Breitband -nun auch auf dem Landsitz

 

Während es lange Zeit so aussah als sei das kleine verschlafene Dorf, in dem ich nunmehr einen großen Teil meiner freien Zeit verbringe, auf ewige Zeit vom schnellen Internet abgeschnitten, war seit Sommer letzten Jahres ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. VDSL, sollte möglich werden, Internetzugang per „Breitband“. Tatsächlich wurde seit dem Frühjahr fleißig gebuddelt und gebaut, geschippt und geklemmt was das Zeug hielt. Mitte Juli war es dann soweit – die ersten Haushalte im 200-Seelen-Dorf erhielten schnelle Internetanschlüsse! Innerhalb weniger Tage wurden immer mehr angeschlossen.

Nur hier auf dem Sommersitz war das angeblich nicht möglich. Erst hieß es es wäre kein Kabel vorhanden, dann fehlte ein Port und schließlich waren keine Baukapazitäten mehr frei. Dringliche, fast tägliche Anrufe bei der Hotline brachten hintereinander immer dieselben Begründungen (s.o.), mal einzeln, dann wieder in Gruppen auftretend. Der Verzweiflung nahe, weil alle Begründungen offensichtlich an den Haaren herbeigezogen waren, bestenfalls auf eine grottenschlechte Dokumentation zurückzuführen, griff ich zu einer Geheimwaffe und schaltete den externen Kommunikationsberater der Firma ein …

Das brachte überraschenderweise Erfolg: bereits einen Tag nach ersten Aktivitäten war alles verfügbar: Kabel, Port und Baukapazitäten stellten kein Hindernis mehr dar. Wie im Auftrag von letzter Woche angekündigt, kam heute ein Techniker vorbei, schraubte hier ein wenig, setzte eine neue TAE-Dose und setzte sein Meßgerät ein. Ergebnis: der Anschluß bietet 109 Mbit/s im Download und 64 Mbit/s im Upload! Breitband vom Feinsten! Der Tarif bietet immerhin noch 61,8 Mbit/s in der einen Richtung, 26,4 Mbit/s in der anderen.

Der Nachmittag bot reichlich Beschäftigung mit Routerkonfiguration, Telefoneinbindung, Sonos-Neustart und WLAN-Verteilung. Wider Erwarten ging so ziemlich alles glatt und (vor allem die Teenies im Haushalt) alle sind selig, glücklich und zufrieden. Breitband bis in die letzten Ecken des verwinkelten Bauernhauses!

Selig nun auch ich, denn das Generve hat ein Ende …

easyKontakt – Kontakte von der FritzBox zu ownCloud

Vor kurzem stand ich bei einem Bekannten vor einem Problem: er hatte durch einen Fehler seine gesamten Kontaktdaten in ownCloud gelöscht und natürlich keine Datensicherung verfügbar. Smartphone war ebenfalls leer. Obwohl mir bis heute schleierhaft ist, auf welchem Wege er dieses „Wunder“ vollbracht hatte, versprach ich zu helfen.

Wenige Tage zuvor hatte ich seine Kontakte vom (alten) Smartphone per vcf-Export in die Fritz.Box überspielt und vermutete, dass der umgekehrte Weg ebenso einfach zu realisieren wäre … Das stellte sich leider als Irttum heraus.

Es besteht keine Möglichkeit, die in der Fritz.Box gespeicherten Kontakte in einem gängigen Format zu exportieren. AVM bietet hier lediglich die Möglichkeit, das Telefonbuch zu sichern und speichert die exportierten Daten im xml-Format ab. ownCloud und auch die Androiden können mit xml aber nichts anfangen.

