Nextcloud 16 gelandet

Nach den diversen Testläufen wie Beta und RC-Releases hat Nextcloud nunmehr das neue Major-Release 16 veröffentlicht. Obwohl ich mir dieses Mal die Teilnahme an den Tests erspart habe, war mein Interesse groß am neuen Nextcloud. Allerdings zeigte mir mein Webupdater die neue Version nicht an, vielmehr blieb 15.0.7 als aktuelle Version angezeigt. Erst die Umstellung des Updatekanals von „stable“ auf „Beta“ brachte dann die ersehnte Anzeige: Nextclud 16 als neue Version.

Die Aktualisierung per Webupdater ging problemlos über die Bühne, allerdings wurde ich darüber informiert, dass sowohl „Calendar“ als auch „QownNotesAPI“ nicht kompatibel seien und deshalb deaktiviert würden. Ich war ehrlich gesagt etwas frustriert ob dieser Tatsache: kann ich noch halbwegs nachvollziehen, dass die Notiz-App (wohl nicht einmal Standard) nicht aktualisiert wird, fehlt mir bei Calendar jegliches Verständnis. Die zahlreichen Apps von Talk bis Two-Factor-Autorisierung sind für mich völlig uninteressant. Herzstück sind und bleiben Datei-, Kontakt- und Terminsynchronisation. Alles andere sind z.T. nette Gimmicks für mich, nicht mehr.

Nun gut beide Apps liessen sich nach erfolgtem Upgrade problemlos aktualisieren und auch wieder aktivieren (den Hinweis das die Anwendungen ungestestet seien, ignorierte ich geflissentlich), so dass mein Unbehagen schnell verflog.

Neu in Nextcloud – der Hinweis auf ungetestete Apps

Auch die „Sicherheits- und Einrichtungswarnungen“ blieben recht übersichtlich: es wurde lediglich moniert, dass meine PHP-Version das Uploadmaximum geringer als 512 MB gesetzt hat (mit Eintrag in die entsprechende php.ini schnell behoben) und das einige Indizes in der Datenbank nicht vorhanden oder defekt seien. Diesen Punkt zu beheben war ebenfalls kein Problem (im Installationsverzeichnis von Nextcloud auszuführen):

sudo -u www-data php occ db:add-missing-indices

Nach diesen kleinen Schönheitsoperationen lief mein Nextcloud wieder ohne Probleme und alle Systemüberprüfungen wurden überstanden. Die Changelog von Nextcloud 16 gibt sich dieses mal recht spartanisch und verweist auf mehrere Blog-Einträge über die „Verbesserungen“ des System. Begründet wird dies mit der erheblichen Anzahl an vorgenommenen Veränderungen.

Nextcloud Client 2.5

Heute wurde die neue Version des Clients für Nextcloud veröffentlicht. Eine Menge neuer Funktionen wurden integriert, nach eigenen Aussagen die Synchronisation verbessert und dem Client ein Facelifting verpasst. Die entscheidende Neuerung ist für mich die Integration einer End-to-End-Verschlüsselung (E2EE). Dieses neue Feature hat zwar in meiner eigenen Umgebung nicht eine „tragende“ Rolle, aber der Weg der hier beschritten wird ist notwendig angesichts der zahlreichen Installationen von Nextcloud bei Webhostern.

E2EE am Client

Der neue Client steht für alle Umgebungen zur Verfügung: Linux, Mac, Windows, Android und iOS. Der Linuxclient wird wieder als AppImage zur Verfügung gestellt, so dass umfangreiche Installationsarbeiten nicht notwendig sind.

In einem umfangreichen Blogbeitrag werden die Änderungen und Neuheiten des Nextcloud-Clients vorgestellt und erläutert.

 

Nextcloud 14.0.2 und 14.0.3 veröffentlicht

Wieder einmal war ich nicht auf dem Laufenden. Bereits letzte Woche hat Nextcloud die Serverversionen 14.0.2 (am 12.10.) und 14.0.3 (am 13.10.) veröffentlicht. Da ich diese Releases erst Montag zur Kenntnis nahm, führte der Webupdater direkt das Update von 14.0.1 auf 14.0.3 durch …

Das Programm verrichtete wiederum klaglos seine Arbeit und hievte mein Nextcloud auf Version 14.0.3 ohne das irgendwelche Fehler gemeldet wurden, allerdings vermeldeten die „Sicherheits- & Einrichtungswarnungen“ wieder einmal Komplikationen.

Wieder einmal „Fehler“, die wohl keine sind

Die „Referrer-Policy“ war mir ja bereits bekannt und wurde auch dieses Mal durch den Nachtrag in der .htaccess beseitigt. Die Meldungen bezüglich der Nichtauflösbarkeit von caldav und carddav bereiteten allerdings mehr Probleme. Nach einigem Stöbern fand ich bei Github den entscheidenden Hinweis :

Hintergrund davon:

  • /.well-known/caldav ist eine Autodiscovery-URL – das heißt, sie wird nur während der Einrichtung einer Synchronisierung verwendet
  • Diese URL wird verwendet, damit der Endbenutzer nicht die vollständige URL des Dienstes, sondern nur die Domäne kennen muss. Diese URL ist eine Weiterleitung an die tatsächliche URL von CalDAV. Diese URL muss immer im Stamm der Domain sein: https://cloud.example.com/.well-known/caldavund nicht inhttps://cloud.example.com/nextcloud/.well-known/caldav
  • Nextcloud wird im root installiert : Wir können die URL innerhalb von Apache automatisch über die htaccess-Datei registrieren, wenn die nextcloud auch im root installiert ist
  • Nextcloud wird in einem Unterordner installiert : Der Administrator muss die richtige Weiterleitung im Webserver selbst einrichten, da dies außerhalb des Umfangs von Nextcloud liegt – dies bedeutet im Grunde, dass https://cloud.example.com/.well-known/caldavdarauf hingewiesen  werden solltehttps://cloud.example.com/nextcloud/remote.php/dav

Die Interpretation meinerseits: alle die ihre Instanz in einem Unterverzeichnis (also wie bei mir /var/www/nextcloud) installiert haben und nicht direkt im root ihres Webservers (also /var/www) erhalten seit Nextcloud 14.0.2 die angezeigte Fehlermeldung. Der „Fehler“ ist wohl eher kosmetischer Natur (Synchronisation der Androiden funktioniert fehlerfrei) und da alle im Thread bei Github genannten Lösungsvorschläge erfolglos durch mich getestet wurden, habe ich mich entschlossen, die angeführten Meldungen vorläufig zu ignorieren …