Patchday – LibreOffice 4.0.4 und ownCloud-Client 1.3.0

LibO_Logo_Highres_ColorBereits am 19. Juni wurde die neue Version von LibreOffice von „The Document Foundation“ (TDF) released. Gestern erfolgte bereits das Update zu Hause auf dem „Brotkasten“, heute schwirrt es nun durch den Downloadkanal von Kanotix direkt auf den Arbeitsplatz. Während es bei ZevenOS-Neptune 3.1 Brotkasten (das musste ich jetzt mal voll ausschreiben 🙂 ) einige Probleme gab (LibreOffice startete nicht. Erst eine komplette Deinstallation und Installation aus den Paketquellen behob das Problem), lief es bei Kanotix sauber durch.

Da es sich bei der aktuellen Version um das letzte Update vor dem neuen Release 4.1 (soll im Juli kommen) handelt, sind naturgemäß keine neuen Funktionen hinzugekommen. Eine reine Wartungsversion also. Wen die neuen Features der kommenden Version 4.1 interessieren, kann sich auf der Website der TDF schlau machen.

owncloud.jpegWesentlich interessanter für mich ist der neue ownCloud-Client in Version 1.3.0, wird doch versprochen, dass das Problem mit den leidigen „Conflict“-Dateien nunmehr behoben seien. Das Problem, von mir auch schon hier im Blog beschrieben, trat zwar mit aufsteigender Version des Clients immer seltener auf, behoben war das Thema aber noch nicht. Ich werde nach Installation einige Tests zu diesem Thema durchführen und darüber berichten …

Dieses mal wird übrigens nicht nur der Client erneuert, sondern die zugrundeliegende csync ist ebenfalls in neuer Version dabei. Wie immer sind in der changelog alle Änderungen/Fixes aufgelistet.

ZevenOS-Neptune – das Ende der Suche?

neptune-full-logoSeitdem ich Kubuntu nicht mehr verwende, setze ich Kanotix als Betriebssystem auf meinen Rechnern ein. Kanotix gefällt mir an sich recht gut, hat aber einen Makel, der meine Freude ein wenig einschränkt: die Aktualität von KDE. Im Moment verwendet Kanotix KDE 4.8.4, aktuelles Release von KDE ist 4.10.3. An sich ist das nicht unbedingt ein Problem, aber eine meiner „must have“-Anwendungen – ownCloud – benötigt für die Synchronisation der Kontakt- und Kalenderdaten wenigstens KDE 4.9.

Deshalb suche ich bereits seit einiger Zeit nach Ersatz. Unter den vielen verschiedenen Linux-Derivaten ist ZevenOS sehr bekannt, allerdings setzt ZevenOS auf Ubuntu auf und fällt damit für mich aus der Liste verwenbarer Distributionen aus (Linux Mint übrigens aus dem selben Grund). Heute habe ich entdeckt, dass es einen auf Debian basierenden „Ableger“ von ZevenOS gibt, nennt sich Neptune. Und um sich von der „Mutter“ zu unterscheiden und gleichzeitig die Zugehörigkeit zu zeigen „ZevenOS-Neptune“.

Auf der Webseite des Projekts könnt ihr die Features nachlesen: KDE 4.10.3, Kernel 3.9.2 und Xorg 7.7 – alle systemrelevanten Teile auf recht aktuellem Stand. Daneben besteht die Möglichkeit, weitere Paketquellen einzubinden.

Ein kurzer Test in der VirtualBox machte bisher einen guten Eindruck. Weitere werden folgen und ich denke, in absehbarer Zeit werde ich Neptune auf den Rechnern haben …

Kanotix vs. Kubuntu

kanotix-logo-150x150Die Umstellung meiner Rechner von Kubuntu zu Kanotix (bzw. ein Rechner zum Suse Linux Enterprise Desktop 11 von Novell) ist abgeschlossen. Gestern Abend habe ich den letzten Rechner in meiner „Verfügungsgewalt “ – der im Kinderzimmer – umgestellt. Im Großen und Ganzen ging das alles schmerz- und reibungslos, vor allem weil ich System- und Homepartition auf den wichtigen Rechnern bereits seit Jahren getrennt halte. Eigentlich hatte ich gar nicht vor diesen letzten PC umzustellen, aber ein missglücktes Upgrade auf Kubuntu 13.04 erleichterte die Entscheidung ungemein. Nach dem Upgrade startete KDE nicht mehr richtig (D-Bus Fehler wurde gemeldet), der Midnight Commander erzählte was von geänderten Pfaden und meine Bereitschaft nunmehr stundenlang Probleme zu wälzen, hielt sich in uberschaubare Grenzen. Auf dem PC befanden sich ohnehin keine relevanten Daten und die Ausrüstung mit einer größeren Festplatte war auch schon länger vorgesehen.

Die alte 250GB IDE-Festplatte (die dient mir schon 10 Jahre und meldete mir seit ca. 3 Monaten defekte Sektoren) wurde durch eine 750GB SATA-HDD ersetzt und auf dieses jungfräuliche System installierte ich Kanotix. Alles verlief reibungslos und ohne größere Komplikationen, selbst das Problem mit dem Flash-Plugin im Iceweasel trat nicht auf. Wird wohl an meiner vorhandenen Installation auf den anderen Rechnern gelegen haben. Die Nachinstallation der von mir favorisierten Programme war dann schon wieder nur Routine …

Für mich geht damit eine Ära zu Ende. Mit Kubuntu habe ich den Absprung von Windows geschafft und erste Grundlagen von Linux erlernt, ja mehr noch – ich habe über Kubuntu einen Faible für freie Software und die ganze ‚ix-Welt entwickelt. Beruflich hat es mich vorangebracht (Serversysteme unter Linux gehören inzwischen zu meinem Alltag) und die vielen „Selbstversuche“ für die LPI-Zertifizierung musste ein Kubuntu-Rechner über sich ergehen lassen.

Ich finde bedauerlich das Canonical den nunmehr gewählten Weg eingeschlagen hat (insbesondere die Entwicklung eines eigenen vom Rest der Linux-Welt abgeschotteten X-Servers meine ich damit) und ziehe an dieser Stelle die Reißleine. Bye, bye Kubuntu!