Nach einigem Suchen im Internet fand ich dann eine praktikable Lösung. Mit Hilfe des kleinen, aber feinen Programmes easyKontakt, gelang es mir das Problem zu lösen. easyKontakt öffnet problemlos die von der Fritz erzeugte xml-Datei und wandelt sie automatisch in eine vcf-Datei um. In meinem Fall lief das nicht ganz problemlos – einige Formatierungen waren fehlerbehaftet – aber immerhin doch so, dass die exportierten Kontakte der Fritzbox von ownCloud eingelesen werden konnten. Ein wenig Handarbeit zur Korrektur der Formatierungen konnte ich aber getrost meinem Bekannten überlassen …

Screenshot
Screenshot von sigvdr

EasyKontakt findet ihr hier. Der Entwickler bietet Unterstützung für Deb und Windows an, für RPM übernimmt er keine Verantwortung …

VDSL zu Hause und VPN

Schöne Werte!
Schöne Werte!

Bereits seit einiger Zeit wird ja VDSL großflächig beworben. Im Moment sind Geschwindigkeiten bis 100 MBit/s im Download im Angebot. Da mir mein bisheriger Anbieter (1&1) einen solchen Anschluß nicht zur Verfügung stellen kann, entschloss ich mich kurzfristig dazu, ein Angebot von Kabel Deutschland anzunehmen. Die Kollegen übernehmen für ein halbes Jahr die Gebühren des bisherigen Anbieters. Man kann gefahrlos wechseln – so das Versprechen.

Im Vorfeld musste am Haus ein entsprechender Anschluss montiert und Koaxialkabel in meine Wohnung gelegt werden. Beim ersten Montagetermin wurde die Arbeit nur halb erledigt (Koaxialkabel verlegt). Ich vermute der Kollege Monteur hat einen tiefen Respekt vor den Baulichkeiten gehabt oder schlicht und ergreifend nicht das richtige Werkzeug mitgeführt (um die Wände des Hauses aus der Gründerzeit zu „durchbrechen“ tut es ein Baumarktbohrer nicht, da muss schon was Längeres her. Lange Rede kurzer Sinn – am vergangenen Mittwoch wurde alles montiert, die Fritz!Box 6490 angeschlossen und es konnte los gehen.

Funktionierte soweit auch alles wunderbar: phänomenale Downloadgeschwindigkeiten, rasanter Aufbau diverser Webseiten – alles Bestens. Jetzt nur noch schnell VPN eingerichtet und testen … Aber genau das wollte partout nicht klappen. Zuerst dachte ich natürlich an einen Fehler meinerseits und habe einige Male den Client auf dem Smartphone eingerichtet, diverse Einstellungen getestet bzw. den von der Fritz!Box erzeugten Schlüssel (da kann man sich schnell verschreiben) mehrfach eingegeben – Pustekuchen! Mein Galaxy Note4 erhielt keine Antwort vom VPN-Server.

Am Wochenende war ich nicht zu Hause, hatte aber ein wenig Muße nach der Problemlösung zu recherchieren. Die Ursache war dann auch relativ schnell gefunden: Der VDSL-Anschluss wird bei Kabel Deutschland per Standard mit DSLite verwendet. An sich ok und für die meisten Anschlußinhaber sicher kein Problem, aber genau die Lite-Variante von DualStack (gleichzeitige Verwendung von IPv4 und IPv6 auf dem Router), verursacht in eingen Konstellationen Probleme, u.a. eben beim Aufbau von VPNs. Die Erklärung von DualStack, seinen beiden Varianten und bekannten oder möglichen Problemen findet ihr sehr gut im Elektonik-Kompendium erklärt.

Heute dann also ein Anruf bei Kabel, Schilderung der Situation, eine öffentliche IP-Adresse mit Hinweis auf die Notwendigkeit der VPN-Funktionalität erbeten. Der sehr freundliche und kompetente Mitarbeiter versprach Abhilfe innerhalb einer Stunde und bereits 5 Minuten später bootete die Fritz!Box neu. „Problem“ behoben und VPN-Zugriff funktioniert wieder.

Bisheriges Fazit: der Wechsel auf VDSL 100 ging problemlos und schnell vonstatten. Bisher macht auch der technische Support einen guten Eindruck. Ich kann Kabel Deutschland soweit erst einmal nur empfehlen!