextcloud-Clients vorgestellt und erläutert.